Interview

FFP2-Masken: Wieso Jäcklin regional in Augsburg produziert

Seit Januar ist in Augsburg FFP2-Maskenpflicht. Ein Unternehmen, das die Masken regional herstellt, ist die Jäcklin GmbH. Weshalb hier viel Wert auf „Made in Germany“ gelegt wird und wieso eine Produktion in Asien für sie nicht in Frage kommt, verrät Julia Jäcklin, CEO des gleichnamigen Unternehmens.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Weshalb haben Sie sich dafür entschlossen, FFP2-Masken herzustellen?

Julia Jäcklin: Unser Unternehmen möchte einen kleinen Teil dazu beisteuern, dass Deutschland und Europa im Medizinbereich von Asien unabhängiger werden. Außerdem steht es natürlich in unserem Fokus zur Eingrenzung des Corona-Virus beizutragen.

Was halten Sie davon, dass viele Unternehmen die Masken in Asien herstellen lassen?

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Asiatische Hersteller legen unserer Meinung nach nicht genügend Wert auf Filtration, Qualität und Schadstoffbelastungen. Das wiederrum ist überaus gefährlich für den Maskenträger. Hinzu kommt die Verschiffung um die halbe Welt: diese muss – für Produkte, die auch in Deutschland oder Europa gefertigt werden können – dringend aufhören. Wir hingegen möchten die Arbeitsplätze in Deutschland langfristig halten und auch die Lieferanten hier vor Ort mit Arbeit versorgen. 

Sie befinden sich noch in der Zertifizierungsphase. Was bedeutet das?

Jedes FFP2 Produktionsunternehmen muss seine Masken zertifizieren lassen, wenn sie Europa verkauft werden sollen. Die Zertifizierungsstellen hierfür befinden sich über den ganzen Kontinent verteilt.  Sobald die Maske und die dazugehörige umfangreiche Dokumentation von diesen als gut befunden werden, darf mit dem Verkauf der Maske begonnen werden.

Wie viele Masken produzieren Sie aktuell am Tag?

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Im Moment produzieren wir in zwei verschiedenen Schichten und schaffen ungefähr 30.000 Masken. Unser Unternehmen wäre bereit, erneut in eine weitere Maskenmaschine zu investieren, wenn die Kliniken und Altenheime auch ein bisschen mehr für eine „Made in Germany“-Maske bezahlen würden.

Benötigen Sie durch die Produktionsumstellung mehr Personal?

Wir haben bereits vor Kurzem weiteres Personal eingestellt und sind auch weiterhin noch auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, um die Maskenherstellung zu stemmen.

Weshalb haben Sie sich dafür entschieden, hauptsächlich an Großkunden zu verkaufen?

Wir verkaufen ab einer Stückzahl von 300 Masken. Diese kann theoretisch auch von Privatpersonen gekauft werden. Das ist zwar auch schon einige Male vorgekommen, meistens wird eine solch hohe Anzahl an FFP2-Masken jedoch von Großkunden, Apotheken und Arztpraxen benötigt. Kleinere Stückzahlen können wir bei uns im Haus leider nicht kommissionieren.

Wie hoch ist die Sicherheit bei den FFP2-Masken im Gegensatz zu den bekannten Stoffmasken?

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Die Filtration bei FFP2-Masken liegt bei mindestens 94 Prozent. Mit unseren Jäcklin Masken erreichen wir bei der Sicherheit einen leicht höheren Schutzfaktor von 98-99 Prozent. Stoffmasken hingegen haben eigentlich gar keine Filtration und können den Träger deshalb auch nur sehr gering schützen.

Gehen Sie davon aus, dass der Maskenbedarf irgendwann gedeckt sein wird?

Wie sich der Maskenbedarf in Zukunft verhält, hängt in erster Linie von den Entwicklungen der Corona-Pandemie ab – diese sind leider nicht einfach einzuschätzen. Unser Unternehmen hofft jedoch auch nach der Pandemie langfristig Kunden wie Kliniken, Arztpraxen und Altenheime beliefern zu dürfen.

Ein anderes Unternehmen aus der Region lässt seine Masken in Asien produzieren. Weshalb sich die Bernd Siegmund GmbH dafür entschieden hat und wie der Ansturm auf die FFP2-Masken hier aktuell verläuft.

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Julia Jäcklin: Unser Unternehmen möchte einen kleinen Teil dazu beisteuern, dass Deutschland und Europa im Medizinbereich von Asien unabhängiger werden. Außerdem steht es natürlich in unserem Fokus zur Eingrenzung des Corona-Virus beizutragen.

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Sie befinden sich noch in der Zertifizierungsphase. Was bedeutet das?

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Benötigen Sie durch die Produktionsumstellung mehr Personal?

Wir haben bereits vor Kurzem weiteres Personal eingestellt und sind auch weiterhin noch auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, um die Maskenherstellung zu stemmen.

Weshalb haben Sie sich dafür entschieden, hauptsächlich an Großkunden zu verkaufen?

Wir verkaufen ab einer Stückzahl von 300 Masken. Diese kann theoretisch auch von Privatpersonen gekauft werden. Das ist zwar auch schon einige Male vorgekommen, meistens wird eine solch hohe Anzahl an FFP2-Masken jedoch von Großkunden, Apotheken und Arztpraxen benötigt. Kleinere Stückzahlen können wir bei uns im Haus leider nicht kommissionieren.

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Die Filtration bei FFP2-Masken liegt bei mindestens 94 Prozent. Mit unseren Jäcklin Masken erreichen wir bei der Sicherheit einen leicht höheren Schutzfaktor von 98-99 Prozent. Stoffmasken hingegen haben eigentlich gar keine Filtration und können den Träger deshalb auch nur sehr gering schützen.

Gehen Sie davon aus, dass der Maskenbedarf irgendwann gedeckt sein wird?

Wie sich der Maskenbedarf in Zukunft verhält, hängt in erster Linie von den Entwicklungen der Corona-Pandemie ab – diese sind leider nicht einfach einzuschätzen. Unser Unternehmen hofft jedoch auch nach der Pandemie langfristig Kunden wie Kliniken, Arztpraxen und Altenheime beliefern zu dürfen.

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