Technikerschule Augsburg

kontakTA im Jubiläumsjahr: Interview mit Schulleiter Schalk

Schuldirektor der Technikerschule Augsburg, Werner Schalk. Foto: Christina Bleier
Am 11. März findet bereits zum zehnten Mal die kontakTA an der Technikerschule Augsburg (TA) statt. Schulleiter Werner Schalk verrät im Interview, in welchen Branchen der Fachkräftemangel steigt und wie sich die TA dem wachsenden Innovations-Druck auf die Wirtschaft stellt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Welchen Stellenwert hat die Jobmesse für die Region und für die Technikerschule Augsburg (TA)?

Werner Schalk: Für die Technikerschule Augsburg ist die kontakTA in zweierlei Hinsicht sehr wichtig. Zum einen bieten wir unseren Schülern den direkten Kontakt zu sehr vielen potentiellen Arbeitgebern. Denn für viele Unternehmen ist die kontakTA inzwischen eine feste Adresse. Zum anderen ist die kontakTA für die Technikerschule Augsburg eine gigantische Veranstaltung, die nur funktioniert, weil alle ganzheitlich mitwirken und anpacken. Beides gibt es in dieser Form an anderen Technikerschulen nicht.

Jedes Jahr nehmen circa 50 Unternehmen an der kontakTA teil. Gibt es eine Branche, die besonders präsent ist? 

Das ist eindeutig die Maschinenbaubranche. Auch Unternehmen, die mit ihr im Zusammenhang stehen, wie beispielsweise die Automotive-Zulieferer, sind stark vertreten. Der Wirtschaftsstandort ist nach wie vor eine Domäne für diese Branche. Wir stellen jedoch fest, dass die Nachfrage der Unternehmen nach staatlich geprüften Mechatronikern und auch Informatikern zugelegt hat. Hier ist Bewegung im Spiel. Wenn ich einen Wunsch äußern darf, dann dass künftig mehr IT-Firmen auf der kontakTA vertreten sind.

Die kontakTA findet heuer bereits zum zehnten Mal statt. Bleibt „Alles beim Alten“ oder gibt es Veränderungen am Konzept?

Die Nachfrage der Unternehmen hat zugenommen und das Konzept hat sich bewährt. Wir werden also nichts verändern. Natürlich prüfen wir nach jeder kontakTA kritisch, was gut oder weniger gut war und bessern gegebenenfalls nach. Im Hinblick auf Messeorganisation haben wir in den vergangenen zehn Jahren viel gelernt. Wer jemals zu Besuch war, weiß, wie sich die kontakTA „anfühlt“! Für einen Tag verwandelt sich die Schule in eine „Messehalle auf zwei Stockwerken“, es herrscht dichtes Gedränge und man spürt einen besonders betriebsamen Geist. Unsere Studierenden, die Unternehmen und alle Besucher sind zufrieden und wir sind es ebenfalls.

Die technischen Berufe sind einem steten Wandel ausgesetzt. Wie stellt sich die Technikerschule Augsburg bei der Ausbildung darauf ein?

Wir sind eine lernende Schule. Daher stellen wir uns täglich dem Technologie-Wandel. Wir schauen in die Zukunft und gehen mit der Zeit. Das ist es ja, was unsere Aufgabe als Lehrer so interessant gestaltet: Den jungen, ambitionierten Facharbeitern technisches und methodisches Know-how zu vermitteln, das in die Zukunft reicht. Gerade im Bereich der Automatisierungs-Technik und Robotik sind wir als Schule einen Schritt voraus. Auch das Thema der umfassenden Digitalisierung  bearbeiten wir bereits. Ich bin der Meinung, dass wir die wesentlichen Themen im Blick haben und auch künftig eine fundierte Aufstiegs-Fortbildung am Wirtschaftsstandort anbieten.

Der Innovationsdruck auf die Unternehmen wächst. Bekommen Sie dies auch zu spüren?

Der Innovationsdruck in vielen Branchen ist schon seit Jahren sehr hoch. Das Thema Arbeit 4.0 hat uns an der Technikerschule Augsburg keineswegs überrascht. Es ist für uns kein schwieriges, sondern ein motivierendes Moment. In der Technologie fühlen wir uns zu Hause.

In einem früheren Interview sagten Sie, dass Sie die Verpackungsindustrie an die Technikerschule Augsburg holen möchten. Gibt es hier bereits Neuigkeiten?

