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Unternehmens(ver)kauf: Welche Strategie lohnt sich?
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Sonntag & Partner erklärt

Unternehmens(ver)kauf: Welche Strategie lohnt sich?

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Der Standort von Sonntag im Prinz-Karl-Palais in Augsburg. Foto: Sonntag

Die Übernahme eines Unternehmens in der Krise eröffnet große Chancen für Wettbewerber und Investoren. Aber es gibt auch Risiken, mit denen kalkuliert werden muss. Zwei Experten der Augsburger Kanzlei Sonntag & Partner geben Unternehmern hilfreiche Tipps an die Hand.

Die Wirtschaftskanzlei Sonntag & Partner hat sich in Ihrem Portfolio unter anderem auf den Kauf und Verkauf von Unternehmen spezialisiert. Der Rechtsanwalt Dr. Maximilian Hüttel sowie Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dominic Wörlein sind die Experten wenn es um derartige Transaktionen in Krisenzeiten geht. Denn gerade jetzt während der Corona-Pandemie ist die Beratung bei Fachleuten wichtig. „Die Finanzierung und die rechtliche Gestaltung von so genannten ‚Distressed M&A‘ sind komplex“, erklärt Maximilian Hüttel und Dominic Wörlein ergänzt: „Die aktuelle Situation zwingt viele Unternehmen, ihre Strategie und ihre Positionierung am Markt zu überdenken. Dieser Umstand bietet aber auch die Chance, durch Unternehmenskäufe Marktanteile zu gewinnen und Synergien zu realisieren.“ Hierbei kann ein geringer Kaufpreis, ausgelöst durch das schwierige Marktumfeld, ein zusätzlicher Anreiz sein. Auf Verkäuferseite kann die Veräußerung eines Bereiches dann etwa die notwendige Liquidität für eine Restrukturierung des Kerngeschäfts liefern.

Rechtsanwalt Dr. Maximilian Hüttel berät bei Sonntag & Partner über Unternehmens(ver)käufe. Foto: Sonntag & Partner

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Im Bereich „Distressed“ M&A wird zwischen Transaktionen vor und in der Insolvenz unterschieden. Ersteres scheint hinsichtlich der Abwicklung der Übernahme auf den ersten Blick einfacher zu sein. Wichtig ist dabei aber rechtzeitig die Frage nach dem Wann zu klären. Dr. Maximilian Hüttel erklärt: „Der richtige Zeitpunkt hängt hier auch von der Ausgestaltung der Transaktion ab. So können sich zum Beispiel bei einem „Asset Deal“, bei dem nur einzelne Vermögensgegenstände erworben werden, Anfechtungsrisiken ergeben, sofern der Deal vor einer späteren Insolvenz erfolgt.“ Bei einem „Share Deal“ – also dem Kauf der Gesellschaftsanteile – ist der Käufer für die Verhinderung oder Beseitigung von Insolvenzantragsgründen verantwortlich. „Der Kauf vor der Insolvenz ist also nicht unbedingt die bessere Wahl“, ergänzt Hüttel.

Dominic Wörlein ist Experte für Unternehmens-Sanierung und Restrukturierung bei Sonntag & Partner. Foto: Sonntag & Partner

Eine Transaktion in der Insolvenz kann sich lohnen

Für Unternehmer kann unterdessen auch ein Kauf in der Insolvenz interessant sein. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wörlein erklärt: „Regelmäßig sinkt die Bewertung der Unternehmen in der Insolvenz nochmals deutlich. Auch gegenüber der Unternehmensbewertung in vorinsolvenzrechtlichen Krisenstadien, wodurch eine Kaufentscheidung attraktiver werden kann.“ Gleichzeitig sind insolvenzrechtliche aber Sonderregeln zu beachten, der Zeitrahmen für Analysemöglichkeiten wird deutlich geringer. Wörlein warnt deshalb: „Eine sorgfältige Prüfung und eine möglichst umfassende Absicherung aller Risiken ist in diesem Fall ebenso wichtig.

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