Neues Projekt in Augsburg

Fujitsu und KUKA treiben Mensch-Roboter-Kollaboration voran

Mensch-Roboter-Kollaboration bei Fujitsu in Augsburg. Foto: Fujitsu
Das Co-creation-Projekt zwischen Fujitsu und KUKA in Augsburg hat zu einer bahnbrechenden Zusammenarbeit von Mensch und Roboter bei der Montage von Elektronikkomponenten geführt. Nun sollen weitere Funktionen hinzugefügt werden.

Um das Projekt zu realisieren, haben die Ingenieure von KUKA und Fujitsu ihr Industrie 4.0 Know-how und ihre Prozess-Expertise kombiniert. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt wurde Ende Januar 2018 einer der KUKA Leichtbauroboter vollständig in die Mainboard-Produktionslinie von Fujitsu integrier. Ziel: Effizienz, Genauigkeit und Qualität der Fertigung steigern. Ein zweiter Roboter kommt im Sommer 2018 hinzu.

Roboter und Mensch nicht durch Zäune getrennt

Industrieroboter sind bereits bei verschiedenen Automatisierungs-Aufgaben etabliert. Bei diesem Projekt arbeiten Roboter mit menschlichen Kollegen zusammen, anstatt durch Zäune getrennte. Die Roboter werden von einem menschlichen Arbeiter durch manuelle Führung des Roboterarms eingewiesen, wobei sich der Roboter jeden Schritt durch maschinelles Lernen eingeprägt. Einmal eingewiesen, können Roboter hinter virtuellen Sicherheitsbarrieren arbeiten und in den Hochgeschwindigkeitsmodus wechseln, sobald die Menschen den Sicherheitsbereich verlassen haben. Roboter können erkennen, wenn Menschen in der Nähe sind, und ihre Bewegungen verlangsamen, um sicherzustellen, dass keine Verletzungsgefahr besteht.

Fujitsu: Projekt ist „Musterbeispiel“

Vera Schneevoigt, Senior VP, Product Supply Operations bei Fujitsu EMEIA, sagt: „Die Zusammenarbeit zwischen Fujitsu und KUKA bei der Mensch-Roboter-Kollaboration ist ein Musterbeispiel dafür, wie wir Zukunftsthemen rund um Industrie 4.0 vorantreiben. Dieser neue Ansatz bei der Produktion von sensiblen Elektronikkomponenten entlastet Mitarbeiter von diffizilen, sich ständig wiederholenden Routineaufgaben, reduziert das Risiko potenzieller Fehler und erhöht die Produktionsleistung.“

Dr. Bernd Liepert, Chief Innovation Officer bei KUKA, ergänzt: „KUKA und Fujitsu arbeiten seit rund einem Jahr im Technologiepark Augsburg zusammen, um die Vorteile der Mensch-Roboter-Kollaboration in die hochmoderne IT-Produktionsstätte von Fujitsu zu bringen. Dieses jüngste Projekt erfordert einen Roboter wie den sensiblen KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa, der die hochsensiblen Mainboards handhaben kann.“

Datenanalyse soll integriert werden

Um den Ansatz auch für andere Fertigungs-Unternehmen schneller verfügbar zu machen, haben Fujitsu und KUKA eine roboterbasierte Prozess-Automatisierungs-Lösung entwickelt. Fujitsu und KUKA planen zudem, weitere Funktionen wie etwa die Datenanalyse hinzuzufügen, um das Potenzial der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter zu erforschen. Diese liegen in Bereichen wie der vorausschauenden Wartung und Qualitätskontrolle.

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