Dr. Andreas Herch, Netz16

Digitalisierung: „Welche Förderprogramme gibt es?“

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: „Ich würde gerne meine 8 Mitarbeiter mit Laptops ausstatten, da viele aktuell an ihren privaten Geräten zuhause sitzen. Gibt es dafür Zuschüsse?“ Unser Experte für Digitalisierung, Dr. Andreas Herch von Netz16, kennt die Antwort.

Aktuell gibt es eine Fülle an Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern, die Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Welt unterstützen sollen. Diese Pakete haben ein grundlegendes Ziel gemeinsam: Förderung von Projekten im Rahmen der Digitalisierung. Derzeit gibt es 3 relevante Programme, die teilweise auch Überschneidungen haben.

Digitalisierungsbonus Bayern

Dies ist der „Klassiker“ unter den Programmen und nur für Unternehmen in Bayern relevant.
Seine Förderschwerpunkte sind: Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen durch IKT-Hardware und/oder IKT-Software und bei Verbesserung der IT-Sicherheit.
Vereinfacht ausgedrückt kann dies alles sein, wodurch ein neues Tool/neuer Prozess eingeführt, oder ein bestehendes/einer besdigital verbessert wird. Bei diesem Programm können alle IT-Komponenten gefördert werden: Hardware, Software und Dienstleistung. Aber: Diese Produkte dürfen keine „Standards“ sein. Also kein digitales Projekt wäre beispielsweise die Anschaffung von PCs, Notebooks, etc.
Positive Beispiele wären: Entwicklung einer neuen Homepage mit Shopfunktion und individueller Kundenanbindung oder die Erstellung eines neuen IT-Securitykonzeptes mit Einführung der entsprechenden Lizenzen.
Wer erhält die Förderung? Unternehmen in Bayern bis max. 250 Mitarbeiter (aber keine freien Berufe).
Wie hoch ist die Förderung? Maximal 10.000 Euro bei maximal 50-prozentiger Förderung = Projektvolumen maximal 20.000 Euro.

Go-Digital

Dieses Programm gibt es seit etwa 3 Jahren und hat sich nach sehr zähem Start seit etwa 1 Jahr als praktikabel umsetzbar erwiesen. Es gilt für Unternehmen in Deutschland. Seine Förderschwerpunkte sind in 3 Kategorien aufgeteilt, somit ist es etwas klarer strukturiert als der Digitalisierungsbonus Bayern: „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“.
Hier muss zunächst die Kategorie festgelegt werden und im Anschluss vom Digitalisierungsberater ein entsprechendes Konzept mit Antrag erstellt werden.
Inhaltlich trifft es die gleichen Bereiche wie der Bonus in Bayern, aber: Es kann nur Dienstleistung gefördert werden.
Analog gilt: Die Dienstleistung muss in Zusammenhang mit einem digitalen Projekt stehen.
Beispiele wären: Einführung einer DMS-Lösung, Entwicklung einer APP oder wieder die Erstellung eines neuen IT-Securitykonzeptes mit Einführung (ohne Lizenzen).
Wer erhält die Förderung? Unternehmen in Deutschland bis max. 100 Mitarbeiter (aber keine freien Berufe).
Wie hoch ist die Förderung? Maximal 16.500  Euro, bei maximal 50-prozentige Förderung = 33.000 Euro Projektvolumen.

Digital jetzt

Dieses Programm ist ganz neu und seit September 2020 „auf dem Markt“. Es gilt für Unternehmen in Deutschland. Seine Förderschwerpunkte sind in 2 Kategorien aufgeteilt: Investition in digitale Technologien und/oder Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden.
Dieses Programm ist ein Highlight, da es einige Baustellen der anderen beiden ausgleicht: Im Prinzip ist laut Definition nahezu jedes digitale Projekt förderbar, aber mit folgenden Vorteilen: Förderbar sind Hardware, Software und Dienstleistung und Schulungen.
Wie hoch ist die Förderung? Maximal 50.000 Euro, bei maximal 50-prozentiger Förderung = Projektvolumen maximal 100.000 Euro.
Wer erhält die Förderung? Unternehmen in Deutschland bis maximal 499 Mitarbeiter (aber auch freie Berufe).

