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Kommentar der Woche von Ulrich Pfaffenberger

Kommentar: Wer hat an der Uhr gedreht?

Am Wochenende muss Schwaben wieder an der Uhr drehen... Bild:  kunertus / iStock / thinkstock// B4B SCHWABEN

Wenn wir an diesem Wochenende uns mal wieder über das Für und Wider der Sommerzeit den Kopf zerbrechen – oder das Maul zerreißen, je nachdem – dann sollten wir an jene Zeiten denken, als es mit der Uhrzeit noch viel schlimmer war: In den Frühzeiten der Industrialisierung. Welches kleinkarierte Chaos durch Nationalstaaterei damals herrschte, können Sie sich direkt im B4B SCHWABEN-Land vor Augen führen.

Vielleicht haben Sie ja an den Ostertagen noch keinen Ausflug geplant. Dann unternehmen Sie doch einen Schiffsausflug von Bregenz über Lindau nach Meersburg zur Mainau. Und reisen Sie dabei durch jene vier Zeitzonen, die es für einen Dampfer und seine Passagiere anno 1850 zu bewältigen galt.

Kurz nach der Abfahrt in Bregenz, auf jeden Fall aber vor der Vorbeifahrt am Bayerischen Löwen an der Lindauer Hafeneinfahrt, drehen Sie die Zeiger Ihrer Uhr um 11 Minuten zurück. Das war der – sonnenaufgangsbedingte – Unterschied zwischen der „Prager Zeit“ für Orte der k.u.k. Monarchie und der „Münchner Zeit“ für den bayerischen Hafen. Auf der Weiterfahrt nach Friedrichshafen gewinnen Sie, der „Stuttgarter Zeit“ sei Dank, weitere 10 Minuten. Meersburg bzw. Konstanz bringen dann mit „Karlsruher Zeit“ einen weiteren Verlust von drei Minuten. (Am Schweizer Ufer waren sie, auf „Berner Zeit“ tickend, noch einmal vier Minuten hinterher...) Auf dem Rückweg geht alles dann wieder verloren.

Man kann sich nun zweierlei ausmalen. Erstens, welches „Gfrett“ die Fahrplangestalter jener Zeit bei grenzüberschreitenden Verkehren hatten. Zweitens, dass derlei erfolgreich jedes Logistikkonzept verhindert. Hätte.

Denn die „Vereinigten Dampfschiffahrts-Verwaltungen“ gingen unternehmerisch kreativ gegen den Bürokratismus vor. Sie installierten zum Beispiel drei Uhren untereinander im Romanshorner Hafen oder ließen, serviceorientiert, ihre Kapitäne 15 Minuten vor der Abfahrt einen Kanonenschuss abfeuern und die Schiffsglocke läuten. Kein Wunder, dass am Bodensee bald ein industrielles Herz unseres Landes zu schlagen begann. 1895 dann kam die Verwaltung mit der einheitlichen Mitteleuropäischen Zeit hinterher.

Dies all jenen zur Anregung und zur Ermutigung, die als Unternehmer behördliche Hürden zu bewältigen haben.

Ulrich Pfaffenberger

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