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Kommentar der Woche von Kathrin Hansel

Quo vadis Augsburg?

OSRAM plant derzeit die Ausgliederung des Lampengeschäfts. Foto: B4B SCHWABEN Fotomontage/Thinkstock

Mit der geplanten Ausgliederung des Lampengeschäfts stehen bei OSRAM erneut Stellenkürzungen zur Debatte. Redakteurin Kathrin Hansel könnte darüber zur Schwarzmalerin werden – tut sie aber nicht.

Mit den aktuellen Entwicklungen im Hause Osram bangt die Region wiederholt um sicher geglaubte Arbeitsplätze. Die geplante Ausgliederung des Lampengeschäfts bei Osram wäre sicherlich ein längst fälliger Schritt – nur hätte dieser bereits viel früher in Angriff genommen werden müssen. Jetzt sind es die Mitarbeiter, die von einer zu langsamen Reaktionsgeschwindigkeit und einer fehlenden Bereitschaft für Innovationen betroffen sein könnten. Der Schreck sitzt tief. Gerade auch weil derartige Neuigkeiten aus Augsburg derzeit nichts Neues sind.

Fuggerhochburg – Textilweltstadt – Industriegroßstadt

Da stellt sich doch die Frage: Was ist los in Augsburg? Einstige Fuggerhochburg, Textilweltstadt, Industriegroßstadt. Die Globalisierung stellt die regionale Wirtschaft seit Jahren vor eine Herausforderung, die vielleicht einfach zu groß ist und zu schnell voranschreitet, als dass man sie bewältigen könnte.

Muss sich Augsburg neu erfinden?

Der Verkauf von Haindl an UPM Kymmene, die Auflösung von Walter Bau, die manroland roland-Insolvenz, finanzielle Schwierigkeiten bei Airbus mit Premium AEROTEC, zuletzt der zweite Sparkurs bei Osram im vergangenen Jahr, die Weltbild-Sanierung und jetzt eine weitere schlechte Nachricht von Seiten Osram. Hat das Ende der Augsburger Ära als Industriestandort begonnen? Muss sich die Fuggerstadt abermals neu erfinden? Vielleicht ticken die Uhren in so manchem einstigen Vorzeigeunternehmen wie Weltbild oder Osram schlicht und ergreifend zu langsam, als dass man hier auf Branchenentwicklungen rechtzeitig reagieren könnte.

Zahlreiche Erfolge belegen das Gegenteil

Vielleicht ist das alles aber auch nur Schwarzmalerei. Schließlich sind mit Traditionsunternehmen wie Kuka auch Industriekonzerne ansässig, die mit aktuellen Trends Schritt halten und immer wieder mit Innovationen begeistern – nicht zu vergessen die zahlreichen Mittelständler, die hier seit Jahren beheimatet sind und der Region Arbeitsplätze sichern. Der Innovationspark hat diesen Fahrtwind aufgenommen und soll ihn darüber hinaus nachhaltig vorantreiben. Die Messe Augsburg macht sich bereit für die Zukunft. Patrizia macht weltweit Schlagzeilen mit durchgängigen Erfolgen. Zahlreiche Start-ups entscheiden sich bewusst für Augsburg und schreiben schwarze Zahlen: Secomba, manomama, Stampay und Serfan sind nur die Paradebeispiele – und finden mindestens deutschlandweit Beachtung.

Augsburg bleibt in Bewegung

Was sicher ist, ist, dass Augsburg großes Potenzial birgt. Auch als Stadt selbst, wie am kommenden Sonntag jedermann sehen kann. Was unsicher ist, ist die Richtung, die die Stadt einschlagen wird. Aber sie ist und bleibt definitiv in Bewegung. Für die Osram-Mitarbeiter ein sicherlich schwacher Trost. Da hilft derzeit wirklich nur eines: Daumen drücken für einen fairen Umgang mit der Belegschaft.

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