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Herr Hausmann, wie werden Sie sich für die nordschwäbische Wirtschaft engagieren?
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Interview

Herr Hausmann, wie werden Sie sich für die nordschwäbische Wirtschaft engagieren?

 Matthias Hausmann ist der Regionalgeschäftsführer der IHK in Nordschwaben. Foto: IHK Schwaben
Matthias Hausmann ist der Regionalgeschäftsführer der IHK in Nordschwaben. Foto: IHK Schwaben

Matthias Hausmann ist der neue Regionalgeschäftsführer der IHK in Nordschwaben. Welche Pläne er für die Region hat – und welche Fokuspunkte er in seiner neuen Position legen will, verrät er im Interview.

B4BSCHWABEN.de: Herr Hausmann, welche Fokuspunkte werden Sie in der Regionalgeschäftsstelle der IHK in Nordschwaben setzen? 

Matthias Hausmann: Im Mittelpunkt steht die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Nordschwaben und der heimischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen. Die Unternehmen brauchen Fachkräfte, internationale Geschäftspartner und Absatzmärkte, Support bei der digitalen Transformation, sichere Energie zu bezahlbaren Preisen und zukunftsfeste Mobilitätslösungen. Diese Themen, die wir in der IHK Schwaben seit 2018 mit der Abkürzung FIDEM – also Fachkräftesicherung, Internationalisierung, Digitalisierung, Energie und Mobilität – zusammenfassen, sind aktueller denn je. 

Was zeichnet die Wirtschaft in Nordschwaben Ihrer Meinung nach besonders aus? 

Die nordschwäbische Wirtschaft ist besonders stark in der Luft- und Raumfahrt, im Fahrzeug- und Maschinenbau, in den Bereichen Lebensmittel und Getränke sowie im Groß- und Einzelhandel. Jedem von uns fallen in diesen Wirtschaftszweigen sofort regionale Unternehmen mit nationalem und internationalem Rang und Namen ein. Es geht also darum unsere Stärken zu stärken und die Substanz quer über alle Bereiche unserer Wirtschaft zu fördern. Familienunternehmen müssen über Generationen hinweg erfolgreich weitergeführt werden und Unternehmensgründern muss der Weg in die berufliche Selbständigkeit erleichtert werden – als Start-up oder als Nachfolgelösung in bestehenden Unternehmen. 

Wie werden Sie Ihre neue Position hierfür nutzen? 

Ich verstehe mich als Mittler, Takt- und Ideengeber zwischen unseren Mitgliedsunternehmen, dem unternehmerischen IHK-Ehrenamt in der Region, den politischen und wissenschaftlichen Entscheidern und den Fachleuten im IHK-Hauptamt. Darüber hinaus werde ich meine praktischen und fachlichen Kenntnisse beispielsweise in den Bereichen Stadt-, Regional- und Landesentwicklung einbringen. Dabei kommt mir sicherlich zu Gute, dass ich die Region gut kenne. 

Jüngst haben Sie aber außerhalb der Region gearbeitet. Nun sind Sie zurückgekehrt. Weshalb?

Die Tätigkeit in der IHK, also die Arbeit für die regionalen Unternehmen, hat mir bereits in München sehr viel Spaß bereitet und in der neuen Funktion als Regionalgeschäftsführer bin ich nochmals näher an den Themen unserer Mitgliedsunternehmen dran. Ich kann ihnen zum Beispiel über regionale Veranstaltungen eine Plattform zum Netzwerken bieten und sie bei ihren Herausforderungen noch stärker unterstützen als dies bei meiner bisherigen Tätigkeit möglich war. Die starke Regionalisierung der IHK Schwaben, das Ineinandergreifen von bilden, bündeln und beraten hat mich sofort gepackt. Ich freue mich ganz besonders auf die Abwechslung und den direkten Austausch mit den Unternehmen. 

Eine speziell für Nordschwaben viel beworbene Plattform für Unternehmen ist das Markennetzwerk Donauries. Welche Rolle spielt es für Sie? 

Die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit eines regionalen Wirtschaftsstandortes beispielsweise gegen die Corona-Krise oder die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine, hängt beispielweise davon ab, wie kooperativ sich eine Region aufgestellt hat. Ob die wichtigsten Akteure miteinander oder gegeneinander arbeiten und ob sich eine gemeinschaftliche Identität herausbilden konnte. Das Markennetzwerk Donauries leistet in diesen Bereichen einen unverzichtbaren Beitrag, weshalb wir uns als IHK Schwaben auch aktiv einbringen. 

Sie sprechen an, dass auch Nordschwaben nicht vor Krisen gefeit ist. Welche Hilfestellung können Sie für Unternehmen bieten? 

Die bei weitem größte Herausforderung sind die stark steigenden Energie- und Rohstoffpreise, bis hin zur Frage, ob Energie überhaupt noch in dem Maße, wie wir es bislang gewohnt waren, verfügbar sein wird. Unsere Industrie ist zudem auf funktionieren Lieferketten angewiesen, der Handel auf die Konsumbereitschaft ihrer Kunden und quer über alle Branchen hinweg fehlt es an Fachkräften. Umso notwendiger ist es, dass wir zum Beispiel mit dem Haus der Wirtschaft die notwendige Infrastruktur haben, um die Aus- und Weiterbildung in der Region zu forcieren. Die Herausforderungen sind also groß, der Wille und die Fähigkeit diese zu meistern aber auch. 

Krisenzeiten sind oft auch Zeiten, in denen neue Unternehmen gegründet werden. Das bestätigt eine Analyse, die die IHK Schwaben erst kürzlich veröffentlicht hat. Daraus geht auch hervor, dass im vergangenen Jahr in Nordschwaben 20 Prozent mehr Unternehmen gegründet wurden als 2020. Gibt es hierfür einen bestimmten Grund? 

Die nordschwäbische Wirtschaft ist in Summe bislang gut durch die vielen Krisen der letzten Jahre gekommen – ungeachtet aller Herausforderungen, die aktuell vor uns liegen. Die Wirtschaft wächst, Menschen ziehen in unsere Region. Der Bedarf beispielweise an Dienstleistungen für Unternehmen und Verbraucher nimmt daher ebenfalls zu. Hinzu kommt ein sehr gut funktionierendes Gründer-Ökosystem in der Region, das den Weg in die berufliche Selbständigkeit ebenfalls erleichtert und in dem die IHK Schwaben eine wichtige Rolle spielt. Kurz und gut: Die Rahmenbedingungen passen und die Menschen im Donau-Ries und Dillingen wollen ihr eigener Glückes Schmied sein.

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