Krisenmanagement

IHK Schwaben lobt und kritisiert Überbrückungshilfen

Sie sollen der Wirtschaft durch die Coronakrise helfen. Dennoch gibt es einige Hindernisse, sie voll nutzen zu können. Das ist das Fazit der IHK Schwaben zu den staatlichen Überbrückungshilfen. Was sie Unternehmern jetzt rät.

Die Zahl der Unternehmen im Allgäu, die Corona-Überbrückungshilfen erhalten, steigt weiter. Das meldet die IHK Schwaben. Rund 20 Millionen an Fördermitteln sind allein im Rahmen der Überbrückungshilfe II an die Unternehmen in der Region geflossen. Das sind 73 Prozent mehr als bei der Überbrückungshilfe I. „Die Kritik der Wirtschaft an den Corona-Hilfen hat Wirkung gezeigt“, sagt Robert Frank, Vize-Präsident der IHK Schwaben. „Die Politik hat nachgebessert und viele Schwachstellen bei den Förderprogrammen ausgemerzt. Unternehmen, denen wegen des Lockdowns die Umsätze eingebrochen oder komplett weggefallen sind, sollten auf jeden Fall einen Antrag stellen.“

Auszahlungssummen steigen

Allein mit den beiden Überbrückungshilfen wurden die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben bisher mit 73 Millionen Euro unterstützt. Ins Allgäu sind davon rund 31 Millionen Euro geflossen. Die staatlichen Mittel erhalten Unternehmen, die von der Pandemie besonders schwer betroffen sind. „Die Hilfen waren anfangs mit heißer Nadel gestrickt. Den Bedürfnissen der Unternehmen in Not konnten sie vielfach nicht gerecht werden. Darauf haben wir kontinuierlich hingewiesen“, berichtet Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu. Denn viele Unternehmen, die dringend auf Unterstützung angewiesen waren, seien durch das Raster gefallen, weil sie die Anforderungskriterien nicht erfüllten. Zudem seien Hilfen zu spät angekommen, weil die Auszahlung schleppend verlief. Bereits mit der Überbrückungshilfe II hat die Politik auf die Kritik zur Überbrückungshilfe I reagiert. Die Folge: Die Auszahlungssummen an bayerisch-schwäbische Unternehmen stiegen um fast 60 Prozent. „Allerdings warten die Betriebe noch immer sehr lange auf ihr Geld. Nicht alle erhalten sofort eine Abschlagszahlung, obwohl es in der Situation dringend nötig wäre“, berichtet Brehm.

Diese Fixkosten wurden gedeckt

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Im Rahmen der Überbrückungshilfe I wurden 28 Millionen Euro an rund 2.200 Betriebe in Bayerisch-Schwaben ausbezahlt. Die Überbrückungshilfe I gleicht Umsatzeinbrüche in den Monaten Juni, Juli und August 2020 teilweise aus. Ins Oberallgäu und nach Kempten flossen davon über 4 Millionen Euro. Die Überbrückungshilfe II unterstützt Unternehmen, die die Pandemie schwer getroffen hat, bei der Deckung der Fixkosten in den Monaten September bis Dezember 2020. Aus diesem Förderprogramm erhielten rund 3.100 bayerisch-schwäbischen Unternehmen mehr als 45 Millionen Euro. Nach Kempten und ins Oberallgäu wurden rund 7 Millionen Euro aus der zweiten Überbrückungshilfe überwiesen.

