Verbot für Großveranstaltungen

Corona-Virus: So steht es um Veranstaltungen in Augsburg

Das Corona-Virus ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Seit heute sind Großveranstaltungen in Bayern untersagt. Doch welche Auswirkungen hat das auf Augsburg?

Das Corona-Virus breitet sich auch in Augsburg weiter aus. Derzeit gibt es vier bestätigte Fälle in der Stadt, 27 im Landkreis. Die Stadt Augsburg informierte am Mittwoch in Pressekonferenz zur allgemeinen Lage. Anlass ist der aktuelle Bayerische Kabinettsbeschluss wegen des Corona-Virus, der bis einschließlich 19. April Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmer untersagt. „Das Ziel ist es, Übertragungswege zu unterbrechen und davon lassen wir uns leiten“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. „Es wird keinen Augsburger Weg geben, der Rahmen ist klar abgesteckt“, so Gribl.

Augsburger Plärrer abgesagt

Wie geht das öffentliche Leben nun weiter? Seit 11. März 12 Uhr sind Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmer in ganz Bayern verboten. Das betrifft den Augsburger Plärrer und andere Volksfeste wie das Gögginger Frühlingsfest, aber auch Messen wie die GrindTec. „Da gibt es keinen Spielraum“, betont Gribl. Ob der Augsburger Plärrer verschoben wird, stehe noch nicht fest. Geprüft wird derzeit auch, ob die Osterdult stattfinden kann.

Veranstaltungen bis 1.000 Teilnehmer sind zu prüfen

„Veranstaltungen zwischen 500 und 1.000 Teilnehmer sind einzeln nach den Kriterien der Risikoeinschätzung des Robert Koch-Instituts zu überprüfen“, erklärt Ordnungsreferent Dirk Wurm. Die Veranstalter müssen ab sofort ihre Events mindestens eine Woche vorher bei der Stadt Augsburg melden. Die entsprechenden Formulare sind in Kürze online auf der Seite der Stadt Augsburg zu finden. Die Stadt nimmt die Risikoeinschätzung daraufhin vor und beurteilt zusammen mit dem Gesundheitsamt, ob die Veranstaltung stattfinden kann oder nicht. Veranstaltungen unter 500 Teilnehmern sollen nach eigenem Ermessen des jeweiligen Veranstalters stattfinden.

So steht es um Sportveranstaltungen

Das betrifft auch Sportveranstaltungen. Alle Vereine im Landkreis seien bereits kontaktiert worden. Das Spiel des FC Augsburgs am Sonntag wird laut Wurm zu 99,9 Prozent ohne Zuschauer stattfinden. „Einzelne Teilbereiche zu öffnen ist nicht zielführend“, so Wurm. Wie es danach weitergehe, stehe noch nicht fest. Eine Entscheidung für die Augsburger Panther ist bereits getroffen, denn die Deutsche Eishockey Liga hat die Saison am Dienstag aufgrund des Corona-Virus vorzeitig beendet.

Staatstheater stellt kompletten Betrieb ein 

Betroffen sind zudem sämtliche Opern- und Theateraufführunge sowie Konzerte in staatlichen Häusern. Im Staatstheater Augsburg finden dementsprechend bis voraussichtlich zum 19. April 2020, keine Vorstellungen statt. „So bedauerlich es von künstlerischer Seite her auch ist, unterstützen wir selbstverständlich die Maßnahmen, die der Gesundheit der Bevölkerung dienen und hoffen, dass diese schwere Krise so schnell wie möglich beendet ist, um wieder für unser Publikum spielen zu können“, erklärte Staatsintendant André Bücker. Ebenfalls abgesagt sind alle Veranstaltungen und Führungen im Stadtarchiv und den Kunstsammlungen. Die Museen bleiben aber weiterhin geöffnet.

Kommunalwahl 2020

„Die Kommunalwahl am 15. März findet nach dem heutigen Stand statt“, berichtet Bürgeramtsleiter Dieter Roßdeutscher. Die Zahl der Briefwahl sei aber stark nach oben gegangen. Wählen zu gehen sei nicht gefährlicher als ein Einkaufsbummel, betont Gribl.

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