„Mensch-Roboter-Kollaboration“

Technik-Riesen KUKA und Fujitsu erzielen Durchbruch in Augsburg

Dr. Till Reuter und Vera Schneevoigt. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Mit einem Gemeinschafts-Projekt nahmen sich KUKA und Fujitsu der „Mensch-Roboter-Kollaboration“ zusammen im Technologiezentrum Augsburg (TZA) an. Auf neutralem Boden entwickelten sie eine sichere Lösung für das Arbeiten mit Robotern.

„Mit KUKA und Fujitsu arbeiten zwei globale Firmen an einem wichtigen und zukunftsträchtigen Thema zusammen“, erklärte Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender von KUKA, bei der Präsentation des Projekts. Die „Mensch-Roboter-Kollaboration“ sei ein innovatives Zukunfts-Feld. Das konnte auch Vera Schneevoigt, Senior Vice President bei Fujitsu, bestätigen. KUKA und Fujitsu haben dabei bereits viele langjährige Berührungspunkte und kennen sich gut. Im Sommer 2016 starteten die beiden Unternehmen in Augsburg ihre erste Gemeinschafts-Arbeit im TZA.

„Menschen und Roboter sollen künftig ein Team bilden“

Je fünf Mitarbeiter von Fujitsu und KUKA beteiligten sich an der Kooperation. Der neuste Prototyp der Partner bestand nun die Laborphase und ist damit einen Schritt näher an der Serienreife. Schon im Herbst möchte Fujitsu mit der Anlage im Augsburger Werk arbeiten. Diese hilft beim Test der Fujitsu Mainboards. Der LBR iwa – so der Name des Robotermodells – unterstützt dabei den Arbeiter im Werk. Er dient damit als Produktionsassistent. Der Mensch solle nicht ersetzt sondern unterstützt werden, heißt es vonseiten Fujitsus. „Menschen und Roboter sollen künftig ein Team bilden“, ergänzte auch Dr. Bernd Liepert, Chief Innovation Officer von KUKA.

Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Roboter soll schwere Arbeiten abnehmen

Die wichtigste Frage der sich die Unternehmen beim Projekt stellen mussten, war das Thema Sicherheit. Der Roboter sollte schnell und präzise aber für den Menschen ungefährlich arbeiten. Zudem bestehen verschiedene Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Klares Ziel war eine Kollaboration der beiden. Während der Mensch die Produktion steuert und überwacht, übernimmt der Roboter körperlich anstrengende oder monotone Akkord-Arbeiten. Beide bringen ihre spezifischen Fähigkeiten ein, was es ermöglicht, auch bisher manuell ausgeführte Tätigkeiten wirtschaftlich zu automatisieren.

Noch sind die Arbeiten im Technologiezentrum Augsburg nicht vollständig abgeschlossen. Geplant sind weitere Entwicklungen von neuen Produktions-Konzepten. Auch eine Einbindung von Internet der Dinge-Konzepten und Cloud-Diensten stehen im Fokus. Angedacht sind darüber hinaus neue Funktionen und nutzerbasierte Abrechnungsmodelle.

TZA-Halle findet Mieter

KUKA und Fujitsu sind nicht die einzigen Unternehmen, die die Vorteile des TZA für sich entdeckt haben. Seit gut einem Jahr wird für die große Halle ein Mieter gesucht. Nun wurden Stadt und TZA fündig. In rund zwei Wochen soll bekannt gegeben werden, wer rund die Hälfte der Hallen-Fläche nutzen wird und für was. Es soll sich dabei um ein international tätiges Unternehmen handeln mit einer Niederlassung in Augsburg. Die Konzernleitung hätte sich nicht zuletzt wegen den bereits bestehenden Möglichkeiten vor Ort und der Nähe zu weiteren Partnern für das TZA entschieden.

Video "Der KUKA und Fujitsu Prototyp testet Mainboards"

KUKA und Fujitsu stellten Anfang Mai einen gemeinsamen Prototypen zum Thema „Mensch-Roboter-Kollaboration“ im Technologiezentrum Augsburg (TZA) vor. 

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