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Augsburgs Arbeitslosigkeit auf höchstem Niveau seit 2006
Arbeitsmarktzahlen

Augsburgs Arbeitslosigkeit auf höchstem Niveau seit 2006

Symbolbild. Die Agentur für Arbeit zieht Bilanz. Foto: NGG
Symbolbild. Die Agentur für Arbeit zieht Bilanz. Foto: NGG

Die Arbeitslosigkeit im Raum Augsburg sinkt im Dezember leicht, erreicht aber dennoch einen Höchststand seit 2006. Die Zahlen im Überblick.

Im Dezember 2025 ist die Arbeitslosigkeit im Raum Augsburg leicht gesunken, die Quote blieb jedoch unverändert bei 4,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich zeigt sich damit ein deutlicher Anstieg: Seit 2006 war die Zahl der Arbeitslosen im Raum Augsburg nicht mehr so hoch. 

Leichter Rückgang im Dezember, aber Anstieg zum Vorjahr

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Augsburg (Stadt Augsburg, Landkreis Aichach-Friedberg, Landkreis Augsburg) waren im Dezember 2025 insgesamt 18.597 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 61 Personen oder 0,3 Prozent weniger als im November, jedoch 1.592 Personen beziehungsweise 9,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,6 Prozent und entsprach somit dem Vormonat; im Dezember 2024 betrug sie 4,2 Prozent. Nach Angaben der Agentur war die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende zuletzt im Jahr 2006 höher.

Im Rechtskreis SGB III waren 9.891 Personen arbeitslos, 56 mehr als im Vormonat und 917 mehr als im Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II wurden 8.706 Arbeitslose registriert, 117 weniger als im November, aber 675 mehr als vor einem Jahr. Die Jobcenter betreuten 47 Prozent aller Arbeitslosen.

Unternehmen melden Stellen, Bestand geht zurück

Im Dezember wurden 1.141 offene Stellen neu gemeldet, 61 weniger als im Vormonat, aber 148 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt befanden sich 4.687 freie Arbeitsstellen im Bestand der Arbeitsagentur. Viele offene Stellen entfielen auf sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, sowie Verarbeitendes Gewerbe, Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen und öffentliche Verwaltung.

Kurzarbeit könnte nach Einschätzung der Agentur wieder an Bedeutung gewinnen. Stand November hatten 24 Betriebe für 141 Personen Kurzarbeit angezeigt; ein Jahr zuvor waren es 28 Betriebe mit 584 Personen. Neun der 24 Anzeigen stammten aus dem Verarbeitenden Gewerbe.

Belastung bei Langzeitarbeitslosen und Unterbeschäftigung

Gegenüber Dezember 2024 nahm die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen im Bezirk zu. Gezählt wurden unter anderem 1.808 Jugendliche unter 25 Jahren (+10,8 Prozent), 6.683 Ältere ab 50 Jahren (+9,5 Prozent), 4.872 Langzeitarbeitslose (+19,6 Prozent), 7.358 Ausländer (+8,6 Prozent) und 1.598 schwerbehinderte Menschen (+4,9 Prozent).

Die Unterbeschäftigung stieg im Vorjahresvergleich um 792 Personen oder 3,5 Prozent. Zu den 18.597 registrierten Arbeitslosen kommen 4.731 weitere Personen, etwa Teilnehmende an Weiterbildungen oder beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, kurzfristig Erkrankte sowie Personen in Fremdförderung. Insgesamt ergäbe sich damit eine Zahl von 23.328 Personen und eine Unterbeschäftigungsquote von 5,7 Prozent (Vormonat 5,6 Prozent, Vorjahr 5,5 Prozent).

Regionale Unterschiede

Die Arbeitslosenquote blieb im Dezember in allen Teilregionen unverändert: in der Stadt Augsburg bei 6,4 Prozent, im Landkreis Augsburg bei 3,3 Prozent und im Landkreis Aichach-Friedberg bei 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stieg sie in der Stadt um 0,4 Prozentpunkte und in beiden Landkreisen um jeweils 0,3 Prozentpunkte. Nach Einschätzung der Agentur bewegten sich die beiden Landkreise trotz schwieriger Rahmenbedingungen „auf dem Niveau der Vollbeschäftigung von 3,0 Prozent“.

Zum Stichtag 30. Juni 2025 waren im Bezirk 275.793 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 258 oder 0,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten stieg bei Männern und Frauen leicht, deutlicher bei ausländischen Beschäftigten (+3,1 Prozent auf 56.781). Zuwächse gab es vor allem in Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der öffentlichen Verwaltung, während Verarbeitendes Gewerbe, Handel, Baugewerbe und Arbeitnehmerüberlassung Rückgänge verzeichneten.

Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, erklärt: „Insgesamt gesehen bleibt die große Trendwende weiter aus und wir befürchten dies ebenfalls für das Jahr 2026. Auch wenn es der Region vergleichsweise gut geht, sind die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und -entwicklungen weiterhin nicht sehr positiv.“

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