IHK empfiehlt Überbrückungshilfen zu nutzen

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Inzwischen ist die Überbrückungshilfe III zu beantragen, die Umsatzeinbrüche zwischen November 2020 bis Juni 2021 auffängt. „Angesichts des fortdauernden Lockdowns, der Unternehmen in vielen Branchen bereits seit Monaten fast jede Geschäftsgrundlage nimmt, ist es wichtig, dass das Förderprogramm erneut erweitert und aufgestockt wurde“, betont Björn Athmer, Regionalgeschäftsführer der IHK im Allgäu. So werden bei Betrieben, deren Umsätze um mehr als 70 Prozent eingebrochen sind, die Fixkosten zu 100 Prozent erstattet, bislang waren es 90 Prozent gewesen. Dennoch gibt es auch hier Kritik, wonach das Geld zu langsam fließe. Auch ein zusätzlicher Eigenkapitalzuschuss ist bei hohen Umsatzeinbrüchen in dem Programm vorgesehen. Außerdem werden zusätzliche Hilfen für die Veranstaltungs- und Kulturbranche sowie die Reisewirtschaft eingeführt. „Die hohen Fördersummern, die in die Region geflossen sind, unterstreichen die Bedeutung der Überbrückungshilfen und zeigen, dass die Hilfe ankommt“, sagt Athmer. „Wir empfehlen betroffenen Unternehmen in jedem Fall, einen Antrag zu stellen und diese Möglichkeiten zu nutzen, die Krise zu überwinden.“

IHK warnt vor enttäuschten Erwartungen

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Im letzten Sommer hat die Überbrückungshilfe I die Corona-Soforthilfe als wesentliches Förderinstrumente des Staates für Unternehmen, die durch die Corona-Beschränkungen in Not geratene sind, abgelöst. Weitere Förderangebote 2020 waren die bayerische Oktoberhilfe, von der in Bayerisch-Schwaben nur Augsburg profitiert hat, sowie die November- und Dezemberhilfen des Bundes. Hinzu kommen das Kurzarbeitergeld der Arbeitsagentur, verschiedene Stundungsmöglichkeiten von Steuern und Sozialbeiträgen sowie das gesamte Förderinstrumentarium der staatlichen Förderbanken KfW und LfA, das über die Hausbanken abgerufen werden kann. Frank sagte abschließend: „Das Gesamtvolumen der deutschen Wirtschaftshilfe kann im internationalen Vergleich absolut bestehen. Schade nur, dass das System vom Start weg zu komplex und schwerfällig war. Enttäuschte Erwartungen waren die Folge, die sich jetzt nur sehr schwer umkehren lassen.“

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Die Zahl der Unternehmen im Allgäu, die Corona-Überbrückungshilfen erhalten, steigt weiter. Das meldet die IHK Schwaben. Rund 20 Millionen an Fördermitteln sind allein im Rahmen der Überbrückungshilfe II an die Unternehmen in der Region geflossen. Das sind 73 Prozent mehr als bei der Überbrückungshilfe I. „Die Kritik der Wirtschaft an den Corona-Hilfen hat Wirkung gezeigt“, sagt Robert Frank, Vize-Präsident der IHK Schwaben. „Die Politik hat nachgebessert und viele Schwachstellen bei den Förderprogrammen ausgemerzt. Unternehmen, denen wegen des Lockdowns die Umsätze eingebrochen oder komplett weggefallen sind, sollten auf jeden Fall einen Antrag stellen.“

Auszahlungssummen steigen

Allein mit den beiden Überbrückungshilfen wurden die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben bisher mit 73 Millionen Euro unterstützt. Ins Allgäu sind davon rund 31 Millionen Euro geflossen. Die staatlichen Mittel erhalten Unternehmen, die von der Pandemie besonders schwer betroffen sind. „Die Hilfen waren anfangs mit heißer Nadel gestrickt. Den Bedürfnissen der Unternehmen in Not konnten sie vielfach nicht gerecht werden. Darauf haben wir kontinuierlich hingewiesen“, berichtet Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu. Denn viele Unternehmen, die dringend auf Unterstützung angewiesen waren, seien durch das Raster gefallen, weil sie die Anforderungskriterien nicht erfüllten. Zudem seien Hilfen zu spät angekommen, weil die Auszahlung schleppend verlief. Bereits mit der Überbrückungshilfe II hat die Politik auf die Kritik zur Überbrückungshilfe I reagiert. Die Folge: Die Auszahlungssummen an bayerisch-schwäbische Unternehmen stiegen um fast 60 Prozent. „Allerdings warten die Betriebe noch immer sehr lange auf ihr Geld. Nicht alle erhalten sofort eine Abschlagszahlung, obwohl es in der Situation dringend nötig wäre“, berichtet Brehm.

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IHK empfiehlt Überbrückungshilfen zu nutzen

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IHK warnt vor enttäuschten Erwartungen

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