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B4B SCHWABEN Kommentar von Rebecca Weingarten

Kommentar: Der Mietspiegel oder Augsburgs Chance auf bezahlbaren Wohnraum

 Symbolbild: In Augsburg wird Wohnraum knapp. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Augsburg ist mit seinen rund 277.000 Einwohnern eine der wenigen Städte dieser Größenordnung, die keinen offiziellen Mietspiegel hat. In Ulm und Neu-Ulm leben zusammen rund 175.000 Menschen. Ebenso wie Friedrichshafen, dessen Einwohner die Fuggerstadt um das fast Fünffache übertrifft, haben diese Städte einen Mietspiegel. Dass es einen solchen in Augsburg nicht gibt, hat fatalere Folgen, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

In vielen bayerischen Großstädten – auch in Augsburg – galoppieren die Preise für attraktiven Wohnraum davon. Der Freistaat Bayern hat hier ein Machtwort gesprochen. Seit dem 1. August 2015 gilt unter anderem auch für Augsburg die Mietpreisbremse. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Mieten bleiben weiterhin erschwinglich, der Preisspirale wird Einhalt geboten.

Wie sinnvoll die Mietpreisbremse jedoch in Augsburg bisher eingesetzt werden kann, ist fraglich. Denn ohne Mietspiegel kann die Mietpreisbremse nicht greifen, es fehlt an Klarheit. Weder Vermieter noch Mieter wissen mit Sicherheit, welcher Preis für eine Mietwohnung angemessen ist: Es ist schwierig, unter einem Preis zu bleiben, der sich nicht beziffern und bestenfalls schätzen lässt.

Eigentlich sollten sich die Augsburger freuen. Wir leben in einer attraktiven Großstadt. Das sehen auch andere so. Menschen kommen hierher, um in Augsburg zu studieren, zu leben und zu arbeiten. Das ist ein Zeichen für hohe Wirtschaftskraft. Doch der damit einhergehende Wohlstand fordert derzeit in immer weiter steigenden Mietpriesen seinen Tribut.

Dr. Stefan Kiefer, Dritter Bürgermeister der Stadt Augsburg, sagte kürzlich im Gespräch mit B4B SCHWABEN: „Für viele Mieter ist es nicht nur teurer sondern sogar unmöglich geworden, in Augsburg eine bezahlbare Wohnung zu finden.“ Leider hat er da Recht. Die Erstellung eines Mietspiegels würde die Stadt schätzungsweise rund 200.000 Euro kosten. Kein Pappenstiel, aber verglichen mit anderen städtischen Projekten auch nicht wirklich viel Geld.

Bleibt die Frage: Ist die Mehrheit der Lokalpolitiker dieser Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt gegenüber blind? Warum fehlt in Augsburg noch immer das Basis-Werkzeug, um bereits existierenden Wohnraum bezahlbar zu halten? Was muss passieren, damit die Stadt das Geld in die Hand nimmt und endlich Klarheit auf dem Wohnungsmarkt schafft?

von Rebecca Weingarten

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