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Gründerevent „Augsburg 20X“: Das sind die Gewinner
Finale

Gründerevent „Augsburg 20X“: Das sind die Gewinner

Diese drei Start-ups sind die Gewinner von Augsburg 20X. Foto: B4B/ Katharina Seeburger
Diese drei Start-ups sind die Gewinner von Augsburg 20X. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

Acht Start-ups standen im Finale des Gründerevents „Augsburg 20X“. Drei Start-ups konnten insgesamt 10.000 Euro Preisgeld gewinnen. Highlight war die Keynote von Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin.

Fünf Minuten für den Pitch. Danach drei Minuten die Fragen der Jury beantworten. In diesen acht Minuten mussten die Start-ups im Finale von „Augsburg 20X“ die Jury von ihrer Idee überzeugen. Die Gewinner erwarteten 10.000 Euro Preisgeld.

Das sind die Finalisten bei Augsburg 20X

Im Finale des vierten Gründerevents der IHK Schwaben, der Wirtschaftsjunioren Augsburg und der Zukunftsregion Augsburg standen sehr unterschiedliche Start-ups: 7Wolf Studios, die Gesellschaftsspiele neu denken wollen. Briteloom, die die KI-Plattform Mulios für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt haben. Finc work von Frederick und Anne Matern, die Unternehmen dabei unterstützen wollen, Neurodiversität zu schaffen und ein gutes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden zu schaffen. Dann war da noch das Start-up process era, das dem Mittelstand die Prozessdokumentation vereinfachen will, und am Gründungsinstitut Funkenwerk der Technischen Hochschule Augsburg angedockt ist.

Fotos: B4B/ Katharina Seeburger

Das Start-up Solidcryo ist eine Ausgründung der Uni Augsburg, das die Kühlung für Quantencomputer revolutionieren will. Das Verknüpfwerk von Benjamin Pflueg will die Verwaltung für den Mittelstand und Kommunen vereinfachen. Mit Vibescout wollen die Gründer Sven Feliks und Sayed Mohamed die Urlaubs- und Freizeitplanung erleichtern und gegen Entscheidungsmüdigkeit helfen. Zahln will ein wallet-basiertes Bezahlsystem aufbauen, das eine europäische und günstigere Alternative zu Visa und Mastercard bieten soll.

Deniz Aytekin: Menschlich bleiben

Doch bevor die Jury die Gewinner kürte, betrat der Bundesliga- und Fifa-Schiedsrichter Deniz Aytekin die Bühne. „Führen. Entscheiden. Menschlich bleiben“ lautete der Titel seiner Keynote in der er seine Erfahrungen als Schiedsrichter auf die Situationen von Führungskräften und Geschäftsführern übertrug. Und das mit viel Witz, Spielanalysen und Selbsterkenntnis: Dass auch er nicht immer alles richtig gemacht hat und erst an sich selbst arbeiten musste, um gut und menschlich führen zu können. So sei es als Schiedsrichter wie als Geschäftsführer essenziell, auf die Körpersprache und zwischenmenschliche Signale zu achten, um zwischenmenschliche Probleme zu lösen. Erst dann könne auf Sachebene diskutiert werden.

Bundesliga- und Fifa-Schiedsrichter Deniz Aytekin. Mit der Bundesliga-Saison 2025/26 hat er seine Schiedsrichterkarriere beendet. Foto: B4B/ Katharina Seeburger
Bundesliga- und Fifa-Schiedsrichter Deniz Aytekin. Mit der Bundesliga-Saison 2025/26 hat er seine Schiedsrichterkarriere beendet. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

In seinem Schiedsrichter-Team gehe es für ihn viel darum, die psychologische Sicherheit zu fördern. So habe er sich bei Fehlentscheidungen, die auf Fehler seiner Assistenten zurückgingen, immer vor sein Team gestellt und keinen für seine Fehler hingehängt. „Wenn mein Team spürt, dass es Fehler machen und offen seine Meinung sagen darf, sind sie mutiger, proaktiver und innovativer“, sagte Aytekin.

Wenn Mitarbeitende Entscheidungen infrage stellen, sei das zudem kein Angriff auf die Führungskraft. „Wenn fünf Spieler auf mich zukommen, denke ich mir heute: Ach schau, Ratsuchende“, sagte Aytekin mit Blick auf Diskussionen auf dem Spielfeld. In Notzeiten sei psychologische Sicherheit elementar. Denn: „Gute Stimmung macht Umsatz. Nicht nur die Strategie. Und für gute Stimmung braucht es psychologische Sicherheit.“

Siegerehrung Augsburg 20X

Doch wer hatte nun die fünfköpfige Jury, bestehend aus Stadtrat Raphael Brandmiller, Grünen-Landtagsabgeordnete Stephanie Schuhknecht, IHK-Regionalgeschäftsführer Jens Walter, dem Präsidenten der Wirtschaftsjunioren Augsburg Patrik Schmicker und Linda Mayr, Vorstandsmitglied von Zukunftsregion Augsburg, von seiner Idee überzeugt?

Platz drei: Vibescout

Der dritte Platz und 2.000 Euro Preisgeld gingen an das Start-up Vibescout, eine Tourismus-App, die im Urlaub bei der Tagesplanung helfen soll: In welche Restaurants man geht, welche Sehenswürdigkeiten man sich anschaut und ob bei der Planung auf Kinder Rücksicht genommen werden soll. Doch auch in der Heimatstadt will Vibescout dabei helfen, schneller Entscheidungen in der Freundesgruppe zu treffen, Events zu finden oder kleinere, regionale Läden kennenzulernen.

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Gegründet haben das Start-up Sven Feliks und Sayed Mohamed. Sie sehen das Start-up auf drei Umsatzsäulen: Kunden, die die App für ihre Planung nutzen, und auf der anderen Seite Restaurants, Städte und Verbände. Eine Beta-Version laufe bereits in Stuttgart.

Platz zwei: Mulios

Auf Platz zwei wählte die Jury das Start-up Briteloom das damit 3.000 Euro gewann. Die KI-Plattform Mulios vernetzt dabei Dokumente, Projekte und Agenten der Unternehmen. Mitarbeitende haben dann eine Plattform, die ihre Arbeit mithilfe von KI strukturiert. Sie können so innerhalb eines Projekts der KI eine Frage stellen und bekommen mit Quellenangaben eine Antwort. Wiederkehrende Aufgaben werden durch KI-Agenten erledigt. So soll laut Lisa Ohneberger, die das Start-up pitchte, der Produktionsverlust reduziert werden. Die Daten liegen DSGVO-konform in Deutschland.

Platz eins: Solidcryo

Der erste Platz und damit 5.000 Euro Preisgeld gingen an Solidcryo, die im November 2025 auch schon Augsburg gründet! gewonnen hatten. Das Start-up hat sich sein Produkt patentieren lassen, mit dem es die Kühlung von Quantencomputern revolutionieren will: Diese müssen auf –273 °C gekühlt werden. Eine Temperatur, die bisher mit Helium 3 hergestellt wird – das bei der Atomwaffenproduktion entsteht und sehr teuer ist. Solidcryo hat die Methode der Adiabatic Demagnetisation Refrigeration entwickelt: magnetische Kühlung. „Für eine unabhängige, atomwaffenfreie und europäische Quantenzukunft“, sagte Paul Bittner von Solidcryo.

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