Wichtiger Planungs-Schritt

Straßenbahnlinie 3 nach Königsbrunn startet in neue Phase

Die Kartons mit den Unterlagen auf dem Weg zur Regierung von Schwaben. Foto: Stadtwerke Augsburg
Über 40 Jahre sind vergangen seit dem Antrag aus Königsbrunn, eine Verlängerung der Linie 3 zu prüfen. Nun wurde ein weiterer Meilenstein geschafft.

Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 von der bisherigen Endhaltestelle Haunstetten West im Süden Augsburgs bis in die Innenstadt von Königsbrunn wird schon lange diskutiert. Seit Jahrzehnten wird die Trasse von den beiden Nachbarstädten freigehalten. Mit der Übergabe der Planungs-Unterlagen wurde nun ein wichtiger Schritt geschafft.

Baukosten rund 48 Millionen Euro

Die geplante Strecke ist 4,6 Kilometer lang. Davon liegen 1,9 Kilometer auf Augsburger Flur. Die Kosten werden auf rund 48 Millionen Euro netto geschätzt. Zwei bestehende Haltestellen werden umgebaut, sechs Haltestellen neu angelegt. Der Streckenabschnitt nach Königsbrunn soll von der Tram in der Regel im 15-Minuten-Takt befahren werden, am Wochenende angepasst.

Schnellere Anbindung für Bahn-Pendler

Die Straßenbahn bindet Königsbrunn künftig schneller an die Universität, die Hochschule und den für Bahn-Pendler wichtigen DB-Haltepunkt Haunstetter Straße sowie den Augsburger Hbf an. So wird etwa die Fahrzeit von Königsbrunn Zentrum zur Uni mit der Tram umsteigefrei rund eine Viertelstunde betragen statt bisher mit Bussen 30 Minuten. Bis zum Augsburger Königsplatz wird die Straßenbahn ab Königsbrunn Zentrum etwa eine halbe Stunde unterwegs sein. Die Stadtwerke rechnen auf dem Streckenabschnitt mit bis zu 10.000 Fahrgästen pro Tag.

Wichtiges Etappenziel erreicht

Kürzlich haben die Stadtwerke Augsburg die Unterlagen für das sogenannte Planfeststellungs-Verfahren bei der Regierung von Schwaben eingereicht. Neben der digitalen Version wurden in 18 Umzugskartons die Ausführungen der Unterlagen in 144 Aktenordnern übergeben. Inhalt sind eine Vielzahl von Plänen und Gutachten.

Rund zwei bis drei Jahre Bauzeit

Genehmigt werden müssen diese Pläne nun von der Regierung von Schwaben. Dabei wird das Vorhaben gründlich geprüft, bevor letztlich über die Zulassung entschieden wird. Die Unterlagen werden auch öffentlich ausgelegt. So haben Betroffene die Möglichkeit, Einwendungen zu erheben. Erst wenn dieses Verfahren abgeschlossen und die Genehmigung erteilt wurde, kann mit dem Bau der Trasse begonnen werden. Die Bauzeit hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab. Sie wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern.

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