Corona-Krise

Aiwanger fordert Unterstützung der Messelandschaft

Die Pandemie hat Deutschland noch immer unter Kontrolle. Darunter leiden viele Wirtschaftszweige – auch die Messen. Deshalb ergreift Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Initiative und setzt sich für deren Unterstützung ein. Was er fordert.

Zahlreiche Messen und Veranstaltungen wurden aufgrund des Corona-Virus und den daraus resultierenden Maßnahmen im Jahr 2020 abgesagt. Die Lage scheint sich jedoch noch nicht zu beruhigen. Augsburg beispielsweise hat bereits alle Messen für das kommende Jahr 2021 abgesagt.

Aiwanger fordert zusätzliche Mittel für Messen

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger setzt sich jetzt für den Erhalt des Messestandorts Deutschland ein. Auf seine Initiative hin fordert die Wirtschaftsministerkonferenz die Bundesregierung auf, Maßnahmen zum Erhalt, zur Sicherung und zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung des deutschen Messewesens zu starten und mit Bundesmitteln zu unterstützen. Aiwanger betont: „Auch der Bund ist gefordert, den weltweit führenden Messestandort Deutschland zu erhalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Was für Flughäfen diskutiert wird, gilt erst recht für die Messen: Sie brauchen zusätzliche Mittel aus Berlin, um die derzeitige Krise zu überstehen und ihre internationale Marktposition zu sichern. Die Messen brauchen eine Perspektive.“

Aiwanger betonte außerdem, dass verlässliche Rahmenbedingungen für die Durchführung von Messen nötig sind. „Um kurzfristige und kostspielige Absagen von Messen zu vermeiden, müssen Regelungen gefunden werden, die von Schwankungen des Infektionsgeschehens weniger abhängig sind und von den örtlich zuständigen Behörden durch zusätzliche Auflagen angepasst werden können", erklärte er.

Hinwirken auf möglichst frühzeitigen Neustart der Messeveranstaltungen

Die Wirtschaftsministerkonferenz hatte auf Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums über die Sicherung und zukunftsfähige Weiterentwicklung des deutschen Messewesens beraten. Die Wirtschaftsminister der Länder sehen mit großer Sorge, dass der für den Herbst erhoffte Neustart der Messeveranstaltungen ins Leere gelaufen ist und bereits jetzt ein Großteil der Veranstaltungen des 1. Quartals 2021 verschoben oder abgesagt wurde. Die Minister seien der Überzeugung, dass weiterhin auf einen möglichst frühzeitigen und weitgehenden Neustart der Messeveranstaltungen in Deutschland und bei den ausländischen Tochtergesellschaften der deutschen Messen hingewirkt werden muss.

Messegesellschaft steht Wandel bevor

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Die jetzige Krise werde nach Ansicht der Wirtschaftsminister die Weiterentwicklung des Messewesens beschleunigen, wobei hybride Formate eine verstärkte Rolle spielen. Die Messegesellschaften müssten bei diesem Wandel unterstützt werden. Rein digitale Formate würden aber weder in Bezug auf ihre ökonomische Wirkung noch hinsichtlich der psychologischen Relevanz der Pflege von Geschäftsbeziehungen ein vollwertiger Ersatz sein können. 

Aiwanger: Es drohen „weitere Insolvenzen“

Hubert Aiwanger: „Die COVID-19-Pandemie hat die Messebranche mit als Erstes und besonders stark betroffen. Ohne Unterstützung und Perspektiven drohen bei zahlreichen Servicepart­nern aus Messebau, Veranstaltungstechnik, Elektroinstallation, Sicherheit, Reinigung oder Gastronomie und Hotellerie in den nächsten Monaten weitere Insolvenzen."

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