Kommentar

Corona in Bayern: Schluss mit der Öffnungs-Willkür!

Keine Frage: Lockerungen sind der schwierigste Teil bei der Pandemiebekämpfung. Aber es braucht endlich intelligente Lösungen für ein Ende des Lockdowns. Die Öffnung von Baumärkten zählt nicht dazu.

Die Menschen in Bayern sind Corona-müde. Der Sonnenschein und die milden Temperaturen haben in den letzten Tagen dafür gesorgt, dass sie in Scharen draußen unterwegs waren. Die Bilder vom Wochenende haben ein mulmiges Gefühl bei vielen ausgelöst: überfüllte Spielplätze, Stau auf den Spazierrouten und Menschengruppen, die es sich an Seeufern auf Decken bequem gemacht haben. Aber wem kann man es verdenken, wenn man nach Wochen im Lockdown keine Lust mehr auf die ganzen Auflagen hat? 

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Die Corona-Politik von Ministerpräsident Markus Söder ist für viele nicht mehr nachvollziehbar. Denn vor allem den Geschäftsleuten fehlt der Lichtblick am Ende des Tunnels. Am Dienstag dann die Nachricht von Seiten der Staatsregierung: Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden sollen ab 1. März wieder öffnen dürfen. Diese Lockerung wurde unabhängig von der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch beschlossen. Außerdem sind neben Friseuren auch körpernahe Dienstleistungen wie Fußpflege wieder erlaubt.

Zu Recht fragen nun die Einzelhändler: Warum muss mein Laden vielleicht noch wochenlang geschlossen bleiben, aber vor den Baumarktregalen tummeln sich wieder die Leute? Was unterscheidet den XXL-Baumarkt vom kleinen Modeladen der Selbstständigen Einzelhändlerin? Sie könnte zu 100 Prozent besser sicherstellen, dass in ihrem Laden die Ansteckungsgefahr gegen 0 geht.

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Auch Zoos, Museen, Kinos, Theater, Hotels, Sportstätten und Gaststätten verweisen auf ihr Hygienekonzept und fordern eine baldige Öffnung. Der Druck auf Söder wächst. Doch mit der riskanten Öffnung von Baumärkten und anderen „körpernahen Dienstleistungen“ hat er ihn nur verstärkt. Denn wieso ist eine Gesichtsbehandlung wieder erlaubt, aber ein Bekleidungsgeschäft muss zuhaben? Oder wieso darf man sich wieder Gelnägel machen lassen aber in einen Buchladen zu gehen ist zu riskant? Wieso sollte dort das Risiko höher sein als in einem großen Supermarkt? Wieso darf ich mir bei der amerikanischen Kaffeekette – die hier übrigens keine Steuern zahlt – einen Coffe to Go holen und mich neben einen Fremden auf die nächste Bank setzen, während beim heimischen Kaffee-Besitzer die Außengastro verboten ist? Verstehen, muss ich das nicht.

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Für die Öffnung der Blumenläden habe ich durchaus Verständnis, denn dabei handelt es sich um verderbliche Ware. Aber Hammer und Farbe verderben nicht so schnell, wie es der baden-württembergische Regierungssprecher Rudi Hoogvliet auf den Punkt bringt. Dort bleiben Baumärkte auch weiterhin geschlossen. Mit seinem Alleingang hat sich Söder auch bei anderen Ländern unbeliebt gemacht. By the way: Click & Collect hat gerade bei Baumärkten und Gartencentern aus meiner Erfahrung heraus hervorragend funktioniert.

Es ist klar, dass der Lockdown nicht einfach auf die Schnelle beendet werden kann. Aber wichtig ist, dass es endlich eine konkrete Perspektive gibt. Klare nachvollziehbare Lockerungen anstelle von schwer nachvollziehbaren Ad-hoc-Entscheidungen. Es muss möglich sein, dem Virus mit Vorsicht zu begegnen, ohne viele Teile der Wirtschaft weitere in den Ruin zu treiben. Denn lange hält das kleine Bekleidungsgeschäft um die Ecke nicht mehr durch. Amazon freut’s - das ist aber auch der Einzige.

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Zu Recht fragen nun die Einzelhändler: Warum muss mein Laden vielleicht noch wochenlang geschlossen bleiben, aber vor den Baumarktregalen tummeln sich wieder die Leute? Was unterscheidet den XXL-Baumarkt vom kleinen Modeladen der Selbstständigen Einzelhändlerin? Sie könnte zu 100 Prozent besser sicherstellen, dass in ihrem Laden die Ansteckungsgefahr gegen 0 geht.

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Es ist klar, dass der Lockdown nicht einfach auf die Schnelle beendet werden kann. Aber wichtig ist, dass es endlich eine konkrete Perspektive gibt. Klare nachvollziehbare Lockerungen anstelle von schwer nachvollziehbaren Ad-hoc-Entscheidungen. Es muss möglich sein, dem Virus mit Vorsicht zu begegnen, ohne viele Teile der Wirtschaft weitere in den Ruin zu treiben. Denn lange hält das kleine Bekleidungsgeschäft um die Ecke nicht mehr durch. Amazon freut’s - das ist aber auch der Einzige.

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