Generationenwechsel

Stadt Augsburg möchte Nachfolge in regionalen Unternehmen sichern

Wer übernimmt die Familienunternehmen der Region, wenn die Geschäftsführer in Rente gehen? Dieser Frage möchten sich jetzt die Stadt Augsburg gemeinsam mit der IHK Schwaben und der HWK Schwaben annehmen. Diesen Erfolg konnte die Zusammenarbeit dabei jüngst schon verzeichnen.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat zuletzt im November 2017 eine umfassende Studie zur Unternehmensnachfolge in Bayern veröffentlicht. Demnach stehen in Bayern zwischen 2017 und 2021 rund 30.000 wirtschaftlich attraktive Betriebe mit über 505.000 Arbeitsplätzen vor einem Generationswechsel. Das sind ca. 6.000 Unternehmen und 150.000 Beschäftigte mehr als im Fünfjahreszeitraum 2014 bis 2018. Die zunehmende Dynamik des Generationenwechsels erklärt sich mit der wachsenden Zahl an Unternehmern aus der bis 1964 geborenen „Babyboomer“- Generation, die das Ruhestandsalter erreicht.

Zusammenarbeit zwischen IHK, HWK und Stadt soll forciert werden

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Ein Phänomen, welches auch Bayerisch-Schwaben trifft. Auf Schwaben bezogen prognostizierte die Studie für den Zeitraum 2017 bis 2021 rund 4.000 wirtschaftlich attraktive Unternehmen, die vor der Herausforderung der Betriebsübergabe stehen. „Augsburger Familienunternehmen haben eine zentrale Bedeutung für den Wohlstand in unserer Region. Daher ist es wichtig, dass die Fortführung dieser Betriebe und die Übergabe an einen geeigneten Nachfolger optimal gelingt“, erklärte der Augsburger Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle. Die Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg, die HWK für Schwaben und die IHK Schwaben arbeiten bereits seit Längerem verstärkt im Handlungsfeld der Unternehmensnachfolge zusammen. Dieses Engagement soll nun forciert werden. Ziel ist es, die vorhandene Datenbasis quantitativ und qualitativ zu analysieren. Weiterhin sollen Unterstützungsstrukturen in der Region identifiziert und bei Bedarf neue Angebote und Ansprechpartner aufgebaut werden.

Vernetzung soll erfolgreiche Nachfolge sichern

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Eine zentrale Herausforderung einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge sei die Auswahl und Vernetzung und hier vor allem die Ansprache potentieller Nachfolger, erklärt die Stadt Augsburg. Diesen die Möglichkeit einer Unternehmensübernahme anstatt einer Anstellung oder Neugründung aufzuzeigen, sei dabei ein wichtiger Ansatzpunkt. Wie ein gelungenes Matching aussehen kann, wurde im Rahmen der „Gründerstories Live“ auf dem letzten „Augsburg gründet!“-Event vorgestellt. Eine „Gründerstory Live“ Gerd Sasses Traum war es, einmal in seinem Leben die Welt zu umsegeln. Vor knapp zwei Jahren ging er in den Ruhestand, um sich diesen Traum zusammen mit seiner Frau zu erfüllen. Sasse war bis dahin Geschäftsführer der Sasse Weinimport GmbH in Buchloe. Er musste also einen Nachfolger für sein Unternehmen finden. Diesen suchte er, indem er die Sasse Weinimport GmbH in eienr Unternehmensnachfolgebörse zum Verkauf anbot. Die IHK Schwaben bot als Regionalpartner den Zugang zur Börse und beriet ihn zu dem Inserat. So entstand der Kontakt zu den heutigen Geschäftsführern Martin Aman und Felix Merkle. Anfang 2016 übernahmen sie das Ruder – nach einer knapp einjährigen Einarbeitung durch den scheidenden Geschäftsführer.

Übernahme kann für Wachstum sorgen

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„Als Angestellte konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln. Das Unternehmertum lag uns jedoch schon immer im Blut, ebenso wie der Wunsch, sich beruflich weiter zu entwickeln“, sagt Aman, trotz des enormen Aufwands. Finanziert haben sie den Kauf über einen Kredit der staatlichen KfW Bankengruppe. „Gegenüber Gläubigern, Mitarbeitern und der eigenen Familie übernimmt man als Geschäftsführer eine Verantwortung, an die man sich erst einmal gewöhnen muss“, ergänzt Merkle. Zeitgleich mit dem Generationenwechsel investierte das Unternehmen in eine neue IT-Infrastruktur. Und das Konzept gehe für die zwei neuen Geschäftsführer auf: Denn das Unternehmen weist seit seiner Übernahme zweistellige Wachstumsraten auf.

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