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Psychische Belastungen: Wie gehen Führungskräfte damit im Team um?
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Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

Psychische Belastungen: Wie gehen Führungskräfte damit im Team um?

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Dr. Michaela Simon, Geschäftsführerin Dr. Simon & Partner. Foto: Dr. Simon & Partner

Psychische Belastungen von Mitarbeitern sind ein Problem im Arbeitsalltag. Wie Führungskräfte mittels eines Trainingskonzepts besser damit umgehen können, erklärt Dr. Michaela Simon.

„Gibt es ein Training oder eine Ausbildung für Führungskräfte, die sich um die psychische Belastung in ihrem Team kümmern sollen?“


Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet: 

Die Antwort auf diese Frage lautet Ja

Allerdings stellt sich zunächst die Frage, was heißt kümmern und was heißt psychische Belastung im Team?

Hier kann ich nur mutmaßen: Entweder haben Sie bereits eine Befragung zur psychischen Belastung in Ihrem Unternehmen durchgeführt (wie es der Gesetzgeber vorschreibt) und wollen nun auch die Führungskräfte unterstützen, hier für die Zukunft präventiv tätig zu werden, heißt gesund zu führen?

Oder Sie arbeiten in einem Bereich, indem es aufgrund der Tätigkeit regelmäßig und unabdingbar zu psychischen Belastungen kommt? Das ist beispielsweise im Gesundheitswesen, in Bereichen der Pflege oder Kinderbetreuung oder auch in Jobcentern der Fall.


Abgrenzung der Mitarbeiter/innen ist wichtig

In diesen Berufsfeldern hat sich eine Doppelstrategie als sehr sinnvoll erwiesen: zum einen sollten die Mitarbeiter unterstützt werden, ihre Themen zu besprechen und Methoden zur Abgrenzung zu entwickeln. Dies wird in Supervisionen/Gruppencoachings und kollegialen Fallbesprechungen durchgeführt. Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um einmalige, sondern regelmäßig wiederkehrende Interventionen (zum Beispiel ein Mal im Monat) handelt.


Führungskräfte haben Einfluss auf die Krankheit oder Gesundheit ihrer Mitarbeiter

Parallel dazu sollten Führungskräfte darin unterstützt werden, gesund zu führen. Denn sie haben mit ihrer Kommunikation, neben den Arbeitsbedingungen und dem individuellen Gesundheitsverhalten den größten Einfluss auf die Gesundheit und Krankheit ihrer Mitarbeiter. Studien haben erwiesen, dass Führungskräfte, die ihre Abteilung oder auch das Unternehmen wechseln, ihre Krankenquote mitnehmen. Soll heißen: Vorgesetzte, die gut führen haben in der Regel eine niedrige Krankenquote und werden diese auch in neuen Abteilungen oder im neuen Unternehmen auf Dauer haben und umgekehrt.


Gesunde Führung

„Gesundes Führen ist die positive direkte oder indirekte Einflussnahme auf den Arbeitskontext und das Verhalten von Mitarbeitern in einer Organisation, mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Belegschaft nachhaltig zu erhalten und zu fördern“. (Wikipedia). Dazu gehört eine hohe Wahrnehmungsfähigkeit, sehr gutes Kommunikationsvermögen, Fürsorge und Empathie. Und last but not least: die Führungskraft sollte Menschen mögen. Eigenschaften, die zum Teil trainierbar und lernbar sind. Zum Teil aber auch nicht.

Vieles im Bereich Kommunikation ist lernbar; Infos über Krankheit und Gesundheit sind vermittelbar. Menschen mag man – oder eben nicht. Empathie ist bis zu einem gewissen Grad erlernbar, aber es erfordert Geduld und Training. Hierzu gehören vor allem Methoden zur Verbesserung der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zum Perspektivwechsel (in die Situation des anderen), die Führungskräfte in ihrer Führung unterstützen.


Nicht jeder kann führen

Sind Sie unsicher, ob eine Person zur Führung geeignet ist, wenden Sie sich an Profis, die psychologische und wissenschaftlich validierte Eignungstests anbieten (zum Beispiel: Verhaltensprofilanalyse und Test zur emotionalen Intelligenz).

Für den lernbaren Teil gibt es gute und wirkungsvolle Angebote, die es zu prüfen und abhängig von der unternehmerischen Zielsetzung einzusetzen gilt. Wir bieten hier ein Curriculum bestehend aus 5 Modulen à 2 Tagen an, das sehr genau auf die Bedarfe des Unternehmens angepasst wird.

Grafik: Dr. Simon & Partner


Führungskräfte sind keine Ärzte oder Therapeuten

Aber Sie können generell und insbesondere in Berufsfeldern, die eine hohe emotionale Belastung für Mitarbeiter bedeuten, unterstützen sowie erkennen und wahrnehmen, wenn Mitarbeiter ihr Verhalten ändern: stiller werden, sich zurückziehen oder das Gegenteil. Überstunden sich plötzlich oder schleichend ohne ersichtlichen Grund häufen. Dann gilt es tätig zu werden, Gespräche zu führen und dranzubleiben.


Gesunde Führung braucht Zeit und die richtigen Strukturen

Gesunde Führung kostet Zeit, die Sie in die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter investieren. Damit Ihre Führungskräfte dies auch gut tun können brauchen sie Strukturen, die diese Zeit und den Spielraum ermöglichen.


Sie haben Rückfragen an Dr. Michaela Simon, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf. 

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