Investition zur Standortsicherung

ZF Friedrichshafen investiert 600 Millionen in Stammsitz

Dass sich der ZF Standort Friedrichshafen zu einem Hightech-Zentrum entwickelt, ist vor allem dem Plan zu seiner Sicherung zu verdanken. Die Ortsleiter und vorsitzenden Betriebsräte ziehen eine positive Zwischenbilanz.

Ein Teil dieses Wandels ist das Eckpunkte-Papier zur Standortsicherung, das ZF und die Arbeitnehmervertretung vor gut zwei Jahren vereinbarten. „Das Eckpunktepapier war ein Meilenstein, um den Standort Friedrichshafen zukunftsfest zu machen, um wettbewerbsfähiger zu werden und mehr Flexibilität zu erhalten“, erklärt Dirk Hanenberg, der für den Produktionsbereich verantwortliche Standortleiter. „Wir sind auf dem richtigen Weg, doch die automobile Welt dreht sich rasch weiter. Daher müssen wir Effizienz und internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter fest im Blick behalten, damit Friedrichshafen auch in Zukunft ein starker ZF-Standort mit attraktiven Arbeitsplätzen bleibt.“
Das wurde in der Standortsicherungs-Vereinbarung 2016 beschlossen 
Der Plan zur Standort-Sicherung sieht unter anderem vor, dass ZF bis Ende 2022 insgesamt 600 Millionen Euro am Konzern-Stammsitz investiert. Mit diesen Mitteln sollen sowohl die Produktion als auch die Forschung gezielt weiterentwickelt werden. Auch Schwankungen in der Beschäftigten-Anzahl wird so entgegengesteuert. Zudem gilt in dem festgelegten Zeitraum bis 2022 eine Beschäftigungs-Sicherung. „In Friedrichshafen arbeiten derzeit mehr als 9.400 Beschäftigte. Hier sind wir gut unterwegs, wozu auch die günstige Auftragslage der vergangenen Zeit beigetragen hat“, so Detlef Gagg, Standortleiter für die Zentralbereiche. Rund 200 Millionen Euro wurden bereits investiert.

In den kommenden Jahren soll verstärkt in Forschung investiert werden

„Einen nachhaltigen Stellenaufbau sehen wir in den nächsten Jahren eher in der Forschung und Entwicklung, vor allem in den Bereichen automatisiertes Fahren und Elektromobilität.“ Achim Dietrich, Vorsitzender des Betriebsratsgremiums für den Produktionsbereich, ergänzt: „Es war uns ein Anliegen, dass Friedrichshafen ein starker Produktionsstandort im ZF-Konzern bleibt. Dafür ist die Vereinbarung eine gute Grundlage. Sie ermöglicht uns, hier neue Produkte anzusiedeln und den teilweisen Rückzug eines wichtigen Kunden für Lkw-Getriebe mit neuer Beschäftigung in Friedrichshafen zu kompensieren.“ Deswegen will ZF zwei weitere E-Mobilitätswerke eröffnen. 

Strukturwandel Friedrichshafen nicht neu 

Die Transformation des Standorts Friedrichshafen von einem überwiegenden Produktionsstandort hin zu einem Hightech- und Wissensstandort begann bereits vor 30 Jahren. Damals erwarb ZF ein 70.000 Quadratmeter großes Gelände am nördlichen Stadtrand von Friedrichshafen. Hier wurde das Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ) errichtet. 1990 wurde dann der erste Bauabschnitt eröffnet. Seitdem wurde das FEZ kontinuierlich erweitert und modernisiert. Neuester Zuwachs ist das Prüfzentrum für Getriebesysteme. Rund 70 Millionen Euro investierte ZF in das Gebäude, das in wenigen Wochen in Betrieb genommen wird.

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In den kommenden Jahren soll verstärkt in Forschung investiert werden

„Einen nachhaltigen Stellenaufbau sehen wir in den nächsten Jahren eher in der Forschung und Entwicklung, vor allem in den Bereichen automatisiertes Fahren und Elektromobilität.“ Achim Dietrich, Vorsitzender des Betriebsratsgremiums für den Produktionsbereich, ergänzt: „Es war uns ein Anliegen, dass Friedrichshafen ein starker Produktionsstandort im ZF-Konzern bleibt. Dafür ist die Vereinbarung eine gute Grundlage. Sie ermöglicht uns, hier neue Produkte anzusiedeln und den teilweisen Rückzug eines wichtigen Kunden für Lkw-Getriebe mit neuer Beschäftigung in Friedrichshafen zu kompensieren.“ Deswegen will ZF zwei weitere E-Mobilitätswerke eröffnen. 

Strukturwandel Friedrichshafen nicht neu 

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