Wertachkliniken

Geburtshilfe in Schwabmünchen ab Mai vorläufig geschlossen

Der Eingang der Wertachklinik Schwabmünchen. Foto: Matthias Baumgartner
Nach den Osterferien öffnet der Kreissaal der Wertachklinik Schwabmünchen bis Ende April. Danach pausiert die Geburtsstation bis voraussichtlich Herbst wieder.

Das akute Personaldefizit konnte nicht behoben werden. Es stehen der Klinik ab 1. Mai nicht mehr genügend Hebammen zur Verfügung, um eine lückenlose Betreuung der Patienten zu ermöglichen. Der Verwaltungsrat der Wertachkliniken zog nun die Konsequenzen. In einer Sondersitzung beschloss er, die Geburtsstation in Schwabmünchen von Mai bis voraussichtlich Herbst zu schließen. Aufgrund der Absage einer Hebamme musste die Geburtshilfe in Schwabmünchen bereits am 28. März für 12 Tage abgemeldet werden. In ganz Bayern herrscht akuter Fachkräftemangel in dieser Branche.

Geburtshilfe-Station in Bobingen steht zur Verfügung

Oberste Priorität habe die gute Versorgung der werdenden Mütter und ihrer Babys, erklärt Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller. „Deshalb haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, die Geburtshilfe vorübergehend abzumelden, um in dieser Zeit wieder ein stabiles Geburtshilfe-Team aufzubauen,“ so Lorenz weiter. Die Versorgung im südlichen Landkreis bleibe jedoch grundsätzlich durch die Geburtshilfe der Wertachkliniken in Bobingen weiterhin sichergestellt.

Notfallambulanz für werdende Mütter bleibt aufrechterhalten

Das Ziel des Verwaltungsrates der Wertachkliniken ist es, bis Herbst eine leistungsfähige und stabile Geburtshilfe in Schwabmünchen aufzubauen. In der Zwischenzeit werden aber nach Möglichkeit weiterhin Kaiserschnitte durchgeführt sowie eine gynäkologische Notfallambulanz aufrechterhalten. Ab April stehe auch Dr. Winkler als Spezialist für die Versorgung von Neu- und Frühgeborenen zur Verfügung. Er wird in der Wertachklinik Schwabmünchen seine Kinderarztpraxis öffnen. „Damit ist er eine große Bereicherung für die zukünftige Geburtshilfe in Schwabmünchen“, erklärt Klinikvorstand Martin Gösele.

Landkreis investiert jährlich zwei Millionen in die Kliniken

Auch der Landkreis unterstützt die Wertachkliniken dabei, die medizinische Versorgung der Wachstumsregion südlicher Landkreis Augsburg aufrechtzuerhalten. „Der Landkreis investiert jährlich rund zwei Millionen Euro in die räumliche und technische Ausstattung der Wertachkliniken, weil wir großen Wert darauf legen, dass die Bevölkerung in der Region medizinisch gut versorgt ist“, erklärt Sailer. Klinikvorstand Martin Gösele bedankte sich für das Budget, das der Landkreis den Wertachkliniken zur Verfügung stellt: „Durch die moderne, technische Ausstattung ist es uns möglich, hoch qualifiziertes Personal an die Wertachkliniken zu holen“, erklärte er. Die Wertachkliniken dürfen zwei neue Chefärzte begrüßen.

Landrat Martin Sailer begrüßt die zwei neuen Chefärzte. Foto: Doris Wiedemann Landrat Martin Sailer begrüßt die zwei neuen Chefärzte. Foto: Doris Wiedemann

Die zwei neuen Chefärzte an den Wertachkliniken

Dr. Gordon Hoffmann ist der neue Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin. Neben dem großen Potential der Häuser, der familiären Atmosphäre und dem kollegialen Miteinander sei die technische Ausstattung in den Operatonssälen für den Mediziner ein wichtiger Grund für den Wechsel von der Münchner Uniklinik an die Wertachkliniken gewesen, erklärte Hoffmann. Professor Dr. Andreas Weber, der neue Chefarzt der Inneren Medizin der Wertachkliniken, präsentierte beim Besuch des Landrates das neue Endosonografie-Gerät der Gastroenterologie und erklärte anhand von Bildern welche Untersuchungen und Behandlungen mit dieser neuen Investition möglich sind und welchen Nutzen die Patienten davon haben.

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Landrat Martin Sailer begrüßt die zwei neuen Chefärzte. Foto: Doris Wiedemann Landrat Martin Sailer begrüßt die zwei neuen Chefärzte. Foto: Doris Wiedemann

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