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Das Technologietransferzentrum (TTZ) Aichach der Technischen Hochschule Augsburg (THA) stellt neue Wege für die Bauwirtschaft vor. Beim A³ Werkstattgespräch „Innovation Walk TTZ Aichach“ erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Projekte. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Forschung schneller in die Baupraxis gebracht werden kann. Dabei ging es um digitales Planen, ressourcenschonende Baustoffe und automatisierte Fertigungsprozesse.
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Marc Sturm, Landrat für Aichach-Friedberg, sieht eine große Bedeutung des Zentrums für die Region. „Das Technologietransferzentrum Aichach steht exemplarisch für die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Region. Alle ziehen an einem Strang, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern. Ein Ort, an dem Zukunft nicht nur diskutiert, sondern gebaut wird“, erklärt Sturm.
Beim Innovation Walk präsentierten Forschende ihre Projekte in der Halle des TTZ Aichach. An fünf Stationen wurden verschiedene Themen vorgestellt. Dazu gehörten Untersuchungen zu Carbonbauteilen, Versuche mit Carbon-Recyclingbeton sowie 3D-Betondruck. Auch digitaler Holzbau und robotergestützte Holzbearbeitung standen im Mittelpunkt. Die rund 1.800 Quadratmeter große Halle im interkommunalen Gewerbegebiet Acht300 bietet dafür die notwendige Forschungs- und Versuchsinfrastruktur
Die Veranstaltung wurde von der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH organisiert. Rund 50 Vertreter aus verschiedenen Bereichen kamen zusammen. Dazu gehörten Unternehmen, Handwerksbetriebe, Wissenschaft, Verwaltung und regionale Netzwerke. Prof. Dr. Frank Danzinger, Vizepräsident für Technologie und Forschung der Technischen Hochschule Augsburg, warnt vor herausfordernden Zeiten, die innovative Lösungen bräuchten. „Am TTZ in Aichach werden Innovationen entwickelt, um die Zukunft der Bauwirtschaft ressourcenschonend, nachhaltig, effizient und in Interaktion zwischen Mensch und Maschine zu gestalten“, so Danzinger.
Der Innovation Walk knüpft an die Arbeit der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH in den Bereichen nachhaltiges Bauen, Holzbau und Kreislaufwirtschaft an. Mit dem A³ Netzwerk Holzbau fördert die Organisation den Austausch entlang der regionalen Wertschöpfungskette. Dazu gehören unter anderem Forst, Holz, Planung, Bau und öffentliche Hand.
Auch das Netzwerk Zirkuläres Bauen bringt verschiedene Akteure zusammen. Dazu zählen Planungsbüros, Bauunternehmen, Baustoffhersteller, Kommunen und Hochschulen. Ziel ist es, Wissen zu verbinden und nachhaltige Lösungen stärker in die Praxis zu bringen.
Beim abschließenden Austausch im TTZ wurde das Interesse an praxisnahen Lösungen deutlich. Die Bauwirtschaft steht vor Herausforderungen wie Fachkräftemangel, steigenden Kosten, knappen Ressourcen und Klimaschutz. Gleichzeitig bieten digitale Planung, automatisierte Fertigung, Holzbau und Kreislaufwirtschaft neue Möglichkeiten. Diese Ansätze sollen helfen, Bauprojekte künftig effizienter und ressourcenschonender umzusetzen.