Bilanz

SGL Carbon rechnet weiter mit Millionenverlust für 2019

Der SGL Standort in Meitingen. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Konzernumsatz von SGL Carbon ist gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen - dennoch erwartet der Konzern einen Verlust von rund 100 Millionen Euro. Das liegt vor allem an dem Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials.

Im dritten Quartal 2019 haben sich die beiden Geschäftsbereiche der SGL Carbon sehr unterschiedlich entwickelt. Während Graphite Materials & Systems (GMS) besser als erwartet abschnitt, verschlechterte sich Composites – Fibers & Materials (CFM) deutlich gegenüber den beiden Vorquartalen. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt.

Das sind die Gründe

Der Grund sei die schwächere Entwicklung in den Marktsegmenten Textile Fasern und Industrielle Anwendungen. Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund 6 Prozent auf 832 Millionen Euro. Bereinigt um einen positiven Einmaleffekt im Vorjahr lag das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen nach neun Monaten mit rund 54 Millionen Euro in etwa auf Höhe des Vorjahres.

Konzernergebnis von minus 100 Millionen Euro erwartet

In seiner Adhoc-Mitteilung vom 25. Oktober 2019 hat das Unternehmen seine Prognose für das EBIT vor Sondereinflüssen für CFM auf einen negativen mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag nach unten revidiert. Für den Konzern wird nun ein EBIT vor Sondereinflüssen von 45 bis 50 Millionen Euro erwartet. Für das Geschäftsjahr 2019 wird nun ein Konzernergebnis von etwa minus 100 Millionen Euro erwartet.

Maßnahmepakt

Um das Ergebnis von CFM zu verbessern, hat die SGL Carbon ein Maßnahmenpaket geschnürt. Es sieht unter anderem einen gezielten Abbau von rund 3 Prozent der Stellen im Geschäftsbereich CFM vor. Zudem sollen die Textilproduktionslinien in Produktionslinien für Precursor für die Carbonfaserherstellung schneller umgebaut werden. Weiterhin sollen der Produktmix in den Bereichen Industrielle Anwendungen und Textile Fasern verbessert sowie selektive Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Zudem plane das Unternehmen, den Ausbau des Luftfahrtgeschäfts zu beschleunigen.

SGL: „Strategische Stoßrichtung stimmt“

„Das Wachstum in unseren Kernmärkten zeigt, dass unsere strategische Stoßrichtung stimmt“, sagt Dr. Michael Majerus, Sprecher des Vorstands der SGL Carbon. „Unser Maßnahmenpaket zur Verbesserung des Ergebnisses des Geschäftsbereichs CFM setzen wir konsequent um.“

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Das sind die Gründe

Der Grund sei die schwächere Entwicklung in den Marktsegmenten Textile Fasern und Industrielle Anwendungen. Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund 6 Prozent auf 832 Millionen Euro. Bereinigt um einen positiven Einmaleffekt im Vorjahr lag das Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen nach neun Monaten mit rund 54 Millionen Euro in etwa auf Höhe des Vorjahres.

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In seiner Adhoc-Mitteilung vom 25. Oktober 2019 hat das Unternehmen seine Prognose für das EBIT vor Sondereinflüssen für CFM auf einen negativen mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag nach unten revidiert. Für den Konzern wird nun ein EBIT vor Sondereinflüssen von 45 bis 50 Millionen Euro erwartet. Für das Geschäftsjahr 2019 wird nun ein Konzernergebnis von etwa minus 100 Millionen Euro erwartet.

Maßnahmepakt

Um das Ergebnis von CFM zu verbessern, hat die SGL Carbon ein Maßnahmenpaket geschnürt. Es sieht unter anderem einen gezielten Abbau von rund 3 Prozent der Stellen im Geschäftsbereich CFM vor. Zudem sollen die Textilproduktionslinien in Produktionslinien für Precursor für die Carbonfaserherstellung schneller umgebaut werden. Weiterhin sollen der Produktmix in den Bereichen Industrielle Anwendungen und Textile Fasern verbessert sowie selektive Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Zudem plane das Unternehmen, den Ausbau des Luftfahrtgeschäfts zu beschleunigen.

SGL: „Strategische Stoßrichtung stimmt“

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