B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

B4B Schwaben
 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Landrat Sailer fordert Gesamtkonzept für Hochwasserschutz
Katastrophenschutz

Landrat Sailer fordert Gesamtkonzept für Hochwasserschutz

Landrat Martin Sailer hat kürzlich Vertreterinnen und Vertreter der an der Schmutter anliegenden Gemeinden eingeladen, um über V
Landrat Martin Sailer hat kürzlich Vertreterinnen und Vertreter der an der Schmutter anliegenden Gemeinden eingeladen, um über Vorteilsberechnung und mögliche Kostenaufteilung bei kommunalen Hochwasserschutzmaßnahmen zu sprechen. Foto: Julia Pietsch

Landrat Martin Sailer fordert ein übergreifendes Gesamtkonzept vom Freistaat Bayern und plant gemeinsam mit den Anliegerkommunen konkrete Schritte zur Verbesserung der Schutzmaßnahmen einzuleiten.

Vertretende der an der Schmutter gelegenen Kommunen haben sich im Landratsamt Augsburg getroffen, um über Hochwasserschutz, Kostenverteilung und rechtliche Rahmenbedingungen zu beraten. Ziel des Treffens war es, ein abgestimmtes Vorgehen für den Schutz vor Hochwassergefahren zu entwickeln. Landrat Martin Sailer betonte die Notwendigkeit eines überörtlichen Konzepts und forderte zugleich staatliche Unterstützung. 

Herausforderungen bei Finanzierung und Zuständigkeit 

Die aktuelle Rechtslage erlaubt es in Bayern, Beiträge oder Vorschüsse für Hochwasserschutzmaßnahmen von unmittelbar Begünstigten zu erheben. In der Praxis übernehmen die Gemeinden jedoch häufig freiwillig die Kosten sowohl für kommunale als auch für staatliche Projekte. 

Erschwert wird die Situation dadurch, dass der Freistaat in einigen Fällen aufgrund eines vermeintlich geringen Schadenspotenzials keine Finanzierung vorsieht. Dadurch blieben konkrete Schutzmaßnahmen bislang ungeplant. 

Planung eines Gesamtkonzepts 

Um die Notwendigkeit eines integralen Hochwasserschutzkonzepts zu prüfen, soll ein externes Fachbüro beauftragt werden. Dieses soll klären, ob ein umfassendes Konzept für die Schmutterregion sinnvoll und förderfähig ist. „Nur wenn wir gemeinsam ein schlüssiges Konzept vorlegen, das zeigt, welche Maßnahmen notwendig sind, können wir den Freistaat zum Handeln bewegen“, fordert Landrat Sailer.

Appell an die Staatsregierung 

Sailer hatte bereits in einem Schreiben an Ministerpräsident Dr. Markus Söder gefordert, dass der Freistaat Bayern die Verantwortung für ein übergreifendes Hochwasserschutzkonzept übernimmt und dessen Finanzierung sicherstellt. 

„Unsere Gemeinden stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Sailer weiter. „Der Freistaat muss investieren. Wir brauchen Gesamtkonzepte, damit wir die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger bei zukünftigen Hochwasserereignissen langfristig gewährleisten können!“

Nächste Schritte der Kommunen 

Die beteiligten Kommunen wollen nun geschlossen die weiteren Maßnahmen vorbereiten. Das Vorgehen soll fachlich fundiert, regional abgestimmt und mit klarer Erwartungshaltung gegenüber dem Freistaat erfolgen. „Unser Ziel ist ein nachhaltiger, wirkungsvoller Hochwasserschutz für die gesamte Region“, so Sailer abschließend. 

Artikel zum gleichen Thema