Rück- und Ausblick

So lief 2019 für die Stadtsparkasse Augsburg

Die Stadtsparkasse Augsburg befindet sich „in schwierigem Fahrwasser weiter auf Kurs“. Wie das Geschäftsjahr 2019 dazu beiträgt.

Das 2020 hält für Wirtschaft und Gesellschaft viele Herausforderungen bereit. „Auch wenn diese Entwicklung im vergangenen Jahr nicht abzusehen war, sind wir froh, in 2019 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt zu haben, auf dem wir in den vergangenen Wochen aufbauen konnten“, erklärt der Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Augsburg (SSKA) Rolf Settelmeier „Ein gesundes Wachstum im Kundengeschäft, insbesondere bei den privaten Wohnungsbaukrediten, den gewerblichen Finanzierungen und im Immobiliengeschäft, ein erfolgreiches Risikomanagement sowie die weitere Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie tragen dazu bei, dass die Stadtsparkasse Augsburg in schwierigem Fahrwasser weiter auf Kurs bleibt.“

So lief 2019

In der seit Jahren schwierigen Lage konnte in 2019 erfolgreich gegengesteuert werden, so die Stadtsparkasse Augsburg. Die Bilanzsumme stieg auf 6,277 Milliarden Euro. Das sind 276 Millionen Euro mehr – ein Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Zinsüberschuss gab weiter nach. Das wird sich fortsetzen, da eine deutliche Änderung der EZB-Geldpolitik nicht zu erwarten ist. Ausgleichend wirkte in 2019 ein gestiegener Provisionsüberschuss. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich ganz leicht, vor allem bedingt durch einen zunehmenden Personalaufwand aufgrund tariflicher Lohnerhöhungen.

Auch aufgrund einer nachhaltigen Geschäftspolitik kann die Stadtsparkasse einen Betriebserfolg (Betriebsergebnis nach Bewertung) von fast 52 Millionen Euro ausweisen. Der Gewinn nach Steuern liegt bei fast 32 Millionen Euro.

Der Mittelstand

Die Lage der mittelständischen Unternehmen war im Geschäftsjahr 2019, laut SSKA, überwiegend gut. Das Gesamtkreditvolumen wuchs angesichts niedriger Zinsen auf 4.665 Millionen Euro. Die Stadtsparkasse Augsburg konnte im vergangenen Jahr neue Darlehen in Höhe von über 830 Millionen Euro zusagen. Das ist ein neuer Rekordwert. Unternehmen und Selbstständige trugen mit fast einer halben Milliarde Euro zu dieser großen Nachfrage bei.

Mit 63 Millionen Euro Neugeschäft waren auch Förderdarlehen (KfW, LfA und LR-Bank) im vergangenen Jahr wieder gefragt. Auf gewerbliche Finanzierungen entfielen dabei fast 60 Millionen Euro. Trotz bundesweit rückläufiger Gründerneigung finanzierte die Stadtsparkasse zudem 30 Vorhaben mit einem Volumen von 4,2 Millionen Euro. Das brachte Augsburg und der Region 133 neue Arbeitsplätze.

Kundeneinlagen steigen weiter an

Die Kundeneinlagen wuchsen auch 2019 weiter. „Wir erwarten in der näheren Zukunft keine deutlich höheren Zinsen. Auch und gerade in Anbetracht der Auswirkungen der Corona-Situation raten wir zu einer Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageformen, zu einer Streuung in der Anlage. Wertpapiere unterstützen bei der Strukturierung des Vermögens“, erläutert Vorstandsmitglied Cornelia Kollmer.

Der DAX legte 2019 um gut 25 Prozent zu, entsprechend gefragt waren Aktien- und Immobilienfonds, ebenso Aktieneinzelwerte. Kunden investierten im vergangenen Jahr rund 148 Millionen Euro in diese drei Varianten.

Rekord bei Wohnimmobilien

Die Nachfrage bei den privaten Baufinanzierungen hielt unverändert an. Knapp 325 Millionen Euro, ein Plus von 11 Prozent, reichte die SSKA für private wohnwirtschaftliche Neufinanzierungen an ihre Kunden aus. 970 neue Baufinanzierungskunden im Geschäftsgebiet wurden verzeichnet.

Die Makler der Stadtsparkasse Augsburg konnten 2019 zudem 257 Häuser, Wohnungen und Grundstücke im Wert von über 100 Millionen Euro erfolgreich vermitteln – ein Rekord. Die Sparkasse ist damit einer der größten Makler in Bayern.

Stärkere Nachfrage bei digitalen Angeboten

Die digitalen Zugangswege erhielten 2019 weiter Zuspruch: Mit über 121.500 Online-Nutzern werden fast 66 Prozent der Privatgirokonten und nahezu 100 Prozent der Geschäftsgirokonten auch online geführt. Die Sparkassen Banking-App ist auf über 56.000 Smartphones und Tablets von SSKA-Kunden installiert. Von dem Wirtschaftsmagazin„Capital“ als„Beste Banking-App“ ausgezeichnet, lassen sich damit beispielsweise Fotoüberweisungen erledigen oder Beträge von Handy zu Handy mit Hilfe der Geldsendefunktion 'Kwitt' übertragen. Im Dezember 2019 war die Stadtsparkasse Augsburg außerdem beim Start von Apple Pay dabei. Testen können Interessenten diese Funktionen auch in der Impulswerkstatt. 3.000 Besucher besuchten diese im ersten Jahr ihres Bestehens.

Neuer Ausbildungsberuf

Der Arbeitgeber für fast 1.000 Mitarbeiter, darunter 53 Auszubildende, wird 2020 einen neuen Ausbildungsberuf aufnehmen. In 2020 starten neben den „klassischen“ Berufsbildern Bankkauffrau/-mann (24 Auszubildende) am 1. September auch fünf „Servicefachkräfte für Dialogmarketing“ .

Ausblick 2020

Wie geht es weiter für die Stadtsparkasse Augsburg? Personell hat sich die Bank bereits frühzeitig abgesichert. Im Rahmen eines Generationenwechsels zieht Wolfgang Tinzmann am 1. August in den Vorstand ein aus dem Dr. Walter Eschle ausscheidet. Durch die Auswirkungen der Corona-Krise könne zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keine seriöse Ergebnisprognose verkündet werden, so Rolf Settelmeier. „Trotzdem sind wir zuversichtlich: Die Stadtsparkasse Augsburg steht stabil im Markt, die Versorgung mit Bargeld, der Zahlungsverkehr und die internen Bankprozesse laufen sicher.“

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Kundeneinlagen steigen weiter an

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Der DAX legte 2019 um gut 25 Prozent zu, entsprechend gefragt waren Aktien- und Immobilienfonds, ebenso Aktieneinzelwerte. Kunden investierten im vergangenen Jahr rund 148 Millionen Euro in diese drei Varianten.

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