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Rechtsstreit geht weiter: Aurum fordert Millionenbetrag von Patrizia
Bürogebäude

Rechtsstreit geht weiter: Aurum fordert Millionenbetrag von Patrizia

Archivbild. Das Aurum ist ein modernes Bürogebäude am Augsburger Hauptbahnhof. Foto: Katharina Seeburger / B4BSCHWABEN.de
Archivbild. Das Aurum ist ein modernes Bürogebäude am Augsburger Hauptbahnhof. Foto: Katharina Seeburger / B4BSCHWABEN.de

Im Streit um das Augsburger Büroprojekt Aurum geht die juristische Auseinandersetzung in die nächste Runde. Die Projektgesellschaft hat Klage gegen Patrizia eingereicht und fordert rund sechs Millionen Euro.

Der Rechtsstreit um das Büroprojekt Aurum am Augsburger Hauptbahnhof ist noch nicht beendet. Die Aurum GE21 GmbH hat nach eigenen Angaben Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Augsburg eingelegt und zusätzlich Klage beim Landgericht München I erhoben. Dabei geht es um die Kündigung des Mietvertrags durch die Patrizia SE sowie um Zahlungsansprüche in Höhe von rund sechs Millionen Euro.

Streit um Mietvertrag schwelt seit Monaten

Hintergrund des Konflikts ist ein seit Längerem schwelender Streit zwischen der Projektgesellschaft und dem Immobilienunternehmen Patrizia. Ursprünglich sollte Patrizia einen erheblichen Teil der Büroflächen im Aurum beziehen, kündigte den Mietvertrag jedoch vor dem geplanten Einzug. Inzwischen ist das Gebäude laut Projektgesellschaft fertiggestellt und weitgehend vermietet.

Aurum legt Berufung gegen Urteil ein

Im Februar 2026 hatte das Landgericht Augsburg in einem sogenannten Urkundenprozess ein Vorbehaltsurteil zugunsten von Patrizia erlassen. Dabei wurden Zahlungsansprüche aus dem gekündigten Mietverhältnis behandelt. Aurum betont nun, dass dieses Verfahren nur einen begrenzten Teil des Gesamtstreits betroffen habe. Die wesentlich höheren Forderungen der Projektgesellschaft gegen Patrizia seien dort nicht Gegenstand gewesen. Gegen die Entscheidung im Urkundenprozess hat die Aurum GE21 GmbH Berufung eingelegt.

Nach Darstellung von Aurum seien die Mietflächen fristgerecht fertiggestellt und zur Übergabe angeboten worden. Die Übergabefähigkeit sei zudem gutachterlich bestätigt worden. Deshalb halte man die Kündigung des Mietvertrags weiterhin für rechtlich unbegründet. Mit der nun eingereichten Klage beim Landgericht München I solle die Wirksamkeit der Kündigung umfassend geprüft werden.

„Unser Ziel ist Transparenz und eine vollständige rechtliche Klärung dieser Angelegenheit“, erklärt Sebastian Wasser, seit April neuer Geschäftsführer der Aurum GE21 GmbH. 

Sebastian Wasser. Foto: Enno Kapitza
Sebastian Wasser. Foto: Enno Kapitza

Patrizia verweist auf Verzögerungen und Mängel

Patrizia weist die Darstellung der Projektgesellschaft zurück. Auf Anfrage erklärt das Unternehmen, die Schwierigkeiten rund um das Projekt seien aus seiner Sicht nicht auf den Streit mit Patrizia zurückzuführen gewesen. Zudem stellt das Unternehmen die von Aurum geltend gemachten Forderungen in Höhe von rund sechs Millionen Euro infrage.

Bereits nach zwei gescheiterten Übergabeterminen im Dezember 2024 und April 2025 sowie wegen erheblicher Verzögerungen und Mängel habe Patrizia den Mietvertrag gekündigt. Zudem habe das Unternehmen eine Vertragsstrafe im sechsstelligen Bereich geltend gemacht, der das Landgericht Augsburg nach Angaben von Patrizia vollständig stattgegeben habe.

Auch der Vermietungsstand wird unterschiedlich bewertet: Während Aurum erklärt, das Gebäude sei inzwischen weitgehend vermietet, weist Patrizia darauf hin, dass die ursprünglich für das Unternehmen vorgesehenen Flächen weiterhin am Markt angeboten würden. Weitere Stellungnahmen zum laufenden Verfahren wollte Patrizia derzeit nicht abgeben.

Gebäude inzwischen fertiggestellt und vermietet

Das Bürogebäude AURUM am Hauptbahnhof umfasst rund 16.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche und wurde von Henning Larsen Architects entworfen. Parallel läuft laut Projektgesellschaft die Neuvermietung jener Flächen, die ursprünglich für Patrizia vorgesehen waren. 

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