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Donauwörth hält niedrigste Arbeitslosenquote bundesweiz trotz steigender Zahlen
Arbeitsmarktzahlen

Donauwörth hält niedrigste Arbeitslosenquote bundesweiz trotz steigender Zahlen

Symbolbild. Die Agentur für Arbeit hat die aktuellen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht. Foto: stock.adobe.com / Tobias Arhelger
Symbolbild. Die Agentur für Arbeit hat die aktuellen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht. Foto: stock.adobe.com / Tobias Arhelger

Auch im Agenturbezirk Donauwörth ist die Arbeitslosigkeit 2025 gestiegen. Dennoch weist die Region die niedrigste Quote bundesweit auf. Die Zahlen im Überblick.

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth weist 2025 trotz Konjunkturschwäche und weltpolitischer Krisen weiterhin die bundesweit niedrigste Arbeitslosenquote auf. Zugleich steigt die Zahl der Arbeitslosen, während Fachkräftesicherung und Qualifikationsanpassung im Vordergrund stehen.

Mehr Arbeitslose bei weiterhin niedriger Quote

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth 9.180 Menschen arbeitslos gemeldet, 706 Personen oder 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote belief sich auf 2,8 Prozent nach 2,6 Prozent im Jahr 2024. Betroffen waren alle Personengruppen: Die Zahl der arbeitslosen Männer stieg um 10 Prozent auf 5.091, bei den Frauen um 6,3 Prozent auf 4.089. Überdurchschnittlich betroffen waren junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren mit einem Zuwachs um 12,8 Prozent sowie Langzeitarbeitslose, deren Zahl um 14,4 Prozent auf 1.937 Personen zunahm. Silke Königsberger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth, bewertet den Arbeitsmarkt dennoch als „recht robust“ und hebt hervor, dass der Agenturbezirk 2025 zum zweiten Jahr in Folge den „Platz 1 mit der bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquote“ über den gesamten Jahresverlauf halten konnte.

Regionale Unterschiede in den vier Landkreisen

Die Entwicklung in den Landkreisen Dillingen, Donau-Ries, Günzburg und Neu-Ulm verlief unterschiedlich. Im Landkreis Dillingen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt auf 1.764 Personen, ein Plus von 5,1 Prozent; die Arbeitslosenquote lag bei 3,1 Prozent statt 3,0 Prozent im Vorjahr. Im Landkreis Donau-Ries sank die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen leicht um 0,5 Prozent auf 1.990 Personen, die Quote verringerte sich von 2,5 auf 2,4 Prozent. 2.057 Arbeitslose wurden im Landkreis Günzburg registriert, 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr, bei einer Quote von 2,7 Prozent statt 2,4 Prozent. Im Landkreis Neu-Ulm stieg die Arbeitslosigkeit mit plus 14,4 Prozent auf 3.369 Personen besonders deutlich; die durchschnittliche Quote erhöhte sich von 2,8 auf 3,2 Prozent.

Zum Stichtag Dezember 2025 lag die Quote im Gesamtbezirk bei 2,9 Prozent, mit Werten zwischen 2,5 Prozent im Landkreis Donau-Ries und 3,2 Prozent im Landkreis Dillingen.

Fachkräftemangel und Qualifikationslücken

Trotz steigender Arbeitslosigkeit sehen die Betriebe weiterhin einen hohen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. Laut Agentur für Arbeit waren im Gesamtbezirk rund 82 Prozent der gemeldeten Arbeitsangebote auf Fachkräfte oder höhere Qualifikationen ausgerichtet, während gut die Hälfte der Arbeitslosen über keine entsprechende Qualifikation verfügte. In den Landkreisen lagen die Fachkräfteanteile der Stellen zwischen rund 80 und 85 Prozent, während 49 bis 57 Prozent der Arbeitslosen diese Qualifikation nicht vorweisen konnten. Königsberger betont: „Lebenslanges Lernen und die Anpassung der beruflichen Kenntnisse gewinnen immer mehr an Bedeutung.“ 

Stellenmarkt, Kurzarbeit und finanzielle Dimension

Die Stellenmeldungen der Betriebe gingen im Agenturbezirk insgesamt zurück. 2025 wurden 10.107 Arbeitsstellen zur Besetzung gemeldet, 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr; der durchschnittliche Bestand lag bei 4.698 offenen Stellen, 5,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig zeigte sich laut Agentur ein hoher Bewegungsgrad: 32.858 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, während 32.095 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. Die Ausgaben für beitragsfinanziertes Arbeitslosengeld I einschließlich Sozialversicherungsbeiträgen beliefen sich im Jahr 2025 auf 127,6 Millionen Euro und lagen damit 19,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 106,5 Millionen Euro. Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld blieb ein wichtiger Faktor zur Sicherung von Beschäftigung, die Ausgaben gingen jedoch auf 5,7 Millionen Euro zurück, 19,7 Prozent weniger als 2024. Die Zahlungen für Saison-Kurzarbeitergeld lagen mit 3,6 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. 

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