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10-Jahres-Plan: So wird das Klinikum Augsburg wirtschaftlicher
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Klinikum Augsburg

10-Jahres-Plan: So wird das Klinikum Augsburg wirtschaftlicher

 Das Klinikum Augsburg. Foto: B4B SCHWABEN

Auf Anfrage unserer Redaktion äußerte sich Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Augsburg, am vergangenen Freitag zur wirtschaftlichen Lage des Klinikums. In diesem Zusammenhang kam auch ein 10-Jahres-Plan zur Sprache. Das neue Konzept soll dem Klinikum helfen, Millionen einzusparen. Vor allem im Bereich der Personalkosten sind Kürzungen zu erwarten.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Auf Anfrage unserer Redaktion gab Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Augsburg, letzten Freitag die neuesten Zahlen zur wirtschaftlichen Lage des Klinikums bekannt. Derzeit liegt das Klinikum Augsburg hinter den Erwartungen für das laufende Jahr: Die Prognose beläuft sich auf einen Verlust von 4,6 Millionen Euro für 2015. Zum Vergleich: Das Geschäftsjahr 2014 endete mit einem Minus von 3,7 Millionen Euro. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage kann sich das Klinikum Augsburg nicht leisten, vor allem nicht im Hinblick auf das Projekt Uniklinik. Auf Anfrage gab Schmidtke deshalb auch einige Informationen zum 10-Jahresplan bekannt, der das Klinikum retten soll.

Warum ist die wirtschaftliche Lage des Klinikums Augsburg kritisch?

Zum einen sind die Personalkosten im Klinikum Augsburg im Vergleich zu anderen bayerischen Krankenhäusern relativ hoch. Dies hängt auch mit der Anzahl der Überstunden zusammen. Überstunden kosten – wenn sie nicht rechtzeitig abgebaut werden – Geld. Das gleiche gilt für Urlaub, der von Mitarbeitern nicht im Laufe eines Kalenderjahres genommen wird. Derzeit fasst das Klinikum Augsburg rund eine halbe Million Euro an Überstunden allein im ärztlichen Bereich. In allen anderen Bereichen – vor allem auch in der Pflege – konnten hingegen die Überstunden deutlich abgebaut werden. Das Klinikum befindet sich hier also auf dem richtigen Weg.

Gleichzeitig wurden gewisse Unterfinanzierungen einkalkuliert. So fehlen derzeit rund 400.000 Euro, weil das Klinikum beschlossen hat, auf bestimmte Fort- und Weiterbildungen nicht zu verzichten. Dasselbe Prinzip gilt für dringend benötigte Investitionen. Diese Maßnahmen können jedoch als Anlagen verzeichnet werden, die das Klinikum langfristig stärken.

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Außerdem verlaufen viele Prozessabläufe am Klinikum Augsburg unwirtschaftlich. So dauern beispielsweise die Wechselzeiten im OP-Bereich – also die Dauer zwischen den einzelnen OPs – derzeit zu lange. Das bedeutet, dass weniger Patienten operiert werden können und dass weniger Geld reinkommt. Um die Patienten besser versorgen zu können und gleichzeitig wirtschaftlicher zu handeln, hat das Klinikum bereits die Station POINT eingerichtet. Zusätzlich befindet sich die Fertigstellung des neuen OP-Zentrums in den letzten Zügen. Beide Maßnahmen erleichtern die Prozessabläufe im Klinikum nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Schmidtke erheblich.

Wirtschaftlich gesehen ist das Klinikum Augsburg also noch nicht auf der Zielgeraden. Schmidtke zeigte sich im Gespräch aber zuversichtlich: Auch wenn noch einige Hürden zu nehmen seien, so gehe man davon aus, dass das Klinikum bis Ende dieses Jahres wirtschaftlich wieder besser dastehen werde.

Welche Punkte beinhaltet der 10-Jahres-Plan?

Grundsätzlich ist das Ziel des Klinikums, Prozessabläufe weiter zu optimieren. Dazu sollen beispielsweise bestimmte Stationen teilweise geschlossen werden. Schmidtke betonte, dass das Ziel nicht sei, Patienten wegschicken zu müssen. Vielmehr erlebt auch das Klinikum jedes Jahr eine Art „Sommerloch“, also eine bestimmte Zeit, während dieser einfach weniger Patienten ins Krankenhaus kommen. Auf der anderen Seite gibt es wiederum Stationen, die gut miteinander kombinierbar sind. Durch die flexible Gestaltung der Organisation werden die Patienten weiterhin versorgt. Gleichzeitig kann ein Teil der Mitarbeiter Überstunden abbauen.

Der 10-Jahresplan  des Klinikums wird nicht gänzlich ohne Stellenabbau auskommen. Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte Schmidtke, dass mit einem Personalabbau von circa 7 Stellen für das Jahr 2016 zu rechnen sei. Der Stellenabbau soll aber nur durch natürliche Fluktuation stattfinden.

Es geht den Verantwortlichen nicht nur darum, Geld einzusparen. Ziel ist es, das Klinikum zukunftsfähig zu machen. Auf wichtige Investitionen, die dazu beitragen, soll auch künftig nicht verzichtet werden. Dazu gehört auch die Sicherung von Nachwuchskräften. So will das Klinikum künftig vor allem in der Kinder- und Erwachsenenpflege sowie auch im Intensiv-Bereich zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.

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