Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

Wie werden meine Mitarbeiter zu resilienteren Menschen?

Wie gehen Menschen am besten mit Krisen um? Dies ist keine Frage, die allein im Privaten beantwortet werden muss. Wie Führungskräfte ihr Team resilienter machen.

„Resilienz ist in aller Munde. Gerade in der aktuellen Pandemie-Zeit. Was ist darunter zu verstehen und können wir als Unternehmen unsere Mitarbeiter in diesem Thema unterstützen?“

 

Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet:

„Resilienz ist das Vermögen eines dynamischen Systems, sich erfolgreich an Störungen anzupassen, die neue Funktionen, Lebensfähigkeit oder Entwicklung bedrohen“.

Anders ausgedrückt: Ein resilienter Mensch lässt sich von Schicksalsschlägen nicht aus der Bahn werfen, sondern kommt rasch wieder auf die Beine und bewältigt sein Leben wie zuvor.

Spätestens seit der Pandemie haben wir hautnah erfahren, wie wichtig es ist, sich erfolgreich an Störungen anzupassen, die unser Leben massiv einschränken oder sogar bedrohen. Dies gilt für uns als Individuen und auch für Organisationen und Unternehmen.

 

Resilienz ist nicht angeboren und vererbt

Resilienz oder Widerstandsfähigkeit ist keine angeborene Fähigkeit oder vererbt. Es handelt sich vielmehr um eine Mischung aus Einstellung, Haltung und positiver Erfahrung.

Resiliente Menschen haben die Erfahrung gemacht, etwas bewirken zu können, anerkannt zu werden und sich selbst steuern zu können. Sie reflektieren über sich, ihre Werte und Einstellungen.

 

Die sieben Säulen der Resilienz

 

  •  Emotionssteuerung

beschreibt die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen und in eine für uns passende Richtung zu lenken; so können wir uns z.B. vor einem wichtigen Kundentermin in gute Laune versetzen, obwohl wir gerade nicht gut drauf sind.

 

  • Impulskontrolle


ist die Fähigkeit zu handeln und sich nicht von jedem Impuls leiten zu lassen: die Schuhe sind zwar super, aber ich habe schon genug (um ein altes Klischee zu bedienen…)

 

  • Kausalanalyse

versetzt uns in die Lage die Ursache für ein Problem zu analysieren und unser Verhalten dementsprechend zu verändern, so dass sich die Situation nicht wiederholt.

 

  • Optimismus

beschreibt unsere grundsätzliche Haltung gegenüber Schwierigkeiten und Problemen. Das heißt: wir sind generell zuversichtlich, das Problem zu lösen, auch wenn wir noch gar keine Idee dazu haben.

 

  • Selbstwirksamkeitsüberzeugung

beschreibt die Fähigkeit, aktiv zu werden und fest davon überzeugt zu sein, auch etwas bewirken zu können.

 

  • Empathie

ist die Fähigkeit, sich in andere Menschen und deren Lage hineinversetzen und mitzufühlen bzw. verstehen zu können.

 

  • Zielorientierung

kommt dem Selbstvertrauen sehr nahe: wir sind in der Lage uns Ziele zu setzen und diese mit wenig Zweifel und viel Zuversicht umzusetzen.

 

Resilienz ist das Immunsystem der Seele

Versteht man Resilienz als Immunsystem der Seele wird klar, dass die beschriebenen Faktoren unsere Psyche oder auch unsere Seele davor schützen, Schaden zu nehmen bzw. in eine tiefe Krise zu rutschen.

Das heißt, diese Faktoren helfen uns Menschen analog zum körpereigenen Immunsystem mit Angriffen von außen so fertig zu werden, dass wir diesen nicht nur widerstehen, sondern häufig sogar mit neuer Stärke daraus hervorgehen.

 

Resilienz ist trainierbar

Genau wie Sie Ihre körpereigenen Abwehrkräfte mit regelmäßigem Sport, guter Ernährung und konsequenter Entspannung unterstützen können, ist das auch beim seelischen Immunsystem möglich: es lässt sich stärken. Nicht von heute auf morgen – aber langfristig.

Dazu gehört insbesondere, dass Sie und Ihre Mitarbeitenden auch Ihre psychologischen Grundbedürfnisse pflegen, das heißt, Ihre Grundbedürfnisse kennen und so oft wie möglich befriedigen.

Diese hängen, so die neurowissenschaftliche Erkenntnis, sehr eng zusammen und werden auch als externe Resilienzfaktoren bezeichnet:

 

  • Das Bedürfnis nach Bindung zu anderen Menschen
  • Das Bedürfnis nach Sicherheit und Vorhersehbarkeit
  • Das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung
  • Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz
  • Das Bedürfnis nach Stimmigkeit und Sinn

 

Resilienz im Unternehmen

Erklären Sie oder lassen Sie erklären, was Resilienz ist und warum Sie diese für wichtig halten. Stellen Sie fest, was Ihre Mitarbeitenden brauchen, indem Sie sie (be)fragen. Entwickeln Sie ein Programm, das alle Komponenten mit einbezieht und sich an Ihrer Personalentwicklung orientiert.

