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VW und der Everllence-Verkauf: Jetzt wird es ernst
Traditionsunternehmen

VW und der Everllence-Verkauf: Jetzt wird es ernst

Noch bis 12. Februar läuft die Angebotsfrist für den Verkauf der Augsburger VW-Tochter Everllence. Foto: B4B
Noch bis 12. Februar läuft die Angebotsfrist für den Verkauf der Augsburger VW-Tochter Everllence. Foto: B4B

Seit Monaten wird spekuliert, ob VW das Augsburger Traditionsunternehmen Everllence verkauft. Jetzt werden erste Angebote abgegeben.

Seit September vergangenen Jahres ist bekannt, dass Volkswagen seine Tochter Everllence verkaufen könnte. Ein Sprecher des VW-Konzerns bestätigte damals auf Anfrage, dass VW strategische Optionen für Everllence prüfe. „Volkswagen managt sein Portfolio an Geschäftsbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, sowie an Beteiligungsgesellschaften aktiv“, so ein Sprecher.

In den folgenden Monaten wurde über das Interesse der Porsche SE und des schwedischen Finanzinvestors EQT spekuliert. Nun wird ein möglicher Verkauf konkreter.

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Angebote für Everllence bis 12. Februar

Unseren Informationen zufolge können Interessenten ihre Angebote bis 12. Februar abgeben – die erste Abgabefrist. Medienberichten zufolge wird der Wert von Everllence auf fünf bis sechs Milliarden Euro geschätzt.

Laut verschiedenen Medienberichten ist nach wie vor der schwedische Finanzinvestor EQT an Everllence interessiert und könnte gemeinsam mit dem singapurischen Staatsfonds GIC ein Angebot abgeben. Weitere Finanzinvestoren, die immer wieder genannt werden, sind die US-amerikanischen Unternehmen Advent, Bain Capital, KPS Capital und Clayton Dubilier & Rice sowie das luxemburgische Finanzunternehmen CVC Capital. Auch der japanische Konzern Mitsui könnte Interesse haben.

Laut unseren Informationen zielt VW nicht auf einen Gesamtverkauf von Everllence ab, sondern könne sich auch vorstellen, lediglich die Mehrheit abzugeben. 

Das ist Everllence

Everllence, das bis Juni 2025 noch MAN Energy Solutions hieß, hat sein Kerngeschäft in den vergangenen Jahren erweitert. Lange Zeit stellte das Unternehen dieselbetriebene Motoren und Turbomaschinen für Schiffe her. Inzwischen hat Everllence die Diesel-Technologie weiterentwickelt. „Moving Big Things to Zero“ lautet das Credo des Unternehmens mit Sitz in Augsburg und stellt zunehmend umweltfreundliche Motoren her, die etwa mit grünem Wasserstoff oder Biokraftstoffen betrieben werden.

Auch Großwärmepumpen und Anlagen zur CO₂-Abscheidung zählen inzwischen zu den Produkten von Everllence. Bei Everllence arbeiten weltweit mehr als 15.000 Menschen, am Sitz in Augsburg rund 4.100.

Trotz der angespannten, wirtschaftlichen Lage in Deutschland, blickt Everllence-CEO Uwe Lauber zuversichtlich auf dieses Jahr und erwartet, dass Everllence seinen Wachstumskurs fortsetzt.

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