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Wie können Unternehmer Mitarbeiterinnen vor Grenzüberschreitungen schützen?
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Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

Wie können Unternehmer Mitarbeiterinnen vor Grenzüberschreitungen schützen?

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Dr. Michaela Simon, Geschäftsführerin Dr. Simon & Partner. Foto: Dr. Simon & Partner

Grenzüberschreitungen und Abwertungen weiblicher Mitarbeiterinnen sind leider oft Alltag. Was können Führungskräfte machen, um derartige Situationen erst gar nicht aufkommen zu lassen?

„Eine unserer Mitarbeiterinnen hat sich jüngst über Grenzüberschreitungen einiger männlicher Mitarbeiter beschwert. Einen derartigen Übergriff hätten wir gerne vorab verhindert. Wie hätten wir richtig reagiert?“

Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet:

Leider ist das Thema auch 2022 relevanter denn je. Frauen müssen um Anerkennung ihrer Kompetenz und Respekt gegenüber ihrer Person kämpfen! Dominantes Verhalten von männlichen Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist für viele Frauen weiterhin ein Problem.

Manche Männer tun sich immer noch schwer Frauen zu akzeptieren

Viele Männer – nicht nur alte weiße – tun sich immer noch schwer, das andere Geschlecht wirklich zu respektieren. Grenzüberschreitungen, sexistische oder abwertende Äußerungen sind noch zu oft Regel und zu wenig Ausnahme. Dabei wäre es einfach und sinnvoll, aus beiden Erfahrungs- und Kompetenzwelten zu profitieren. Und das gegenseitig!

Lassen Sie uns ein Beispiel aus der Praxis betrachten, um das Ganze klar zu beschreiben:

In einem meiner Seminare zum Thema Moderation und Präsentation sollten die Teilnehmenden für sie schwierige Themen und Beispiele mitbringen, die wir dann gemeinsam behandelten beziehungsweise die entsprechenden Methoden und Ansätze aufgezeigt werden konnten.

Eine Teilnehmerin schilderte folgende Situation, die ihr passiert ist.

Im Rahmen eines Workshops zur Präsentation neuer Softwareprogramme vor Geschäftsführern verschiedener Firmen sprach sie einer der Geschäftsführer mit Du an, während er die anderen Teilnehmer mit Sie ansprach. Unsere Protagonistin reagierte nach außen gar nicht und ließ sich nichts anmerken. Innerlich war sie sehr verunsichert und verärgert.

Was ist passiert?

Wir könnten jetzt darüber spekulieren, was die Ursachen und das Ziel für ein derartiges Verhalten sein könnten. Da ist jedoch aus meiner Sicht wenig zielführend.

Fakt ist, dass das Verhalten des Geschäftsführers ist in jeder Hinsicht inakzeptabel, herabwürdigend und respektlos ist. Und bei näherer Analyse kann man bei vielen verbalen Übergriffen eine gewisse Grundstruktur erkennen:

Unangemessene Ansprache einer Frau. Hier: Das Du im Geschäftskontext und die alleinige Ansprache unserer Protagonistin.

Das suggeriert den anderen Teilnehmenden, Anders-Sein, Nicht auf einer Ebene sein und dass sie nicht mit dem „normalen“ Sie angesprochen werden muss. Das heißt, es findet eine offene Herabwürdigung statt.

Was könnte eine angemessene Reaktion sein?

Unsere Protagonistin hätte die Situation konkret ansprechen und in Frage stellen können zum Beispiel in folgenden Sinne:

Neutral:

Herr xy, Sie haben mich per Du angesprochen, was mich zu der Frage bringt, wie wir es hier in diesem Workshop- Kontext handhaben wollen: sollen wir uns mit Du oder lieber mit Sie ansprechen?

Oder auch gerne wertend:

Herr xy, ich habe sehr irritiert zur Kenntnis genommen, dass Sie mich mit Du angesprochen haben, was mich zu der Frage bringt, wie wir es hier in diesem Workshop- Kontext handhaben wollen: wollen wir uns mit Du oder lieber mit Sie ansprechen?

In beiden Fällen machen Sie klar, dass die Anrede, gleichgültig ob Du oder Sie, für alle gilt. Sie stellen eine Auswahl in den Raum und erlauben Ihrem Gegenüber, den Faux Pax ohne Gesichtsverlust zu korrigieren. Sie entschieden, ob Sie denjenigen nach der Veranstaltung unter vier Augen darauf ansprechen, wenn Sie den Eindruck haben, dass es nicht nur ein Faux Pax war.

Selbstbewusstsein stärken und Sprache verändern

Generell können Sie im Unternehmen Einiges tun, um Ihre Mitarbeiterinnen das richtige Handwerkszeug an die Hand zu geben, in derartigen Situationen gut und angemessen zu reagieren. Im Grunde geht es darum, männliches unangebrachtes Dominanzverhalten bewusst zu machen und diesem etwas entgegenzusetzen.

Dafür lohnt es sich immer mit Experten zusammenzuarbeiten, die Informationen zu diesen Themen zur Verfügung stellen. Und ihren Mitarbeiterinnen durch Trainings und Mentoringprogramme das Rüstzeug an die Hand zu geben, das sie in die Lage versetzt, selbstbewusst und natürlich zu reagieren.

Dazu zählen:

  • Die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstwirksamkeit
  • Das Bewusstsein für die eigenen Sprach- und Verhaltensmuster und die, dominanter Männer
  • Die Fähigkeit aus beiden Mustern das Beste herauszuholen

Sie haben Rückfragen an Dr. Michaela Simon, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

Weitere Informationen zu dieser Thematik finden Sie hier.