Berufliche Bildung

Leidet der Augsburger Ausbildungsmarkt unter Corona?

Eine aktuelle IHK-Umfrage bei Schulen und Unternehmen legt die Auswirkungen der Corona-Krise am Ausbildungsmarkt offen. Wie ist die Lage bei Schülern und Ausbildungsbetrieben?

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Die Corona-Krise wird den Fachkräftemangel in Bayerisch-Schwaben weiter verschärfen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der IHK Schwaben. Denn auch zum Ende des zweiten Corona-Schuljahres zeichnet sich ab, dass viele Schulabgänger erst verspätet in das Berufsleben starten oder sich gegen eine duale Ausbildung entscheiden. „Die Verunsicherung der jungen Menschen ist groß“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen. „Der Ausbildungsmarkt kommt dadurch verspätet in Schwung. Schulabsolventen und Ausbildungsbetriebe finden in vielen Fällen erst jetzt zusammen.“ Die Folgen für die regionale Wirtschaft sind tiefgreifend. „Unbesetzte Ausbildungsplätze schaden in dieser Zeit besonders, da sich die bayerisch-schwäbische Wirtschaft gerade jetzt aus dem wirtschaftlichen Tal der Corona-Krise befreit“, so Lucassen.

Die Auswirkungen der Krise sind verheerend

Zwei von drei Unternehmen klagen über zu wenige Bewerber für ihre offenen Ausbildungsplätze. Dieser Trend zeichnete sich bereits in den letzten Jahren ab, habe sich nun aber weiter verschärft. „Seit Jahren übersteigt das Angebot an Ausbildungsplätzen die Zahl der Bewerber in Bayerisch-Schwaben. Die Corona-Krise hat sich leider auch hier als Brandbeschleuniger erwiesen, mit verheerenden Folgen für den Ausbildungsmarkt“, urteilt Lucassen. Denn: Jedes zweite Unternehmen der Region sieht im Fachkräftemangel ein Risiko für die eigene Zukunft. Fehlt der Nachwuchs, steigt die Gefahr des Fachkräftemangels weiter an.

Ausbildung zählt zu Leidtragenden der Corona-Krise

Fragt man die Schulen nach den Zukunftsplänen ihrer Schüler für den kommenden Herbst, dann stehe die duale Ausbildung eher selten auf der Liste. Jeder zweite Schulvertreter glaubt, dass die Corona-Krise maßgeblichen Einfluss darauf hatte. „Viele Schülerinnen und Schüler wurden durch die zum Teil katastrophalen Meldungen aus der Wirtschaft tief verunsichert“, sagt Lucassen. Hoch im Kurs bei den Schulabsolventen stehen dagegen die weiterführenden Schulen wie die Fachoberschulen, für die sich viele Realschüler entschieden haben. „Für die Jugendlichen erscheint das der sichere Weg zu sein“, so Lucassen.

Sand im Getriebe der Berufsorientierung

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Laut der Umfrage fehlte den Unternehmen zuletzt der Zugang zu potenziellen Bewerbern. Fast zwei Drittel aller befragten Unternehmen gaben an, die jungen Menschen in der Corona-Krise nicht erreicht zu haben. Wichtige Kontaktmöglichkeiten sind weggefallen, zum Beispiel bei Ausbildungsmessen oder über Praktika. Hinzu kommt: Auch auf Seiten der Schulen ist Sand ins Getriebe der Berufsorientierung gekommen. So stellten die befragten Schulen fest, dass das persönliche Beratungsgespräch in Zeiten des Distanzunterrichts an seine Grenzen gestoßen ist.

Digitalisieren und Boden gutmachen

„Umso wichtiger ist es nun, die kommenden Wochen zu nutzen und noch einmal Bewegung in den Ausbildungsmarkt zu bringen“, sagt Lucassen. Die IHK Schwaben setzt dabei laut eigener Aussage auf ein umfassendes Informationsangebot für junge Menschen. Anfang Juli erscheint beispielsweise das „Lehre macht Karriere“-Magazin. Flankierend gibt es Ende Juli an insgesamt sechs Standorten Azubi-Speeddatings, bei denen interessierte Jugendliche direkt mit Unternehmen in Kontakt treten können. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um die Talente und Traumjobs der Region zusammenzubringen“, sagt Lucassen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Zahl der geschlossenen Ausbildungsverhältnisse wie im vergangenen Jahr noch deutlich steigern können.“

Diese Frage versuchte die IHK Schwaben gemeinsam mit den Vertretern der Agentur für Arbeit in Augsburg, Kempten-Memmingen und Donauwörth jetzt zu beantworten. Welche Rolle die Digitalisierung in Zukunft spielen wird – und weshalb Schwaben zu den Top 3 in Deutschland gehört.

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Die Auswirkungen der Krise sind verheerend

Zwei von drei Unternehmen klagen über zu wenige Bewerber für ihre offenen Ausbildungsplätze. Dieser Trend zeichnete sich bereits in den letzten Jahren ab, habe sich nun aber weiter verschärft. „Seit Jahren übersteigt das Angebot an Ausbildungsplätzen die Zahl der Bewerber in Bayerisch-Schwaben. Die Corona-Krise hat sich leider auch hier als Brandbeschleuniger erwiesen, mit verheerenden Folgen für den Ausbildungsmarkt“, urteilt Lucassen. Denn: Jedes zweite Unternehmen der Region sieht im Fachkräftemangel ein Risiko für die eigene Zukunft. Fehlt der Nachwuchs, steigt die Gefahr des Fachkräftemangels weiter an.

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Fragt man die Schulen nach den Zukunftsplänen ihrer Schüler für den kommenden Herbst, dann stehe die duale Ausbildung eher selten auf der Liste. Jeder zweite Schulvertreter glaubt, dass die Corona-Krise maßgeblichen Einfluss darauf hatte. „Viele Schülerinnen und Schüler wurden durch die zum Teil katastrophalen Meldungen aus der Wirtschaft tief verunsichert“, sagt Lucassen. Hoch im Kurs bei den Schulabsolventen stehen dagegen die weiterführenden Schulen wie die Fachoberschulen, für die sich viele Realschüler entschieden haben. „Für die Jugendlichen erscheint das der sichere Weg zu sein“, so Lucassen.

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„Umso wichtiger ist es nun, die kommenden Wochen zu nutzen und noch einmal Bewegung in den Ausbildungsmarkt zu bringen“, sagt Lucassen. Die IHK Schwaben setzt dabei laut eigener Aussage auf ein umfassendes Informationsangebot für junge Menschen. Anfang Juli erscheint beispielsweise das „Lehre macht Karriere“-Magazin. Flankierend gibt es Ende Juli an insgesamt sechs Standorten Azubi-Speeddatings, bei denen interessierte Jugendliche direkt mit Unternehmen in Kontakt treten können. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um die Talente und Traumjobs der Region zusammenzubringen“, sagt Lucassen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Zahl der geschlossenen Ausbildungsverhältnisse wie im vergangenen Jahr noch deutlich steigern können.“

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