„Bald rollen die Bagger an“

KUKA baut Augsburger Standort für 100 Millionen Euro aus

Auf der Pressekonferenz zum neuen Standortkonzept der KUKA. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Zwischen Zugspitzstraße und Blücherstraße wird es auch in den kommenden Jahren nicht ruhig: Der Augsburger Roboterbauer plant seinen Stammsitz zu modernisieren und zu erweitern. Gleich vier neue Gebäude sollen bis 2025 errichtet werden.

„Innovation braucht Menschen“, erklärte KUKA CEO Till Reuter auf der Pressekonferenz am Montagvormittag. Diese Innovationen sollen dabei auch künftig aus Augsburg stammen, die „Urquelle unserer Innovationskraft“. Daher hat sich KUKA entschieden, seinen Standort weiter auszubauen. „Bald rollen die Bagger an“, verkündete auch Kommunikationsleiterin Katrin Stuber-Koeppe. Über 100 Millionen Euro nimmt der Roboterbauer in die Hand, um auf seinem Werksgelände einen Campus zu schaffen. Dabei betonte Till Reuter auch noch einmal deutlich: „Wir sind hier in Augsburg beheimatet.“

Vier neue Gebäude für KUKA

Den Anfang machte KUKA vor einem Jahr mit der Eröffnung des Entwicklungs- und Technologiezentrum (ETZ) an der Zugspitzstraße. Im nächsten Schritt sollen nun ein neues Parkhaus mit 1.000 Stellplätzen und eine neue Produktionshalle auf zwei Ebenen entstehen. Till Reuter rechnet damit, beides bereits Mitte 2019 fertigstellen zu können. Weiter sind ein neues Ausbildungszentrum direkt neben dem ETZ und ein Büroturm mit 17 Stockwerken geplant. Beides soll bis 2025 Schritt für Schritt realisiert werden und insgesamt Platz für 1.600 Arbeitsplätze bieten, allein 1.200 davon im neuen Büroturm.

Mehr Mitarbeiter am Standort Augsburg?

Insgesamt sind am Standort Augsburg derzeit 3.500 Mitarbeiter und 500 Leiharbeiter beschäftigt. 800 davon arbeiten zurzeit noch in Containern. Die Investitionen sollen diesen Zustand schnellstmöglich verbessern und Platzmängel kompensieren, auch wenn der CEO von „schönen“ Containern spricht. Was die Investitionen für die Mitarbeiterzahlen in 2025 bedeuten, darüber könne jedoch nur spekuliert werden. Reuter sprach zwar von einem kontinuierlichen Wachstum, konkrete Zahlen gab er nicht an.

OB Gribl: „Ein Gesamtkonzept für die Zukunft“

Mit den Baumaßnahmen am Standort trifft KUKA auch den Wunsch der Stadt Augsburg von einer langfristigen Zusammenarbeit in der Fuggerstadt. Trotz eines eigenen Entwicklungs- und Technologiezentrums engagiert sich das Unternehmen beispielsweise in Kooperationsprojekten im Technologiezentrum Augsburg. „Dies ist eine Entwicklung, die mit der Ausrichtung der Stadt Augsburg Hand in Hand geht“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Die Investition sei richtig. Es sei „nicht nur ein Bauvorhaben, sondern ein Gesamtkonzept für die Zukunft“.

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