Wirtschaftsjunioren Augsburg

Mobilität der Zukunft: So bereitet sich Augsburg vor

Dr. Walter Casazza präsentierte die Antworten der swa auf die neue Mobilität. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
In den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren wird sich die Mobilität drastisch verändern. Die Städte und die Unternehmen stehen daher vor großen Herausforderungen. Wie die Stadt Augsburg diese künftig meistern möchte.

Zahlreiche Teilnehmer folgten der Einladung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und der Wirtschaftsjunioren Augsburg in den Räumen der IHK Schwaben. Ziel der Veranstaltung war es, die Zukunft der Mobilität zu beleuchten. Diskutiert wurde, wie sich die Stadt Augsburg auf die anstehenden Veränderungen vorbereitet. Baureferent Gerd Merkle, Umweltreferent Reiner Erben und der Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg Dr. Walter Casazza präsentierten ihre Lösungsansätze für die Fuggerstadt.

„Es gibt keinen Königsweg“

„Es gibt keinen Königsweg, aber Alternativ- und Übergangslösungen“, betont Josef Brandner, Vorsitzender des Ausschuss für Verkehr und Logistik der IHK Schwaben. „Die neue Mobilität steht auch im Fokus der IHK Schwaben“ so Brandner. Denn zum einen wandelt sich gerade die Mobilität und zum anderen gibt es immer mehr Menschen und Fahrzeuge in Augsburg. Diese Transformationsphase könnte auch negative Auswirkungen auf die Stadt als Produktions-Standort haben. Rund 50.000 Menschen arbeiten derzeit in der Automobilindustrie. „Trotz aller Herausforderungen werden uns auch einige Chancen geboten, die wir nutzen müssen“, erklärt Brandner.

Verkehr muss reduziert werden

„Die Zukunft des Verkehrs besteht nicht darin, Benziner durch E-Autos zu ersetzen. Es muss ein Umdenkprozess stattfinden, wie wir die Mobilität neu strukturieren“, erklärt Gerd Merkle, Baureferent der Stadt Augsburg. Das neue Stadtgebiet Haunstetten Südwest dient dabei als Vorreiter. Dort sollen Konzepte wie autofreie Mobilität in der Nachbarschaft und autonome Busse umgesetzt werden. Zudem fordert er mehr Carsharing-Autos und weniger Individualfahrzeuge. Die Augsburger sollen bedarfsgerecht entscheiden und wenn möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad fahren. „Der Verkehr muss in der Gesamtheit reduziert werden. Deswegen werden auch der ÖPNV und die Fahrradwege so gut wie möglich ausgebaut“, sagt Merkle.

Augsburg gestaltet die Mobilität der Zukunft

Fahrverbote sind keine Lösung

Dem schließt sich auch Umweltreferent Reiner Erben an: „Der Individualverkehr muss verlagert und so weit es geht vermieden werden.“ Er spricht sich auch klar gegen Fahrerverbote aus. „Fahrverbote sind keine Zukunftsperspektive. Wir brauchen andere Lösungen“, betont er. Dafür hat die Stadt ein Elektromobilitäts-Konzept entwerfen. „Um fit für die Zukunft zu sein, müssen Städte ein effizientes und umweltfreundliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen“, fasst Erben die Idee zusammen.

Ausbau des Streckennetzes

Daher planen die Stadtwerke Augsburg, ihr Streckennetz weiter auszubauen. Die Tramlinie 3 soll künftig bis nach Königsbrunn fahren. Die neue Linie 5 erstreckt sich in Zukunft vom Hauptbahnhof nach Westen bis zum Klinikum Augsburg. Durch den Umbau des Hauptbahnhofes werden die Tramlinien auch an den überregionalen Verkehr angeknüpft. Darüber hinaus werden die swa auch mit ihrem Carsharing-Angebot expandieren. Diese dient als Ergänzung zum ÖPNV. In Planung ist auch in die Landkreise zu gehen. Insgesamt wollen die swa auch mehr E-Fahrzeuge anschaffen. „Wir sind stolz die umweltfreundlichste Busflotte in Deutschland zu sein“, freut sich Casazza.

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„Es gibt keinen Königsweg, aber Alternativ- und Übergangslösungen“, betont Josef Brandner, Vorsitzender des Ausschuss für Verkehr und Logistik der IHK Schwaben. „Die neue Mobilität steht auch im Fokus der IHK Schwaben“ so Brandner. Denn zum einen wandelt sich gerade die Mobilität und zum anderen gibt es immer mehr Menschen und Fahrzeuge in Augsburg. Diese Transformationsphase könnte auch negative Auswirkungen auf die Stadt als Produktions-Standort haben. Rund 50.000 Menschen arbeiten derzeit in der Automobilindustrie. „Trotz aller Herausforderungen werden uns auch einige Chancen geboten, die wir nutzen müssen“, erklärt Brandner.

Verkehr muss reduziert werden

„Die Zukunft des Verkehrs besteht nicht darin, Benziner durch E-Autos zu ersetzen. Es muss ein Umdenkprozess stattfinden, wie wir die Mobilität neu strukturieren“, erklärt Gerd Merkle, Baureferent der Stadt Augsburg. Das neue Stadtgebiet Haunstetten Südwest dient dabei als Vorreiter. Dort sollen Konzepte wie autofreie Mobilität in der Nachbarschaft und autonome Busse umgesetzt werden. Zudem fordert er mehr Carsharing-Autos und weniger Individualfahrzeuge. Die Augsburger sollen bedarfsgerecht entscheiden und wenn möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad fahren. „Der Verkehr muss in der Gesamtheit reduziert werden. Deswegen werden auch der ÖPNV und die Fahrradwege so gut wie möglich ausgebaut“, sagt Merkle.

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Dem schließt sich auch Umweltreferent Reiner Erben an: „Der Individualverkehr muss verlagert und so weit es geht vermieden werden.“ Er spricht sich auch klar gegen Fahrerverbote aus. „Fahrverbote sind keine Zukunftsperspektive. Wir brauchen andere Lösungen“, betont er. Dafür hat die Stadt ein Elektromobilitäts-Konzept entwerfen. „Um fit für die Zukunft zu sein, müssen Städte ein effizientes und umweltfreundliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen“, fasst Erben die Idee zusammen.

Ausbau des Streckennetzes

Daher planen die Stadtwerke Augsburg, ihr Streckennetz weiter auszubauen. Die Tramlinie 3 soll künftig bis nach Königsbrunn fahren. Die neue Linie 5 erstreckt sich in Zukunft vom Hauptbahnhof nach Westen bis zum Klinikum Augsburg. Durch den Umbau des Hauptbahnhofes werden die Tramlinien auch an den überregionalen Verkehr angeknüpft. Darüber hinaus werden die swa auch mit ihrem Carsharing-Angebot expandieren. Diese dient als Ergänzung zum ÖPNV. In Planung ist auch in die Landkreise zu gehen. Insgesamt wollen die swa auch mehr E-Fahrzeuge anschaffen. „Wir sind stolz die umweltfreundlichste Busflotte in Deutschland zu sein“, freut sich Casazza.

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