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Everllence entwickelt neues System zur Treibstoffeinsparung
Schifffahrt

Everllence entwickelt neues System zur Treibstoffeinsparung

So sieht das Heckwasser eines Frachters aus, der die neue Everllence-Technologie ESAL nutzt. Foto: Everllence
So sieht das Heckwasser eines Frachters aus, der die neue Everllence-Technologie ESAL nutzt. Foto: Everllence

Bei der Technologie sollen Luftschmierung und Antriebsmotor kombiniert und so die Energieeffizienz von Schiffen um bis zu sechs Prozent erhöht werden. Welche Verbindung Everllence zur Dekarbonisierung sieht.

Um die Emissionen in der Schifffahrt zu reduzieren, hat die Everllence SE ein neues Verfahren namens „Engine Supported Air Lubrication“ (ESAL) entwickelt. Die Technologie zielt darauf ab, die Energieeffizienz von Schiffen zu steigern, indem sie den Rumpf mit Luft aus dem Antriebsmotor umströmen lässt. Dadurch sollen sowohl Kraftstoffverbrauch als auch Betriebskosten der Frachter messbar sinken.

Motorluft reduziert Wasserwiderstand

Die neu vorgestellte ESAL-Technologie leitet Luft direkt aus dem Antriebsmotor an die Außenseite des Schiffsrumpfes. Durch diese sogenannte Luftschmierung verringert sich der Strömungswiderstand während der Fahrt auf dem Wasser. Laut Everllence lässt sich so die Energieeffizienz der Schiffe im Vergleich zu herkömmlichen, kompressorgesteuerten Anlagen um bis zu sechs Prozent steigern. Nach mehreren absolvierten Testläufen auf verschiedenen Schiffstypen stufe man das Verfahren als praxisnahen Schritt ein, um den Energiebedarf im Seeverkehr unmittelbar zu drosseln. 

Lesen Sie hier: Vom Diesel zur Klimaneutralität: Everllence im Umbruch

Geringerer Verbrauch als Basis für alternative Kraftstoffe

Die Reduzierung des Energiebedarfs bilde die grundlegende Voraussetzung für eine klimaneutrale Schifffahrt, erklärte Bjarne Foldager, Leiter des Zweitaktgeschäfts bei Everllence. Eine gesteigerte Effizienz sei demnach keine bloße Alternative zu neuen Treibstoffarten, sondern vielmehr die Basis, um deren Einsatz künftig überhaupt wirtschaftlich realisieren zu können. Im Juni 2025 nahm ein Everllence-Motor, der statt Diesel mit Ammoniak betrieben wird, eine entscheidende Hürde und darf nun offiziell verbaut werden

Chefingenieur der Zweitaktsparte Per Cato betont ergänzend: „Ein geringerer Kraftstoffverbrauch führt unmittelbar zu niedrigeren absoluten Emissionen, geringeren Compliance-Kosten und einer geringeren Anfälligkeit gegenüber Schwankungen bei Kraftstoffpreisen und regulatorischen Kosten.“

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