Interview

deka Messebau: Verlorene Messe-Monate sind nicht aufholbar

Christine Hofmann-Brand, Marketingexpertin bei der deka messebau gmbh. Foto: deka messebau
Großveranstaltungen wie Messen durften in den vergangenen Monaten aufgrund der globalen Corona-Pandemie nicht ausgetragen werden. Das traf nicht nur die Messen an sich, ihre Veranstalter und Austeller. Auch den Messebauern brach das Geschäft ein. Nun wurde bekannt, dass das Messe-Verbot ab Herbst aufgehoben ist. Wir haben mit Christine Hofmann-Brand, Marketing-Expertin von deka Messebau, über die Aussichten für das Unternehmen gesprochen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Ab 1. September dürfen in Bayern Messen stattfinden: Was heißt das für Sie als Messebauer?

Christine Hofmann-Brand: Für uns ein Lichtblick! Die AFAG hat sich als Messe-Veranstalter dazu entschieden, die GrindTec im November in Augsburg stattfinden zu lassen. Wir starten mit Entwürfen für Kunden und hoffen, dass andere Länder nachziehen!

Glauben Sie, Unternehmen greifen nun verstärkt auf regionale Messebauer zurück aufgrund von Corona?

Eher nicht. Langjährig gute Partnerschaften zwischen Unternehmen und Messebauer schaffen Bindungen, die vermutlich stark genug sind, eine Krise zu überwinden. Dennoch hoffen wir auf Anfragen. Kapazitäten dafür sind da.

Bis September sind es nur 3 Monate – ist das genügend Zeit, um den Umsatzverlust der letzten Monate reinzuarbeiten?

Die Messen, die ausfallen, reißen Lücken, die nicht zu ersetzen sind. Die Monate, die wir verloren haben, können wir nicht wieder aufholen.

Was muss bei Messeständen durch Corona nun besonders beachtet werden?

Jeder Messestandort arbeitet aktuell an Regeln und Hygiene-Konzepten. Das bedeutet für uns: Die Regeln für Innenräume zu berücksichtigen und zusätzlich – sobald veröffentlicht – die des Veranstalters.

Sie haben in der Krise Ihr Produktportfolio um Schutzscheiben erweitert. Wird dies weiter Bestand Ihres Angebots bleiben?

Ja, unsere Corona-Schutz-Artikel behalten wir vorerst im Programm. Je nach Hygiene-Vorgaben planen wir sie auf unseren Messeständen mit ein. Ein ergänzendes Angebot wie den virtuellen Messestand beziehungsweise Showroom schätzen wir als wichtig ein.

Wie kommen Sie auf die Idee als Messebauer Virtuelle Messestände anzubieten? 

Solange weltweites Reisen eingeschränkt ist, müssen wir Wege finden, auch die Interessenten auf den Messestand unserer Kunden einzuladen, die nicht zur Messe selbst kommen können. Deshalb bieten wir auf Basis der 3D-Entwurfsdaten die Möglichkeit, den Messestand auch virtuell beziehungsweise digital zu zeigen, zum Beispiel auf der Webseite. Wir sehen in der Kombination von realem Messestand und Virtuellem Showroom die Zukunft für das Marketing und den Vertrieb unserer Kunden.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Ab 1. September dürfen in Bayern Messen stattfinden: Was heißt das für Sie als Messebauer?

Christine Hofmann-Brand: Für uns ein Lichtblick! Die AFAG hat sich als Messe-Veranstalter dazu entschieden, die GrindTec im November in Augsburg stattfinden zu lassen. Wir starten mit Entwürfen für Kunden und hoffen, dass andere Länder nachziehen!

Glauben Sie, Unternehmen greifen nun verstärkt auf regionale Messebauer zurück aufgrund von Corona?

Eher nicht. Langjährig gute Partnerschaften zwischen Unternehmen und Messebauer schaffen Bindungen, die vermutlich stark genug sind, eine Krise zu überwinden. Dennoch hoffen wir auf Anfragen. Kapazitäten dafür sind da.

Bis September sind es nur 3 Monate – ist das genügend Zeit, um den Umsatzverlust der letzten Monate reinzuarbeiten?

Die Messen, die ausfallen, reißen Lücken, die nicht zu ersetzen sind. Die Monate, die wir verloren haben, können wir nicht wieder aufholen.

Was muss bei Messeständen durch Corona nun besonders beachtet werden?

Jeder Messestandort arbeitet aktuell an Regeln und Hygiene-Konzepten. Das bedeutet für uns: Die Regeln für Innenräume zu berücksichtigen und zusätzlich – sobald veröffentlicht – die des Veranstalters.

Sie haben in der Krise Ihr Produktportfolio um Schutzscheiben erweitert. Wird dies weiter Bestand Ihres Angebots bleiben?

Ja, unsere Corona-Schutz-Artikel behalten wir vorerst im Programm. Je nach Hygiene-Vorgaben planen wir sie auf unseren Messeständen mit ein. Ein ergänzendes Angebot wie den virtuellen Messestand beziehungsweise Showroom schätzen wir als wichtig ein.

Wie kommen Sie auf die Idee als Messebauer Virtuelle Messestände anzubieten? 

Solange weltweites Reisen eingeschränkt ist, müssen wir Wege finden, auch die Interessenten auf den Messestand unserer Kunden einzuladen, die nicht zur Messe selbst kommen können. Deshalb bieten wir auf Basis der 3D-Entwurfsdaten die Möglichkeit, den Messestand auch virtuell beziehungsweise digital zu zeigen, zum Beispiel auf der Webseite. Wir sehen in der Kombination von realem Messestand und Virtuellem Showroom die Zukunft für das Marketing und den Vertrieb unserer Kunden.

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