Sie haben Rückfragen an Dr. Michaela Simon, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

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Dr. Michaela Simon, Dr. Simon & Partner

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„Resilienz ist in aller Munde. Gerade in der aktuellen Pandemie-Zeit. Was ist darunter zu verstehen und können wir als Unternehmen unsere Mitarbeiter in diesem Thema unterstützen?“

 

Unsere Expertin für Gesunde Personal- und Organisationsentwicklung, Dr. Michaela Simon, antwortet:

„Resilienz ist das Vermögen eines dynamischen Systems, sich erfolgreich an Störungen anzupassen, die neue Funktionen, Lebensfähigkeit oder Entwicklung bedrohen“.

Anders ausgedrückt: Ein resilienter Mensch lässt sich von Schicksalsschlägen nicht aus der Bahn werfen, sondern kommt rasch wieder auf die Beine und bewältigt sein Leben wie zuvor.

Spätestens seit der Pandemie haben wir hautnah erfahren, wie wichtig es ist, sich erfolgreich an Störungen anzupassen, die unser Leben massiv einschränken oder sogar bedrohen. Dies gilt für uns als Individuen und auch für Organisationen und Unternehmen.

 

Resilienz ist nicht angeboren und vererbt

Resilienz oder Widerstandsfähigkeit ist keine angeborene Fähigkeit oder vererbt. Es handelt sich vielmehr um eine Mischung aus Einstellung, Haltung und positiver Erfahrung.

Resiliente Menschen haben die Erfahrung gemacht, etwas bewirken zu können, anerkannt zu werden und sich selbst steuern zu können. Sie reflektieren über sich, ihre Werte und Einstellungen.

 

Die sieben Säulen der Resilienz

 

  •  Emotionssteuerung

beschreibt die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen und in eine für uns passende Richtung zu lenken; so können wir uns z.B. vor einem wichtigen Kundentermin in gute Laune versetzen, obwohl wir gerade nicht gut drauf sind.

 

  • Impulskontrolle


ist die Fähigkeit zu handeln und sich nicht von jedem Impuls leiten zu lassen: die Schuhe sind zwar super, aber ich habe schon genug (um ein altes Klischee zu bedienen…)

 

  • Kausalanalyse

versetzt uns in die Lage die Ursache für ein Problem zu analysieren und unser Verhalten dementsprechend zu verändern, so dass sich die Situation nicht wiederholt.

 

  • Optimismus

beschreibt unsere grundsätzliche Haltung gegenüber Schwierigkeiten und Problemen. Das heißt: wir sind generell zuversichtlich, das Problem zu lösen, auch wenn wir noch gar keine Idee dazu haben.

 

  • Selbstwirksamkeitsüberzeugung

beschreibt die Fähigkeit, aktiv zu werden und fest davon überzeugt zu sein, auch etwas bewirken zu können.

 

  • Empathie

ist die Fähigkeit, sich in andere Menschen und deren Lage hineinversetzen und mitzufühlen bzw. verstehen zu können.

 

  • Zielorientierung

kommt dem Selbstvertrauen sehr nahe: wir sind in der Lage uns Ziele zu setzen und diese mit wenig Zweifel und viel Zuversicht umzusetzen.

 

Resilienz ist das Immunsystem der Seele

Versteht man Resilienz als Immunsystem der Seele wird klar, dass die beschriebenen Faktoren unsere Psyche oder auch unsere Seele davor schützen, Schaden zu nehmen bzw. in eine tiefe Krise zu rutschen.

Das heißt, diese Faktoren helfen uns Menschen analog zum körpereigenen Immunsystem mit Angriffen von außen so fertig zu werden, dass wir diesen nicht nur widerstehen, sondern häufig sogar mit neuer Stärke daraus hervorgehen.

 

Resilienz ist trainierbar

Genau wie Sie Ihre körpereigenen Abwehrkräfte mit regelmäßigem Sport, guter Ernährung und konsequenter Entspannung unterstützen können, ist das auch beim seelischen Immunsystem möglich: es lässt sich stärken. Nicht von heute auf morgen – aber langfristig.

Dazu gehört insbesondere, dass Sie und Ihre Mitarbeitenden auch Ihre psychologischen Grundbedürfnisse pflegen, das heißt, Ihre Grundbedürfnisse kennen und so oft wie möglich befriedigen.

Diese hängen, so die neurowissenschaftliche Erkenntnis, sehr eng zusammen und werden auch als externe Resilienzfaktoren bezeichnet:

 

  • Das Bedürfnis nach Bindung zu anderen Menschen
  • Das Bedürfnis nach Sicherheit und Vorhersehbarkeit
  • Das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung
  • Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz
  • Das Bedürfnis nach Stimmigkeit und Sinn

 

Resilienz im Unternehmen

Erklären Sie oder lassen Sie erklären, was Resilienz ist und warum Sie diese für wichtig halten. Stellen Sie fest, was Ihre Mitarbeitenden brauchen, indem Sie sie (be)fragen. Entwickeln Sie ein Programm, das alle Komponenten mit einbezieht und sich an Ihrer Personalentwicklung orientiert.

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