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Humbaur schließt erstmalig Schulpartnerschaften – weitere folgen
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Humbaur GmbH

Humbaur schließt erstmalig Schulpartnerschaften – weitere folgen

 Humbaur startet zwei Schulpartnerschaften in Meitingen und Gersthofen. Foto: Humbaur GmbH

Dass gut qualifizierter Fachkräftenachwuchs nicht selbstverständlich ist, weiß auch die Humbaur GmbH. Deshalb setzt der Gersthofer Anhänger-Hersteller auf Schulpartnerschaften – erst kürzlich startete Humbaur die Auszubildenden-Förderung mit zwei Schulen.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Die jüngsten Kooperationen schloss Humbaur mit der Mittelschule Gersthofen und der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule Meitingen. Im Oktober soll das Paul-Klee-Gymnasium in Gersthofen folgen. Durch die Partnerschaft erhalten die künftigen Fachkräfte Einblicke in das Berufsleben bei Humbaur. Gleichzeitig soll die Kooperation den Schülern als Orientierungshilfe dienen. Im Gegenzug erhofft sich der Anhängerhersteller geeignete Auszubildende.

„Auf 131 Ausbildungsplätze kommen nur 100 Bewerber in Augsburg Stadt und Land“

Im Rahmen der Schulpartnerschaft bietet die Humbaur GmbH den Schülern Betriebserkundungen und Praktika in den verschiedenen Ausbildungsbereichen. Diese reichen von der Ausbildung zum Fachlageristen oder Maschinen- und Anlagenführer bis hin zu Industriekaufleuten oder Mediengestaltern. Dass besonders Ausbildungen ins Rampenlicht gerückt werden müssen, weiß auch Thomas Schörg, Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK): „Auf 131 Ausbildungsplätze kommen nur 100 Bewerber in Augsburg Stadt und Land.“ Schörg betont weiter, dass der Produktionsstandort Augsburg junge Menschen braucht. Die IHK tritt hier als Vermittler der Partnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen ein.

„Wir dürfen unser duales Ausbildungssystem nicht an die Wand fahren“

„Eine Erfolgsstory ist auch mit Ausbildung möglich“, betont Michael Wörle, Gersthofens erster Bürgermeister. Wörle bezieht sich dabei auf Oliver Czech, der 1989 im Einkauf bei Humbaur seine Karriere startete und heute Geschäftsleiter Produktion / Logistik der Humbaur GmbH ist. Diese Ansicht unterstützt auch Sigrid Puschner, Schulleiterin der Mittelschule in Gersthofen. Sie beklagt den Ausbildungsmangel als Resultat der Akademisierung. Denn der Trend zur Weiterbildung an weiterführenden Schulen und Hochschulen löst einen Negativeffekt beim Ansehen der Mittelschule aus, so Puschner. „Wir dürfen unser duales Ausbildungssystem nicht an die Wand fahren“, erklärt die Schulleiterin weiter und freut sich über die anstehende Zusammenarbeit mit der Firma Humbaur.

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„Wir bilden aus, weil wir qualifizierte, junge Mitarbeiter wollen“

Auch die Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule Meitingen möchte ihre Schüler mit der Partnerschaft in das Berufsleben hinein schnuppern lassen. „Auch die Realschule ist jetzt ein Anhänger!“, verkündet deshalb der Schuldirektor Michael Kühn stolz und blickt positiv der Zusammenarbeit entgegen. „Wir bilden aus, weil wir qualifizierte, junge Mitarbeiter wollen“, erklärt Czech und versichert, dass auch nahezu alle Auszubildenden nach ihrem Abschluss übernommen werden. Zusätzlich bietet Humbaur Karrieremöglichkeiten für Studenten. Das ist zielführend für die nächste Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium in Gersthofen, die Mitte Oktober bevorsteht und das Angebot der Schulpartnerschaft abrundet.

Humbaur bei Typisierungsaktion aktiv

Aber Humbaur engagiert sich nicht nur für die Förderung der Ausbildung. Denn der Anhänger-Hersteller unterstützte auch die am 3. Juli stattgefundene Typisierungsaktion für Nele aus Langweid. Die zwölfjährige Schülerin ist an Leukämie erkrankt und braucht eine Knochenmarkspende. Insgesamt kamen über 2.750 Freiwillige, um sich typisieren zu lassen. Als zusätzlichen Anreiz stellte Humbaur einen HUMBAUR Steely zur Verlosung zur Verfügung. Dieser wurde am 23. Juli an Gerhard Kopp übergeben. Darüber hinaus spendeten die Mitarbeiter der Humbaur GmbH für die Typisierungsaktion 850 Euro. Erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass ein Spender für Nele gefunden werden konnte.

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