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Neues Restaurant und Nordwandsteig nun zugänglich

Leuchturm-Projekt auf dem Nebelhorn fertiggestellt

Augustin Kröll, Hermann Kaufmann und Peter Schöttl. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Fünf Jahre Planung und acht Monate Bauzeit: Das neue Gipfel-Restaurant und der Nordwandsteig sind seit dem 21. Dezember für die Öffentlichkeit zugängig. Die Nebelhorn-Bergbahn ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in Oberstdorf.

Geschäftsführer Augustin Kröll bezeichnete den Neubau als „sprichwörtlichen Höhepunkt“, von dem aus Besucher bis zum Schwarzwald, Vorarlberg und zum Bodensee blicken können. Auch der Gipfel inklusive Gipfelkreuz sind nun sichtbar. Dies war allen Beteiligten ein großes Anliegen. Die bisherige Hütte hatte den Blick darauf versperrt. Außerdem stieß der Bau zu Spitzen-Zeiten an seine Kapazitäten-Grenzen. „Es war an der Zeit, das gesamte Ensemble zu überdenken“, erklärte Kröll.

Über sechs Millionen Euro für das Nebelhorn

Das Ergebnis ist seit dem 21. Dezember für die Öffentlichkeit zugängig. Auf einer Gesamtfläche von rund 960 Quadratmetern stehen nun circa 380 Sitzplätze zur Verfügung. Allein die Terrasse fasst 722 Quadratmeter. Auf einem rund 100 Meter langen Nordwandsteig kann der Gipfel umrundet werden. Die Baukosten für diesen betrugen rund 700.000 Euro. Zusammen mit den rund 5,5 Millionen Euro für das neue Restaurant investierte die Nebelhornbahn AG über sechs Millionen Euro in das Vorzeige-Projekt.

Blick vom Nebelhorn. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Nebelhornbahn AG schafft attraktive Alternative

„Wir erwarten eine deutliche Attraktivitäts-Steigerung ohne groß in die Landschaft einzugreifen“, sagte Peter Schöttl, Vorstand Nebelhornbahn-AG. „Wir sind damit im Alpinen-Raum wieder ganz vorne mit dabei.“ Gerade der Nordwandsteig sei eine attraktive Alternative zu einer normalen Aussichtsplattform. Außerdem ermöglicht er auch Gästen ohne Alpine-Erfahrung ein Hochalpines Erlebnis. Wie das Restaurant schmiegt sich der Weg dabei an den Berg an. Beide Attraktionen sind das ganze Jahr zugänglich.

Wertschöpfung um den Faktor 5,1

Die Nebelhornbahn begrüßt dabei rund 60 Prozent ihrer jährlichen Gäste in den Sommermonaten. Der Rest sind Wintersportler oder Fußgänger im Winterhalbjahr. Insgesamt zieht es jedes Jahr rund 400.000 Menschen auf das Nebelhorn. 70 Mitarbeiter sorgen dafür, dass hier alles rund läuft. Damit ist die Nebelhornbergbahn einer der größten Arbeitgeber in Oberstdorf und sichert das 5,1 fache an Arbeitsplätzen in der Region.

Holzbau erleichtert Transport

„Wir haben ein Ergebnis gefunden, dass alle Vorstellungen unter einen Hut bringt“, freute sich auch Architekt Hermann Kaufmann. Seit 2011 laufen die Planungen für den Umbau. Seit rund einem Jahr besprach sich Kaufmann mit dem Bauherren. Am Ende entschieden sich die Beteiligten für ein Holzgebäude auf zwei Ebene. Dies erleichterte auch den Transport des Materials zum Gipfel. Die verwendete Esche stammt aus der Nachbarregion.

Mit der Seilbahn geht es nun wieder bis zur Spitze des Nebelhorns. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Alles rund um die Investition lesen Sie hier.

Neues Tracker-System auf dem Nebelhorn

Das neue Restaurant weist zudem große Glasfronten auf, in denen sich die Berggipfel spiegeln und von der Terrasse aus lässt sich das ganze Panorama überblicken. Im oberen Bereich steht den Gästen eine Bar zur Verfügung. Unten gibt es ein Restaurant mit Selbstbedienung für Snacks und Service für warme Speisen. Dafür greift die Nebelhornbahn-AG auf WLAN-gesteuerte Tracker zurück. Der Gast erhält seine Bestellung an den Tisch, ohne vorher angeben zu müssen, wo er sitzt. Das System ist in Deutschland noch nicht sehr verbreitet, wie die Nebelhornbahn AG erklärt.

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