Innovationspark

Stadtwerke planen fahrerlosen Bus für Augsburg bis 2020

Symbolbild: Ein Bus der Stadtwerke unterwegs in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Öffentliche Personennahverkehr bleibt in Bewegung – teils von ganz allein. Ein selbstfahrender Bus, neue Straßenbahnlinien und ein möglicherweise kostenloses Angebot beschäftigen derzeit die Fuggerstadt.

Im Innovationspark soll er fahren, der erste selbstfahrende Bus Augsburgs. Mitte 2020 wollen die Stadtwerke das Projekt umsetzen. Ein Förderantrag wurde zwar zuletzt abgewiesen, die swa halten dennoch daran fest. Der fahrerlose Bus soll einen Rundkurs durch das Gewerbegebiet nahe der B17 abdecken und so das Areal auch mit der nächstgelegenen Haltestelle der Straßenbahn-Linie 3 verbinden.

Verbindung bis nach Königsbrunn

Die selbe Straßenbahnlinie soll künftig nicht in Haunstetten West enden, sondern bis nach Königsbrunn führen. Seit Jahrzehnten halten die Nachbarstädte die Trasse frei. Anfang Februar wurden die Planungs-Unterlagen übergeben. Die Strecke ist 4,6 Kilometer lang, 1,9 Kilometer liegen auf Augsburger Flur. Zwei bestehende Haltestellen werden umgebaut, sechs neu angelegt. Die Stadtwerke Augsburg rechnen mit bis zu 10.000 Fahrgästen pro Tag auf dem neuen Abschnitt. Die Baukosten belaufen sich auf rund 48 Millionen Euro.

48 Millionen Euro für kostenlosen ÖPNV

So hoch sind derzeit auch die jährlichen Einnahmen durch Ticketverkäufe für den ÖPNV in Augsburg, wie eine Sprecherin des Unternehmens erklärte. Die Bundesregierung hatte vor kurzem über den Vorschlag eines kostenfreien Nahverkehrs diskutiert. Damit würden einige Herausforderungen auf die swa zukommen. In Infrastruktur, Personal und Fuhrpark müsste massiv investiert werden, um das Mehr an Fahrgästen aufnehmen zu können. Natürlich gebe es ein kontinuierliches Wachstum bei den Fahrgastzahlen – „Augsburg wächst und damit auch wir“ – doch eine spontane Verdoppelung abzufangen, würde schwer werden. Selbst mit neuen Fahrzeugen, müssten diese so getaktet werden, dass sie sich nicht gegenseitig behindern.

Neue Straßenabahnen

Erweitert wird der Fuhrpark im Straßenbahnbereich bald dennoch. Die neue Linie 5 und die erweitere Linie 3 erfordern mehr Fahrzeuge. Aktuell sind 87 Straßenbahnen auf den Schienen. Wie viele hinzukommen, ist noch nicht bekannt. Bei den Bussen stellen die swa schrittweise auf die silbernen Fahrzeuge von Mercedes um.

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