Einschätzung

Analyse: So steht es um Büroimmobilien in Augsburg

Dipl.-Ing. Peter Kragler. Foto: KRAGLER Immobilien GmbH
Das Augsburger Maklerhaus Kragler Immobilien hat eine interne Erhebung zum Büro-Standort Augsburg durchgeführt. Dabei ging es auch der Frage nach, wie künftige Arbeitskonzepte die Anforderungen an Gewerbeobjekte ändern. Das sind die Ergebnisse.

Die Immobilienbranche ist sehr heterogen, die Auswirkungen von Corona fallen daher ebenso vielfältig aus. Das ist das Fazit von Peter Kragler, Geschäftsführer von Kragler Immobilien. Einen Nachfragerückgang verzeichne vorrangig die Gastronomie-, Hotellerie- und Einzelhandelsbranche. Generell sei vielerorts eine gewisse Unsicherheit ob der zu erwartenden zukünftigen Entwicklung zu erkennen. Das führe zu längeren Entscheidungsprozessen und teilweise auch zur vorübergehenden Einstellung der Suche nach einem neuen Standort.

Büroimmobilien-Leerstand in Augsburg gesenkt

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Die Nachfrage nach repräsentativen Neubauobjekten und gut erhaltenen Bestandsimmobilien ebbt im Wirtschaftsraum Augsburg auch in Corona-Zeiten nur minimal ab. Dies sei vorrangig darauf zurückzuführen, dass die Leerstandsquote des Augsburger Büroimmobilienmarktes auf einem historisch niedrigen Niveau bei etwa vier Prozent liegt, analysiert Peter Kragler. Wie eine interne Erhebung des auf Gewerbeimmobilien spezialisierten Maklerhauses Kragler Immobilien aus dem März 2021 ergab, absorbiert die vorhandene Nachfrage nach Büroobjekten auch mittelfristig – trotz Corona – das Angebot. Hier unterscheide sich Augsburg klar von den meisten anderen deutschen Metropolen. Auch aus einer Studie der bulwiengesa AG gehe unterdessen hervor, dass der Leerstand im Bereich der Büroimmobilien in Augsburg im Jahr 2020 sogar leicht gesenkt werden konnte und sich überwiegend auf ältere Bestandsobjekte konzentriert. Allerdings wurde auch in der Corona-Zeit auf dem Gewerbemarkt gebaut: So wird etwa Weltbild bald seine neue Zentrale beziehen. Doch auch im Landkreis Augsburg entstehen attraktive Neubauprojekte, welche bereits namhafte Mieter gewinnen konnten.

Neue Arbeitsmodelle beeinflussen Anforderungen an Immobilien

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Die steigende Nachfrage nach neuen Gewerbeobjekten mit Büros kommt für Peter Kragler unterdessen nicht überraschend und zeichne sich schon seit geraumer Zeit ab. Die Pandemie habe vielen Unternehmen nämlich die Defizite der bisherigen Büro- und Arbeitsorganisation vor Augen geführt und diese Entwicklung somit zusätzlich verstärkt. Zukünftig werde nach Kraglers Einschätzung die zeitgemäße Gestaltung der Arbeitsumgebung weiter an Bedeutung gewinnen. Ein maßgeblicher Bestandteil werde hierbei das Hybridmodell aus Home- und Präsenzoffice sein. Nach einer Befragung von B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN sind derartige Arbeitsmodelle über weite Branchen hinweg bereits umgesetzt. Sogar bei produzierenden Betrieben, wie etwa Grenzebach im Donau-Ries. Mit diesen Arbeitsmodellen kann sich aber auch der Flächenbedarf ändern – vor allem bei der Gestaltung von Sozial- und Gemeinschaftsflächen.

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