Ja, das stimmt. Die Verpackungsmittelhersteller liegen mir persönlich am Herzen! Hier handelt es sich um eine aufregende und kreative Branche. Wir werden uns im Sommer weiter mit dem Konzept beschäftigen. Gleichwohl ist das nur ein neues Feld von mehreren. So haben wir beispielsweise einige neue Themen im Bereich Umwelttechnik installiert.

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Werner Schalk: Für die Technikerschule Augsburg ist die kontakTA in zweierlei Hinsicht sehr wichtig. Zum einen bieten wir unseren Schülern den direkten Kontakt zu sehr vielen potentiellen Arbeitgebern. Denn für viele Unternehmen ist die kontakTA inzwischen eine feste Adresse. Zum anderen ist die kontakTA für die Technikerschule Augsburg eine gigantische Veranstaltung, die nur funktioniert, weil alle ganzheitlich mitwirken und anpacken. Beides gibt es in dieser Form an anderen Technikerschulen nicht.

Jedes Jahr nehmen circa 50 Unternehmen an der kontakTA teil. Gibt es eine Branche, die besonders präsent ist? 

Das ist eindeutig die Maschinenbaubranche. Auch Unternehmen, die mit ihr im Zusammenhang stehen, wie beispielsweise die Automotive-Zulieferer, sind stark vertreten. Der Wirtschaftsstandort ist nach wie vor eine Domäne für diese Branche. Wir stellen jedoch fest, dass die Nachfrage der Unternehmen nach staatlich geprüften Mechatronikern und auch Informatikern zugelegt hat. Hier ist Bewegung im Spiel. Wenn ich einen Wunsch äußern darf, dann dass künftig mehr IT-Firmen auf der kontakTA vertreten sind.

Die kontakTA findet heuer bereits zum zehnten Mal statt. Bleibt „Alles beim Alten“ oder gibt es Veränderungen am Konzept?

Die Nachfrage der Unternehmen hat zugenommen und das Konzept hat sich bewährt. Wir werden also nichts verändern. Natürlich prüfen wir nach jeder kontakTA kritisch, was gut oder weniger gut war und bessern gegebenenfalls nach. Im Hinblick auf Messeorganisation haben wir in den vergangenen zehn Jahren viel gelernt. Wer jemals zu Besuch war, weiß, wie sich die kontakTA „anfühlt“! Für einen Tag verwandelt sich die Schule in eine „Messehalle auf zwei Stockwerken“, es herrscht dichtes Gedränge und man spürt einen besonders betriebsamen Geist. Unsere Studierenden, die Unternehmen und alle Besucher sind zufrieden und wir sind es ebenfalls.

Die technischen Berufe sind einem steten Wandel ausgesetzt. Wie stellt sich die Technikerschule Augsburg bei der Ausbildung darauf ein?

Wir sind eine lernende Schule. Daher stellen wir uns täglich dem Technologie-Wandel. Wir schauen in die Zukunft und gehen mit der Zeit. Das ist es ja, was unsere Aufgabe als Lehrer so interessant gestaltet: Den jungen, ambitionierten Facharbeitern technisches und methodisches Know-how zu vermitteln, das in die Zukunft reicht. Gerade im Bereich der Automatisierungs-Technik und Robotik sind wir als Schule einen Schritt voraus. Auch das Thema der umfassenden Digitalisierung  bearbeiten wir bereits. Ich bin der Meinung, dass wir die wesentlichen Themen im Blick haben und auch künftig eine fundierte Aufstiegs-Fortbildung am Wirtschaftsstandort anbieten.

Der Innovationsdruck auf die Unternehmen wächst. Bekommen Sie dies auch zu spüren?

Der Innovationsdruck in vielen Branchen ist schon seit Jahren sehr hoch. Das Thema Arbeit 4.0 hat uns an der Technikerschule Augsburg keineswegs überrascht. Es ist für uns kein schwieriges, sondern ein motivierendes Moment. In der Technologie fühlen wir uns zu Hause.

In einem früheren Interview sagten Sie, dass Sie die Verpackungsindustrie an die Technikerschule Augsburg holen möchten. Gibt es hier bereits Neuigkeiten?

Ja, das stimmt. Die Verpackungsmittelhersteller liegen mir persönlich am Herzen! Hier handelt es sich um eine aufregende und kreative Branche. Wir werden uns im Sommer weiter mit dem Konzept beschäftigen. Gleichwohl ist das nur ein neues Feld von mehreren. So haben wir beispielsweise einige neue Themen im Bereich Umwelttechnik installiert.

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