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Everllence-Ammoniakmotor nimmt entscheidende Hürde
Dekarbonisierung

Everllence-Ammoniakmotor nimmt entscheidende Hürde

Everllence-Mitarbeitende sowie Vertreter verschiedener Klassifikationsgesellschaften beim TAT im Kopenhagener Forschungszentrum. Foto: Everllence
Everllence-Mitarbeitende sowie Vertreter verschiedener Klassifikationsgesellschaften beim TAT im Kopenhagener Forschungszentrum. Foto: Everllence

Ein weiterer Schritt in Richtung Dekarbonisierung der Schifffahrt: Der Motor ME-LGIA des Augsburger Unternehmens hat den Typgenehmigungstest bestanden und darf damit verbaut werden. Die nächsten Schritte bis zur Marktreife.

Die Everllence SE hat sich bereits vor geraumer Zeit der Dekarbonisierung verschrieben. Statt Dieselmotoren setzt das Traditionsunternehmen auf die Entwicklung von Schiffsmotoren, die umweltfreundlichere Kraftstoffe nutzen. Im Zuge dieser Strategie ist Everllence ein weiterer Meilenstein gelungen: Der Ammoniakmotor ME-LGIA hat den sogenannten Typgenehmigungstest, kurz TAT, bestanden und ist einer ersten Fahrt damit einen Schritt näher.

„Neue Maßstäbe für klimaneutrale Antriebe“

201 angekündigt, scheint sich der ME-LGIA-Motor in diesem Jahr in großen Schritten der Markteinführung zu nähern, denn nach der erfolgreichen Werksabnahme im April 2026 und des nun bestandenen TAT darf der Ammoniakmotor jetzt offiziell verbaut werden. Der nächste Schritt seien See- und Gasversuche, erklärt Bjarne Foldager, Chef der Zwei-Takt-Motoren-Sparte bei Everllence. Laut Foldager setzt der Motor „neue Maßstäbe für klimaneutrale Antriebe“ und ist „ein Beweis für die einzigartige Fähigkeit von Everllence, auf die Nachfrage zu reagieren und innovative Kraftstoffe auf den Markt zu bringen.“

Neben Ammoniak testet Everllence noch weitere E-Fuels für die maritime Industrie. So gelang dem Unternehmen im März 2026 erstmals der Betrieb eines reinen Wasserstoffmotors.

Lesen Sie auch:Vom Diesel zur Klimaneutralität: Everllence im Umbruch

Erste ammoniakbetriebene Schiffe bereits 2026 auf See?

Entscheidender Faktor für die Nutzung von Ammoniakmotoren sind die Richtlinien der IMO, der International Maritime Organisation, die kürzlich neue Richtlinien bestätigt und damit klare Rahmenbedingungen geschaffen hat. Diese lägen auch dem Typgenehmigungstest zugrunde. Ole Pyndt Hansen, Senior Vice President und Chef der F&E-Abteilung von Zwei-Takt-Motoren, hält es für möglich, dass erste Schiffe mit Ammoniakmotoren noch in diesem Jahr über die Meere fahren könnten: „Die ersten ammoniakbetriebenen Schiffe, die voraussichtlich 2026 in See stechen können, werden ein gutes Argument für die Weiterentwicklung dieser Richtlinien sein.“

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