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Wie kann die Immobilienbranche der aktuellen Krise begegnen?
A³ Immobilienkongress

Wie kann die Immobilienbranche der aktuellen Krise begegnen?

Stephan Stracke, Mitglied des Bundestags, spricht auf dem A³ Immobilienkongress
Stephan Stracke, Mitglied des Bundestags, spricht auf dem A³ Immobilienkongress. Foto: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Beim A³ Immobilienkongress 2025 standen die Themen nachhaltiges Bauen und neue Wege aus der Krise im Fokus. Experten zeigten dabei Perspektiven zwischen Innovation und Realitätssinn auf. Über die Zukunft der Immobilienbranche.

Der elfte A³ Immobilienkongress stand unter dem Motto „Zukunft bauen – nachhaltige Wege aus der Krise“. Mit rund 230 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Architektur und Stadtentwicklung bot die Veranstaltung einen interdisziplinären Rahmen für Austausch, Analysen und zukunftsweisende Impulse. Fachvorträge, Podiumsdiskussionen, Marktanalysen und die Verleihung des A³ Immobilien Awards machten den Kongress zu einem der wichtigsten Branchentreffen in der Region.

Nachhaltige Lösungen erfordern Zusammenarbeit und Verlässlichkeit

Bereits zur Eröffnung betonte Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, die Dringlichkeit des Themas und die Bedeutung der Kooperation: „Nachhaltige Lösungen, tragfähige Rahmenbedingungen und visionäre Projekte – darum geht es heute.“ Weiter machte er auf die Komplexität der Herausforderungen für die Branche aufmerksam. Diesen Gedanken griff auch der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke in seinem politischen Impuls auf. Er sprach sich für mehr Tempo beim Bauen und Wohnen in Deutschland aus und forderte eine konsequentere Umsetzung politischer Maßnahmen. In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte Stracke gemeinsam mit Steffen Kercher, Baureferent der Stadt Augsburg, und Gabriele Seidenspinner von Haus und Grund Augsburg über Zielkonflikte zwischen Baukosten, Qualität und Geschwindigkeit. Während Stracke auf einen „Bauturbo“ drängte, warnten die anderen Teilnehmenden vor zu viel Pragmatismus ohne rechtliche Sicherheit.

Ein klarer Appell an die Politik kam von Stephan Deurer, dem Sprecher des A³ Aktivkreises Immobilien: „Was wir brauchen, ist eine konkrete Timeline seitens der Politik sowie Verlässlichkeit und eine ehrliche, transparente Kommunikation.“ Nur so könnten lokale Immobilienunternehmen auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben, erklärte Deurer weiter.

Neue Wege in der Projektentwicklung

Trotz angespannter Marktlage sollte der Kongress auch Perspektiven aufzeigen. Eine weitere Podiumsdiskussion mit Branchenvertretern, wie Dr. Mark Dominik Hoppe von der Wohnbaugruppe Augsburg, Henrik Fillibeck von der BIB ProImmo GmbH und David S. Christmann von der UBM Development GmbH, befasste sich mit innovativen Ansätzen aus der Projektentwicklung. Diskutiert wurden unter anderem die Nutzung bereits bestehender Flächen, nachhaltige Baukonzepte und alternative Finanzierungsmodelle. Der aktuelle A³ Immobilienmarktreport 2024/2025, vorgestellt durch Oliver Rohr von der Bulwiengesa AG, lieferte zusätzlich Entscheidungsgrundlagen für Investoren und Entwickler. Ergänzende Impulsvorträge zu beispielsweise effizienteren Bauprozessen und Perspektiven für Gewerbe- und Spezialimmobilien rundeten das Programm ab und boten praxisnahe Lösungsansätze für die aktuellen Herausforderungen.

Auszeichnung für nachhaltige Ideen

Ein Höhepunkt des Kongresses war die Verleihung des A³ Immobilien Awards – nachhaltige Ideen für morgen. In der Hauptkategorie wurde das Projekt „Wir inHAUSer“ von CS-Architektur und Nagels Architects ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um ein zukunftsorientiertes Wohnprojekt in der Heimat Österreich. Den Nachwuchspreis erhielt Rebekka Wandt für ihren kreativen Beitrag „Walk the Line“.

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