Industrie

IHK Schwaben: Konjunkturindex verliert erneut Punkte

Archiv. Dr. Andreas Kopton, IHK Schwaben Präsident. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der IHK Schwaben Konjunkturindex kommt zum Schluss: Die Entwicklung hat sich abgekühlt, das Wachstum verliert an Fahrt. Woran das liegt.

Die schwäbischen Unternehmens-Entscheider beurteilten die aktuelle und erwartete Geschäftslage kritisch. Der IHK-Konjunkturindex ist zum Jahresbeginn das zweite Mal in Folge gefallen und liegt nun bei 130 Indexpunkten. Das sind vier Punkte unter dem Wert vom Herbst 2018. Verantwortlich für die langsamere Entwicklung ist der zunehmende Gegenwind bei der Industrie.

Index für die Industrie noch tiefer

Die schwäbischen Industrieunternehmen stehen Schwierigkeiten in der Automobilbranche und Problemen in der internationalen Handelspolitik  gegenüber. Der Konjunkturindex für die Industrie hat im Vergleich zum Herbst um einen weiteren Punkt nachgegeben, liegt nun bei 129. Die Aufträge aus Nordamerika entwickelten sich negativ, auch der chinesische Markt verliert deutlich an Dynamik. Noch sind die Auftragsbücher gefüllt und über die Hälfte der Industrieunternehmen voll ausgelastet, aber die Investitionspläne verdeutlichen die Skepsis bezüglich der weiteren Entwicklung.

Bau und Handel weiterhin erfolgreich

Andere Branchen, insbesondere der Bau und der Handel, stützen weiterhin mit starken Umsätzen die Konjunktur. Gerade der Wohnungsbau wird nach wie vor von der guten Einkommenssituation befeuert. Diese Konsumlaune beschert auch dem Handel eine gute Umsatzentwicklung. Die Unsicherheiten der Industrieunternehmen sind auch bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungs-Unternehmen noch nicht angekommen. Hier herrscht weiterhin eine hervorragende Stimmung.

„Wir befinden uns immer noch auf der Überholspur“

 „Auch wenn sich die kritischen Nachrichten zur Konjunktur häufen, stehen wir in Schwaben immer noch hervorragend dar. Wir befinden uns immer noch auf der Überholspur, die Wirtschaft gibt weiterhin Gas, einzig die Beschleunigung müssen wir den schlechteren Straßenverhältnissen anpassen – in unserem Fall sind das externe Faktoren wie Brexit-Debatte und internationale Handelspolitik“, erklärt IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton.

Zweidrittel bewerten Lage positiv

Befragt zur aktuellen Situation beurteilen die schwäbischen Unternehmen in der IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2019 ihre Geschäftslage weiterhin sehr positiv. Wie auch schon in der Herbstumfrage bewerten 62 Prozent die Geschäftslage mit gut. Ursächlich für die hohe Zufriedenheit ist auch die weiterhin gute Auftragslage. 60 Prozent der Unternehmen sind voll ausgelastet. Die Zuwächse bei den Aufträgen erreichen jedoch nicht mehr das Niveau von vor einem Jahr.

Die schwächere Wachstumsdynamik beeinflusst die Erwartungen für die nächsten Monate. Zwei Drittel sehen keine Veränderung der aktuellen Geschäftslage und nur noch jedes fünfte Unternehmen rechnet mit einer Verbesserung. Bei den Investitionen herrscht leichte Zurückhaltung, der Bedarf an Fachkräften jedoch unverändert hoch.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Industrie

IHK Schwaben: Konjunkturindex verliert erneut Punkte

Archiv. Dr. Andreas Kopton, IHK Schwaben Präsident. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der IHK Schwaben Konjunkturindex kommt zum Schluss: Die Entwicklung hat sich abgekühlt, das Wachstum verliert an Fahrt. Woran das liegt.

Die schwäbischen Unternehmens-Entscheider beurteilten die aktuelle und erwartete Geschäftslage kritisch. Der IHK-Konjunkturindex ist zum Jahresbeginn das zweite Mal in Folge gefallen und liegt nun bei 130 Indexpunkten. Das sind vier Punkte unter dem Wert vom Herbst 2018. Verantwortlich für die langsamere Entwicklung ist der zunehmende Gegenwind bei der Industrie.

Index für die Industrie noch tiefer

Die schwäbischen Industrieunternehmen stehen Schwierigkeiten in der Automobilbranche und Problemen in der internationalen Handelspolitik  gegenüber. Der Konjunkturindex für die Industrie hat im Vergleich zum Herbst um einen weiteren Punkt nachgegeben, liegt nun bei 129. Die Aufträge aus Nordamerika entwickelten sich negativ, auch der chinesische Markt verliert deutlich an Dynamik. Noch sind die Auftragsbücher gefüllt und über die Hälfte der Industrieunternehmen voll ausgelastet, aber die Investitionspläne verdeutlichen die Skepsis bezüglich der weiteren Entwicklung.

Bau und Handel weiterhin erfolgreich

Andere Branchen, insbesondere der Bau und der Handel, stützen weiterhin mit starken Umsätzen die Konjunktur. Gerade der Wohnungsbau wird nach wie vor von der guten Einkommenssituation befeuert. Diese Konsumlaune beschert auch dem Handel eine gute Umsatzentwicklung. Die Unsicherheiten der Industrieunternehmen sind auch bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungs-Unternehmen noch nicht angekommen. Hier herrscht weiterhin eine hervorragende Stimmung.

„Wir befinden uns immer noch auf der Überholspur“

 „Auch wenn sich die kritischen Nachrichten zur Konjunktur häufen, stehen wir in Schwaben immer noch hervorragend dar. Wir befinden uns immer noch auf der Überholspur, die Wirtschaft gibt weiterhin Gas, einzig die Beschleunigung müssen wir den schlechteren Straßenverhältnissen anpassen – in unserem Fall sind das externe Faktoren wie Brexit-Debatte und internationale Handelspolitik“, erklärt IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton.

Zweidrittel bewerten Lage positiv

Befragt zur aktuellen Situation beurteilen die schwäbischen Unternehmen in der IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2019 ihre Geschäftslage weiterhin sehr positiv. Wie auch schon in der Herbstumfrage bewerten 62 Prozent die Geschäftslage mit gut. Ursächlich für die hohe Zufriedenheit ist auch die weiterhin gute Auftragslage. 60 Prozent der Unternehmen sind voll ausgelastet. Die Zuwächse bei den Aufträgen erreichen jedoch nicht mehr das Niveau von vor einem Jahr.

Die schwächere Wachstumsdynamik beeinflusst die Erwartungen für die nächsten Monate. Zwei Drittel sehen keine Veränderung der aktuellen Geschäftslage und nur noch jedes fünfte Unternehmen rechnet mit einer Verbesserung. Bei den Investitionen herrscht leichte Zurückhaltung, der Bedarf an Fachkräften jedoch unverändert hoch.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben