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24. VMM Mittelstandsfrühstück: Augsburgs Gesundheitswirtschaft im Fokus

24. VMM Mittelstandsfrühstück: Augsburgs Gesundheitswirtschaft im Fokus

Ein Highlight ist der B4B Talk. Zu Gast waren (von links nach rechts): Dr. Bernd Ohnesorge, Siemens Healthineers, Lisa Figas, TelemetryDeck, Prof. Dr. Katharina Beyer, Universitätsklinikum Augsburg, Richard Goerlich, Universitätsklinikum Augsburg und Moderatorin Lisa Graf. Foto: Bernd Jaufmann / VMM
Ein Highlight ist der B4B Talk. Zu Gast waren (von links nach rechts): Dr. Bernd Ohnesorge, Siemens Healthineers, Lisa Figas, TelemetryDeck, Prof. Dr. Katharina Beyer, Universitätsklinikum Augsburg, Richard Goerlich, Universitätsklinikum Augsburg und Moderatorin Lisa Graf. Foto: Bernd Jaufmann / VMM

Augsburg entwickelt sich als Medizinstandort weiter – mit Auswirkungen auf Forschung, Wirtschaft und Unternehmen in der Region. Beim 24. VMM Mittelstandsfrühstück diskutierten Expertinnen und Experten über Chancen, Innovationen und Sicherheit in der Gesundheitswirtschaft.

Medizinischer Fortschritt, neue Unternehmen und Milliardeninvestitionen: Rund um das Universitätsklinikum Augsburg hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Wie sich diese Entwicklung auf den Wirtschaftsraum auswirkt, stand beim 24. VMM Mittelstandsfrühstück im Mittelpunkt. Rund 180 Gäste kamen dazu im westhouse Augsburg zusammen.

Augsburg als Medizinstandort im Fokus

Begrüßt wurden die Gäste von Andres Santiago, Geschäftsführer der VMM Medienagentur, und Gerhard Hab, Geschäftsführer von westhouse Augsburg. Mit dem Medical Convention Hub unterstützt das Westhouse selbst medizinische Veranstaltungen. Ziel sei es, „damit Augsburg als Medizinstandort die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient“, sagte Hab.

Wie kann die Gesundheitswirtschaft Innovationen vorantreiben? Welche Rolle spielen neue Technologien für die Medizin und welche Chancen ergeben sich daraus für den Wirtschaftsstandort Augsburg? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich das 24. VMM Mittelstandsfrühstück im westhouse Augsburg.

Im anschließenden B4B-Talk diskutierte Moderatorin Lisa Graf mit Richard Goerlich vom Universitätsklinikum Augsburg, Prof. Dr. Katharina Beyer vom UKA, Dr. Bernd Ohnesorge von Siemens Healthineers und Lisa Figas, Gründerin und CEO von TelemetryDeck. „Es ist nicht ein bisschen, sondern es ist ganz schön viel entstanden“, fasste Beyer die Entwicklung der vergangenen Jahre zusammen.

Vom Universitätsklinikum profitiert auch die Region

Goerlich machte die wirtschaftliche Bedeutung des Universitätsklinikums unter anderem an der Bautätigkeit fest. Für die weitere Entwicklung sei ein Bauvolumen von rund fünf Milliarden Euro vorgesehen. „Aus Bautätigkeit wird Wirtschaftlichkeit“, sagte er. Das UKA habe die Absicht, „stark in die Region zu wirken“. Mit dem Zentrum für Gründung und Innovation soll auch die Verbindung zwischen Medizin, Forschung und regionaler Wirtschaft weiter gestärkt werden. Goerlich betonte: „Wir müssen ins Tun kommen, wir müssen Dinge machen und umsetzen.“

Auch Ohnesorge sieht großes Potenzial in der Zusammenarbeit zwischen Universitätsmedizin und Industrie. Rund um Universitätskliniken siedelten sich erfahrungsgemäß Start-ups und Unternehmen an, wovon auch der Mittelstand profitieren könne. Figas brachte die Perspektive eines Augsburger Technologieunternehmens ein. TelemetryDeck entwickelt eine datenschutzorientierte Analytics-Plattform für digitale Produkte. Um den Wirtschaftsstandort weiter zu stärken, könne auch die regionale Beschaffung stärker in den Fokus rücken.

Sicherheit als gemeinsamer Nenner

Ein zentrales Thema der Diskussion war die Frage, wie medizinischer und technologischer Fortschritt sicher gestaltet werden kann. Beyer zeigte am Beispiel des Da-Vinci-Systems, welche Möglichkeiten robotisch unterstützte Eingriffe bieten. Dazu zählen unter anderem ein geringerer Blutverlust und eine präzisere Entfernung von Tumorgewebe. Ohnesorge sprach sich zugleich dafür aus, Datenschutzregelungen an neue technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz anzupassen.

„Sicherheit ist das Kerngeschäft der Medizin“, sagte Goerlich. Mit Formaten wie dem Safety Camp und dem Safety Campus beschäftigt sich das UKA deshalb auch mit der Vorbereitung auf außergewöhnliche Krisenlagen. Medizinische Teams sollen dort unterschiedliche Notfall- und Krisenszenarien möglichst realitätsnah trainieren können. Ohnesorge plädierte zudem für eine offenere Fehlerkultur in der Medizin, um aus vergangenen Problemen besser lernen zu können.

B4B-Pokal für den meistgeklickten Beitrag

Zum Mittelstandsfrühstück gehört inzwischen auch die Verleihung des B4B-Pokals. Ausgezeichnet wird der Beitrag aus dem B4B-Beraterpool, der seit dem vergangenen Mittelstandsfrühstück die meisten Klicks erzielt hat. Durch die Preisverleihung führten die B4B-Redakteurinnen Angelina Märkl und Katharina Seeburger. In diesem Jahr ging der Pokal an Laura-Theresa Ebert, LL.M., Rechtsanwältin bei UP Rechtsanwälte. Überreicht wurde die Auszeichnung vom letztjährigen Preisträger Hans-Peter Heinemann.

„Vorsorge ist immer besser als Nachsorge, auch für Unternehmer“, betonte Ebert. Ein gut vorbereiteter Notfallkoffer könne für Unternehmen bei unvorhergesehenen Ereignissen entscheidend sein. Beim anschließenden Austausch nutzten die Gäste die Gelegenheit, die Themen des Vormittags weiter zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen.