„Vorteil Vielfalt“

A³ Wirtschaftsdialog zum Thema Diversity im Augsburger tim

Am 28. Mai fand der A³ Wirtschaftsdialog erneut statt. Die Veranstaltung im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg stand am 7. Diversity Tag unter dem Motto „Vorteil Vielfalt“.

Wer sich als Unternehmen weiterentwickeln möchte, braucht qualifizierte Fachkräfte. Der vielen Branchen und Qualifikationen drohende Fachkräftemangel verdeutlicht diese Dringlichkeit. Wie Diversität in der Personalstrategie genutzt werden kann, diskutierten die rund 30 Teilnehmer auf dem A³ Wirtschaftsdialog „Vorteil Vielfalt“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts ZUSA – Zusammen in Augsburg statt.  Das zweijährige Projekt wird von der EU gefördert.

„Diversity betont das verbindende Und, nicht das Entweder-oder“

„Diversity betont das verbindende Und, nicht das Entweder-oder“, so Türkân Deniz-Roggenbuck. Sie forderte die Unternehmen auf, das eigene Unternehmen hinsichtlich der Zusammensetzung der Belegschaft, behinderten-gerechter Arbeitsplätze und einer geschlechter-gerechten Sprache zu analysieren.

Neue Wege gehen

Diversität geht weit über das Häufigkeitsverhältnis von Männer und Frauen in Führungspositionen hinaus. Dass es lohnt, sich zu öffnen und neue Wege zu gehen, weiß Ruth Kühbauch, HR-Managerin der Mediengruppe Pressedruck Dienstleistungs-GmbH & Co. OHG.

Für sie ist Sprache am Arbeitsplatz ein Baustein mit großem Handlungsbedarf: In Zusammenarbeit mit der Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH führte sie daher ein Sprachmentoring-Programm als Teil des Diversity Managements ein. Dies ermöglichte, Mitarbeiter im Bereich Sprache individuell weiterzubilden und zu fördern. 

„Betroffene zu Beteiligten machen“

Wie wichtig es ist, alle Beteiligten in Prozesse des Diversity Managements einzubinden, weiß Andreas Ullmann, Geschäftsführer der pd-printservice GmbH Augsburg. Durch eine Steuerungsgruppe sollte Raum für Gestaltung geschaffen und insbesondere alle Betroffenen im Prozess beteiligt werden. Das konkrete Ziel: Eine Willkommenskultur im Unternehmen zu etablieren. Der Weg dorthin: Transparenz durch Verbesserung der Kommunikation. Dieser Prozess könne als langwierig empfunden werden, denn die gesamte Unternehmenskultur muss verändert werden. 

Recruiting mit Diversität

Wie gestalte ich Recruiting mit Diversity? Dieser Frage widmete sich Katharina Fatelli, HR-Managerin bei Secomba GmbH. Gemeinsam mit externer Beratungsunterstützung begann Secomba, Diversity-Themen mit Erfolg im internen Recruiting zu etablieren. Anstelle eines klassischen Anschreibens war beispielsweise beim Bewerbungsprozess nur ein Motivationsschreiben notwendig, auf ein Bewerberfoto konnte verzichtet werden. Auch Fatelli betont, dass die innere Haltung entscheidend sei: Bereits bei der Stellenausschreibung sollten Vorurteile, die individuelle Haltung sowie persönliche Barrieren überprüft werden.

Diversity im Unternehmen: Tipps aus der Praxis

Praktische Tipps, wie Diversity im Unternehmen umgesetzt werden kann, gaben Gordana Pocuca, District Managerin der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG und Eric Agbo, Geschäftsführer der InnoVision Concepts GmbH. Zwischen beiden Unternehmen besteht eine langjährige Kooperation mit dem Ziel der interkulturellen Öffnung und Anerkennung ausländischer Qualifikationen.

Durch die Implementierung und Ausbildung sogenannter „Betrieblicher Integrationsmentoren“ entwickelten sie eine Schnittstelle zwischen Randstad, Kundenunternehmen und Arbeitnehmern in Überlassung. Wichtig sei es, Ziele zu definieren, den Status Quo im Unternehmen zu betrachten, daraufhin konkrete Strategien zu entwickeln und umzusetzen sowie Erfolge nach einem festgelegten Zeitraum zu messen.

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