Corona-Pandemie

IHK Nordschwaben informiert über Überbrückungshilfen

Nach anfänglichen Problemen profitieren die Betriebe in Bayerisch-Schwaben inzwischen von der Überbrückungshilfe – das hat die IHK Nordschwaben Ende April verkündet. Was die Zahlen besagen.

Die Zahl der Unternehmen im Wirtschaftsraum Nordschwaben, die Corona-Überbrückungshilfen erhalten, steigt weiter. Mehr als drei Millionen an Fördermitteln sind allein im Rahmen der Überbrückungshilfe zwei an die Unternehmen in der Region geflossen. Das sind 45 Prozent mehr als bei der Überbrückungshilfe eins.

„Kritik der Wirtschaft an den Corona-Hilfen hat Wirkung gezeigt“

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„Die Kritik der Wirtschaft an den Corona-Hilfen hat Wirkung gezeigt“, sagt Wolfgang Winter, Vizepräsident der IHK Schwaben für die Region Donau-Ries. „Die Politik hat an einigen Stellen in den Förderprogrammen nachgebessert. Unternehmen, denen wegen des Lockdowns die Umsätze eingebrochen oder komplett weggefallen sind, sollten auf jeden Fall einen Antrag stellen.“

72 Millionen Euro für bayerisch-schwäbische Unternehmen

Allein mit den zwei Überbrückungshilfen wurden die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben bisher mit 73 Millionen Euro unterstützt. In den Wirtschaftsraum Nordschwaben sind 5,3 Millionen Euro geflossen. Die staatlichen Mittel erhalten Unternehmen, die von der Pandemie besonders schwer betroffen sind. „Die ersten Hilfen wurden schnell auf den Weg gebracht. Sie konnten aber anfangs den Bedürfnissen der Unternehmen in Not vielfach nicht gerecht werden. Darauf hat die IHK als Interessensvertretung der Wirtschaft kontinuierlich hingewiesen“, berichtet Walter Berchtenbreiter, IHK-Vizepräsident für die Region Dillingen. Denn viele Unternehmen, die dringend auf Unterstützung angewiesen waren, sind durch das Raster gefallen, weil sie die Anforderungskriterien nicht erfüllten. Zudem kamen Hilfen spät an, weil die Auszahlung schleppend verlief. Bereits mit der Überbrückungshilfe 2 hat die Politik auf die Kritik zur Überbrückungshilfe 1 reagiert. Die Folge: Die Auszahlungssummen an bayerisch-schwäbische Unternehmen stiegen um fast 60 Prozent. „Jedoch warten die Betriebe noch immer sehr lange auf ihr Geld. Nicht alle erhalten sofort eine Abschlagszahlung, obwohl es deren Lage dringend erfordern würde“, berichtet Berchtenbreiter.

Unternehmen in Bayerisch-Schwaben profitieren von den Hilfen

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Im Rahmen der Überbrückungshilfe eins wurden 28 Millionen Euro an rund 2.200 Betriebe in Bayerisch-Schwaben ausbezahlt. Die Überbrückungshilfe eins gleicht Umsatzeinbrüche in den Monaten Juni, Juli und August 2020 teilweise aus. In den Wirtschaftsraum Nordschwaben flossen davon rund 2,2 Millionen Euro. Die Überbrückungshilfe zwei unterstützt Unternehmen, die die Pandemie schwer getroffen hat, bei der Deckung der Fixkosten in den Monaten September bis Dezember 2020. Aus diesem Förderprogramm erhielten rund 3.100 bayerisch-schwäbischen Unternehmen mehr als 45 Millionen Euro. In den Wirtschaftsraum Nordschwaben wurden über 3,1 Millionen Euro aus der zweiten Überbrückungshilfe überwiesen.

Überbrückungshilfe 3 bietet weitere Möglichkeiten

Inzwischen ist die Überbrückungshilfe 3 zu beantragen, die Umsatzeinbrüche zwischen November 2020 bis Juni 2021 auffängt. „Angesichts des andauernden Lockdowns, der in vielen Bereichen den Unternehmen bereits seit Monaten fast jede Geschäftsgrundlage nimmt, war die Erweiterung und Aufstockung des Förderprogramms richtig und wichtig“ sagt Wolfang Winter. So werden bei Betrieben, deren Umsätze um mehr als 70 Prozent eingebrochen sind, die Fixkosten zu 100 Prozent erstattet, bislang waren es 90 Prozent gewesen. Auch ein zusätzlicher Eigenkapitalzuschuss ist bei hohen Umsatzeinbrüchen in dem Programm vorgesehen. Außerdem werden zusätzliche Hilfen für die Veranstaltungs- und Kulturbranche, sowie die Reisewirtschaft eingeführt. „Die hohen Fördersummern, die in die Region geflossen sind, unterstreichen die Bedeutung der Überbrückungshilfen und zeigen, dass die Hilfe ankommt“, sagt Winter. „Wir empfehlen betroffenen Unternehmen in jedem Fall, einen Antrag zu stellen und diese Möglichkeiten zu nutzen, die Krise zu überwinden.“ Eine regionale Auswertung zu bereits geflossener Überbrückungshilfe drei liegt aktuell noch nicht vor.

