IHK Schwaben

„Gutes Paket für den Wirtschaftsstandort“: IHK Schwaben begrüßt Bundesverkehrswegeplan

Die IHK Schwaben. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Wichtige Impulse für die Region setzt laut IHK Schwaben der neue Bundesverkehrswegeplan. Die Pläne für die neue ICE-Strecke Ulm – Augsburg enthalten jedoch einige Überraschungen.

Die IHK Schwaben begrüßt den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans. „In seiner Gesamtheit ist das ein gutes Paket für den Wirtschaftsstandort Schwaben“, erklärte IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton.

Strecke Ulm – Augsburg von großer Bedeutung

Der Ausbau und teilweise Neubau der Strecke ist für den Großraum Augsburg sehr wichtig. Die in dem Entwurf ausgewählte Variante enthält dritte Gleise westlich von Augsburg sowie östlich von Neu-Ulm. Außerdem ist eine Neubaustrecke von Unterfahlheim im Kreis Neu-Ulm bis Dinkelscherben im Kreis Augsburg geplant.

„Kombi-Lösung überrascht“

„Wir begrüßen, dass der Bund hier tatsächlich – wie von uns immer gefordert – eine vergleichende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung angestellt hat und nicht auf Verdacht nur politisch zwischen einer Neubaustrecke und den dritten Gleisen entschieden hat“, betonte Kopton. „Die dabei gefundene Kombi-Lösung überrascht, doch sie vereint den von der Region geforderten Ausbau im Westen von Augsburg mit der Fahrzeitverkürzung, wie sie nur eine neu trassierte Strecke bringen kann“, sagte Kopton. „Nun müssen wir in der Region alles dafür tun, dass beides rasch geplant, finanziert und umgesetzt wird – nicht nur die dritten Gleise, sondern auch der Neubauabschnitt zwischen Unterfahlheim und Dinkelscherben.“

Ab 2021 werden mehr Züge auf der Strecke erwartet

Mit der Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart – Ulm sind ab 2021 erheblich mehr Züge auf dieser Strecke zu erwarten. „Da darf es kein Nadelöhr geben, und deshalb drängt die Zeit schon heute. Mit der ,Kombi-Lösung‘ wird die Strecke auch dem Anspruch an eine transeuropäische Magistrale gerecht. Nun gibt es endlich auch für das letzte Teilstück zwischen Paris und München eine Perspektive“, so Kopton.

Bundesstraßen in Schwaben werden ausgebaut

Die IHK Schwaben begrüßt die positiven Signale für einen sechsspurigen Ausbau der A7. Der stauanfällige Abschnitt zwischen dem Dreieck Hittistetten und Illertissen im Kreis Neu-Ulm kann so entlastet werden. Die Osttangente ist als vierspurige Verbindung von der A8, Anschlussstelle Friedberg/Derching, zur B17 bei Oberottmarshausen geplant. Auch der Ausbau der B12 zwischen der A96, Anschlussstelle Jengen/Buchloe und Kaufbeuren stärkt die Infrastruktur in der Region. Gleiches gilt für den Ausbau der B16 und die Ortsumfahrungen Ichenhausen, Höchstädt und TApfheim. Auch die B300-Orstumgehung Diedorf und der Neubau der B29 zwischen Nördlingen und der A7, Anschlussstelle Aalen/Westhausen festigen das Straßennetz.

Bundesstraßen für produzierendes Gewerbe sehr wichtig

Eine noch nicht veröffentlichte Studie der IHKs Schwaben, Ulm, Ostwürttemberg und Bodensee-Oberschwaben hat Folgendes gezeigt: Für den Binnen-, Quell- und Zielverkehr der Unternehmen in diesem Raum haben Bundesstraßen eine mindestens so hohe Bedeutung wie Autobahnen. „Das produzierende Gewerbe und die Logistikunternehmen sind genau auf diese Verkehrswege angewiesen“, betonte Josef Brandner, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Verkehr und Logistik.

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