/ 
Themen  / 
Welche Hürden gibt es bei einen Due-Diligence-Prozess?
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Sven-Roger von Schilling, WTS

Welche Hürden gibt es bei einen Due-Diligence-Prozess?

 Beraterpool-Bild-Sven-Roger_von_Schilling
Sven-Roger von Schilling, Director bei WTS. Foto: WTS
Von Sven-Roger von Schilling

Der Hintergrund der Due-Diligence-Strategie ist es, Unternehmen vor deren Verkauf auf verschiedensten Ebenen zu prüfen. Dadurch soll das Risiko für den Käufer minimiert werden. Aber wie bereitet man sich am besten darauf vor, sodass alles reibungslos verläuft?

„Wir streben den Verkauf unseres Unternehmens an. Ein Teil des Verkaufsprozesses ist die Due Diligence. Was erwartet uns in der Due Diligence? Welche potenziellen Hürden gibt es und wie können wir uns darauf vorbereiten?“


Unser Experte Sven-Roger von Schilling, Director bei der WTS, antwortet:

Im Rahmend der Due Diligence wird das zu verkaufende Unternehmen vom potenziellen Käufer auf mehreren Ebenen geprüft (u.a. rechtlich, steuerlich, finanziell), um mögliche Risiken für den Käufer aufzudecken und abzuwenden. Potenziellen Käufern wird in Form eines virtuellen Datenraums Zugang zu umfassendem Informationsmaterial über das Unternehmen gewährt, welches von deren Beratern, Wirtschaftsprüfern und Anwälten ausgewertet wird. Aus Sicht des Verkäufers kann eine sorgfältige Vorbereitung des Unternehmens und des Datenraums potenzielle Hürden in der Due Diligence im Vorhinein aus dem Weg räumen und den Verkaufsprozess erheblich erleichtern.


Diese Prozesse stehen in der rechtlichen Prüfung an

In der rechtlichen Prüfung (Legal Due Diligence) werden u.a. die Gesellschaftsverhältnisse zur Aufarbeitung der Besitzverhältnisse aufgearbeitet. Die sog. chain of title (Rechtekette) muss als lückenloser Nachweis der Eigentumsrechte an Geschäftsanteilen dargelegt werden. Nur so kann der Verkäufer die Berechtigung zur Veräußerung der Gesellschaftsanteile nachweisen. Je nach Unternehmensgeschichte können Eigentumsverhältnisse durch eine Vielzahl von Übertragungen und Gesellschaftern geprägt sein. Bei unklaren Besitzverhältnissen besteht das Risiko einer Geltendmachung von Ansprüchen an Gesellschaftsanteilen durch Dritte. Zur Absicherung einer nachvollziehbaren chain of title empfiehlt es sich daher, neben notariellen Urkunden zu Anteilsübertragungen auch Schriftverkehr (Emails, Vereinbarungen, Abmachungen) offen zu legen, welcher die tatsächliche Intention von Anteilsübertragungen untermauert. Darüber hinaus müssen dem potenziellen Käufer sämtliche relevante Unterlagen wie Gesellschafts- und Gesellschafterverträge, aus welchen sich Rechte und Pflichten für den Käufer ergeben, offengelegt werden.


Wie steht es um die Ertragskraft des zu verkaufenden Unternehmens?

In der Finanzprüfung (Financial Due Diligence) wird die Ertragskraft des Unternehmens analysiert. Neben historischen Geschäftsabschlüssen und der zukünftigen Geschäftsplanung wird ein verstärkter Fokus auf die Analyse des laufenden Geschäftsjahrs gelegt. Das sog. current trading (laufende Geschäftsjahr) gibt Aufschluss über den aktuellen Geschäftsgang des Unternehmens und zeigt, ob das Unternehmen die Planzahlen erfüllen kann. Im besten Fall liegt das current trading leicht oberhalb der Planung und über dem Marktwachstum. Somit zeigt der Verkäufer zum einen ein tiefes Verständnis seines Unternehmens und zum anderen die positivere Entwicklung gegenüber dem Marktumfeld, in welchem das Geschäft besser als erwartet ausfällt. Eine hohe, negative Abweichung des current trading lässt Zweifel über das Geschäftsmodell und das aktuelle Marktumfeld aufkommen. Auch eine hohe, positive Abweichung stellt die Marktkenntnis des Verkäufers in Frage und kann in der Regel nur durch unvorhergesehene, externe Faktoren glaubhaft begründet werden. Eine hohe Abweichung des current tradings gibt Kaufinteressenten Anlass zur Anpassung des bis dahin indikativ gesetzten Unternehmenswerts. Je nach Abweichung des current trading kann der Verkäufer für einen höheren oder der Käufer für einen niedrigeren Unternehmenswert argumentieren.


Tipp: Datenraum sorgfältig vorbereiten

Die Due-Diligence ist unter Berücksichtigung qualitativer und quantitativer Faktoren die wohl entscheidenste Phase im Verkaufsprozesses, da in dieser das zu verkaufende Unternehmen von potenziellen Käufern auf die Werthaltigkeit geprüft wird. Ein sorgfältig vorbereiteter Datenraum kann den Verkaufsprozess erheblich vereinfachen, zu einer erhöhten Transaktionsgeschwindigkeit führen und den Unternehmenswert im Sinne des Verkäufers beeinflussen. Im Gegensatz dazu vermittelt ein unsauber vorbereiteter Datenraum dem potenziellen Käufer den Eindruck fehlender Organisation, kann den Verkaufsprozess erheblich verzögern und im schlimmsten Fall zu Abschlägen beim Kaufpreis führen.


Sie haben Rückfragen an unseren Experten Sven-Roger von Schilling, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

Artikel zum gleichen Thema