Wesentlicher Baustein der staatlichen Förderung

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Im letzten Sommer hat die Überbrückungshilfe 1 die Corona-Soforthilfe als wesentliches Förderinstrument des Staates für Unternehmen, die durch die Corona-Beschränkungen in Not geraten sind, abgelöst. Weitere Förderangebote 2020 waren die November- und Dezemberhilfen des Bundes. Hinzu kommen das Kurzarbeitergeld der Arbeitsagentur, verschiedene Stundungsmöglichkeiten von Steuern und Sozialbeiträgen sowie das gesamte Förderinstrumentarium der staatlichen Förderbanken KfW und LfA, das über die Hausbanken abgerufen werden kann. Berchtenbreiter abschließend: „Das Gesamtvolumen der deutschen Wirtschaftshilfe kann im internationalen Vergleich absolut bestehen. Leider war das System vom Start weg zu komplex und schwerfällig. Enttäuschte Erwartungen waren die Folge, die sich jetzt nur sehr schwer umkehren lassen.“

Auch die IHK Schwaben am Standort Augsburg hat sich kürzlich zu den Überbrückungshilfen geäußert, sie gelobt, aber auch kritisiert.

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Die Zahl der Unternehmen im Wirtschaftsraum Nordschwaben, die Corona-Überbrückungshilfen erhalten, steigt weiter. Mehr als drei Millionen an Fördermitteln sind allein im Rahmen der Überbrückungshilfe zwei an die Unternehmen in der Region geflossen. Das sind 45 Prozent mehr als bei der Überbrückungshilfe eins.

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72 Millionen Euro für bayerisch-schwäbische Unternehmen

Allein mit den zwei Überbrückungshilfen wurden die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben bisher mit 73 Millionen Euro unterstützt. In den Wirtschaftsraum Nordschwaben sind 5,3 Millionen Euro geflossen. Die staatlichen Mittel erhalten Unternehmen, die von der Pandemie besonders schwer betroffen sind. „Die ersten Hilfen wurden schnell auf den Weg gebracht. Sie konnten aber anfangs den Bedürfnissen der Unternehmen in Not vielfach nicht gerecht werden. Darauf hat die IHK als Interessensvertretung der Wirtschaft kontinuierlich hingewiesen“, berichtet Walter Berchtenbreiter, IHK-Vizepräsident für die Region Dillingen. Denn viele Unternehmen, die dringend auf Unterstützung angewiesen waren, sind durch das Raster gefallen, weil sie die Anforderungskriterien nicht erfüllten. Zudem kamen Hilfen spät an, weil die Auszahlung schleppend verlief. Bereits mit der Überbrückungshilfe 2 hat die Politik auf die Kritik zur Überbrückungshilfe 1 reagiert. Die Folge: Die Auszahlungssummen an bayerisch-schwäbische Unternehmen stiegen um fast 60 Prozent. „Jedoch warten die Betriebe noch immer sehr lange auf ihr Geld. Nicht alle erhalten sofort eine Abschlagszahlung, obwohl es deren Lage dringend erfordern würde“, berichtet Berchtenbreiter.

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Im letzten Sommer hat die Überbrückungshilfe 1 die Corona-Soforthilfe als wesentliches Förderinstrument des Staates für Unternehmen, die durch die Corona-Beschränkungen in Not geraten sind, abgelöst. Weitere Förderangebote 2020 waren die November- und Dezemberhilfen des Bundes. Hinzu kommen das Kurzarbeitergeld der Arbeitsagentur, verschiedene Stundungsmöglichkeiten von Steuern und Sozialbeiträgen sowie das gesamte Förderinstrumentarium der staatlichen Förderbanken KfW und LfA, das über die Hausbanken abgerufen werden kann. Berchtenbreiter abschließend: „Das Gesamtvolumen der deutschen Wirtschaftshilfe kann im internationalen Vergleich absolut bestehen. Leider war das System vom Start weg zu komplex und schwerfällig. Enttäuschte Erwartungen waren die Folge, die sich jetzt nur sehr schwer umkehren lassen.“

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