Neues Stadtquartier

Haunstetten Südwest: In zehn Jahren rücken die Bagger an

Dort entsteht das neue Stadtquartier Haunstetten Südwest. Foto: Ulrich Wagner
Mit dem ersten Expertenworkshop ist der Startschuss für das Projekt Haunstetten Südwest gefallen. Gleichzeitig soll für den gesamten Stadtteil ein neues Konzept erarbeitet werden.

Die Wohnungsnot in Augsburg wird immer brisanter. Der steigende Bedarf an Bauflächen im Innenbereich der Stadt Augsburg kann nicht mehr gedeckt werden. Daher plant die Stadt im Südwesten von Haunstetten ein neues Stadtquartier. Dort sollen in Zukunft rund 10.000 Menschen Platz finden und 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Die 180 Hektar große Planfläche wird zu je einem Drittel aus Wohn-, Gewerbe sowie Grün- und Freiflächen bestehen.

Projekt wird in drei Bauabschnitte unterteilt

Ein wesentlicher Punkt sei dabei kostengünstiges Wohnen für junge Augsburger. Die Stadt rechnet damit, dass Ende der 2020er Jahre mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden kann. Gestartet wird im nördlichen Teil. Danach folgt der mittlere und dann der südliche Abschnitt. Für jeden gibt es einen eigenen Bebauungsplan, da es „viele Glaskugeln in diesem Bereich gibt“, erklärt Baureferent Gerd Merkle.

Haunstetten Südwest wird mit Haunstetten verzahnt

„Es ist uns wichtig, dass das Haunstetten von heute mit dem Haunstetten von morgen zusammenwächst und künftig beide voneinander profitieren“, erläutert Merkle. Aus diesem Grund wird parallel zur städtebaulichen Entwicklung  des neuen Plangebietes ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den bereits bestehenden Stadtteil Haunstetten erarbeitet. Gemeinsam mit den Bürgern wird beschlossen, wie sich das „alte“ Haunstetten entwickeln soll.

Neues Stadtquartier ist „große Chance“ für Haunstetten

Mit Unterstützung von Fördermitteln können so in Zukunft konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. „Wir müssen uns überlegen, wie das alte und das neue Haunstetten zusammen funktioniert“, erklärt Tobias Häberle, Leiter des Teams 6 „Besondere Städtebauliche Planung und Sanierungsaufgaben“ im Stadtplanungsamt für den ISEK Prozess. „Haunstetten Südwest ist eine große Chance für den Stadtteil“, so Häberle. Eine der Schwerpunkte des ISEK wird die Nahversorgung sein. Diese wurde in den 90er Jahren durch städtebauliche Fehlentscheidungen in das Gewerbegebiet verlegt, berichtet Merkle. Gerade im Hinblick auf unsere immer älter werdende Gesellschaft soll sich das in Zukunft ändern. Auch das ehemalige Hotel Gregor sei ein weiteres Problem, das auf der Agenda steht.

Interessierte Augsburger können aktiv mitwirken

In beiden Prozessen soll es „eine breite Beteiligung interessierter Bürger“ geben. Erster Termin ist ein Infoabend am Mittwoch, den 16. Mai, um 19 Uhr  in der TSV Turnhalle Haunstetten. Dort werden auch die Ergebnisse aus dem Expertenworkshop vorgestellt. Ziel ist es, interessierte Bürger für eine aktive Gestaltung und Mitwirkung an der Zukunft zu gewinnen. Danach findet der erste Planungsworkshop statt. Geplant ist, den Prozess aus Expertenworkshop, Bürgerinformation und Planungswerkstatt in der zweiten Jahreshälfte in einer weiteren Runde fortzuführen und zu vertiefen.

Rahmenplan wird Anfang 2020 erarbeitet

Bis Jahresende 2018 sollen im Rahmen Planung die Grundlagen für einen städtebaulichen Ideenwettbewerb geschaffen werden. Bis Ende 2019 sollen dann die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs feststehen. Im Frühjahr 2020 werden diese dann zusammen mit den Maßnahmen für Haunstetten präsentiert, um einen Rahmenplan zu erarbeiten. „Die Entwicklung ist für die ganze Stadt Augsburg relevant und entscheidend“, betont Christian Käßmaier, Leiter des Teams 7 „Entwicklungs- und Sondermaßnahmen“ im Stadtplanungsamt für den Prozess Plangebiet „Haunstetten Südwest“.

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Ein wesentlicher Punkt sei dabei kostengünstiges Wohnen für junge Augsburger. Die Stadt rechnet damit, dass Ende der 2020er Jahre mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden kann. Gestartet wird im nördlichen Teil. Danach folgt der mittlere und dann der südliche Abschnitt. Für jeden gibt es einen eigenen Bebauungsplan, da es „viele Glaskugeln in diesem Bereich gibt“, erklärt Baureferent Gerd Merkle.

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„Es ist uns wichtig, dass das Haunstetten von heute mit dem Haunstetten von morgen zusammenwächst und künftig beide voneinander profitieren“, erläutert Merkle. Aus diesem Grund wird parallel zur städtebaulichen Entwicklung  des neuen Plangebietes ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den bereits bestehenden Stadtteil Haunstetten erarbeitet. Gemeinsam mit den Bürgern wird beschlossen, wie sich das „alte“ Haunstetten entwickeln soll.

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