Praxisbeispiel: Standard-Notebooks sind nicht förderbar

Unser Kunde aus dem obigen Fall hätte theoretisch die Chance sein Home-Office-Projekt bei einem aus den 3 Förderbereichen unterzubringen. Was nicht funktioniert sind nur die Geräte, da Standard-Notebooks nicht förderbar sind. Aber sowohl die entsprechende Beratung, Software als auch die Umsetzung durch einen externen Partner wäre theoretisch möglich. Eine finale Zusage ist natürlich immer abhängig von der Detaillierung des Projektes, als auch dem zur Verfügung stehenden Fördertopf im Antragszeitraum.

Sie haben Rückfragen an unseren Digitalisierungsexperten Dr. Andreas Herch, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Dr. Andreas Herch, Netz16

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Aktuell gibt es eine Fülle an Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern, die Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Welt unterstützen sollen. Diese Pakete haben ein grundlegendes Ziel gemeinsam: Förderung von Projekten im Rahmen der Digitalisierung. Derzeit gibt es 3 relevante Programme, die teilweise auch Überschneidungen haben.

Digitalisierungsbonus Bayern

Dies ist der „Klassiker“ unter den Programmen und nur für Unternehmen in Bayern relevant.
Seine Förderschwerpunkte sind: Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen durch IKT-Hardware und/oder IKT-Software und bei Verbesserung der IT-Sicherheit.
Vereinfacht ausgedrückt kann dies alles sein, wodurch ein neues Tool/neuer Prozess eingeführt, oder ein bestehendes/einer besdigital verbessert wird. Bei diesem Programm können alle IT-Komponenten gefördert werden: Hardware, Software und Dienstleistung. Aber: Diese Produkte dürfen keine „Standards“ sein. Also kein digitales Projekt wäre beispielsweise die Anschaffung von PCs, Notebooks, etc.
Positive Beispiele wären: Entwicklung einer neuen Homepage mit Shopfunktion und individueller Kundenanbindung oder die Erstellung eines neuen IT-Securitykonzeptes mit Einführung der entsprechenden Lizenzen.
Wer erhält die Förderung? Unternehmen in Bayern bis max. 250 Mitarbeiter (aber keine freien Berufe).
Wie hoch ist die Förderung? Maximal 10.000 Euro bei maximal 50-prozentiger Förderung = Projektvolumen maximal 20.000 Euro.

Go-Digital

Dieses Programm gibt es seit etwa 3 Jahren und hat sich nach sehr zähem Start seit etwa 1 Jahr als praktikabel umsetzbar erwiesen. Es gilt für Unternehmen in Deutschland. Seine Förderschwerpunkte sind in 3 Kategorien aufgeteilt, somit ist es etwas klarer strukturiert als der Digitalisierungsbonus Bayern: „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“.
Hier muss zunächst die Kategorie festgelegt werden und im Anschluss vom Digitalisierungsberater ein entsprechendes Konzept mit Antrag erstellt werden.
Inhaltlich trifft es die gleichen Bereiche wie der Bonus in Bayern, aber: Es kann nur Dienstleistung gefördert werden.
Analog gilt: Die Dienstleistung muss in Zusammenhang mit einem digitalen Projekt stehen.
Beispiele wären: Einführung einer DMS-Lösung, Entwicklung einer APP oder wieder die Erstellung eines neuen IT-Securitykonzeptes mit Einführung (ohne Lizenzen).
Wer erhält die Förderung? Unternehmen in Deutschland bis max. 100 Mitarbeiter (aber keine freien Berufe).
Wie hoch ist die Förderung? Maximal 16.500  Euro, bei maximal 50-prozentige Förderung = 33.000 Euro Projektvolumen.

Digital jetzt

Dieses Programm ist ganz neu und seit September 2020 „auf dem Markt“. Es gilt für Unternehmen in Deutschland. Seine Förderschwerpunkte sind in 2 Kategorien aufgeteilt: Investition in digitale Technologien und/oder Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden.
Dieses Programm ist ein Highlight, da es einige Baustellen der anderen beiden ausgleicht: Im Prinzip ist laut Definition nahezu jedes digitale Projekt förderbar, aber mit folgenden Vorteilen: Förderbar sind Hardware, Software und Dienstleistung und Schulungen.
Wie hoch ist die Förderung? Maximal 50.000 Euro, bei maximal 50-prozentiger Förderung = Projektvolumen maximal 100.000 Euro.
Wer erhält die Förderung? Unternehmen in Deutschland bis maximal 499 Mitarbeiter (aber auch freie Berufe).

Praxisbeispiel: Standard-Notebooks sind nicht förderbar

Unser Kunde aus dem obigen Fall hätte theoretisch die Chance sein Home-Office-Projekt bei einem aus den 3 Förderbereichen unterzubringen. Was nicht funktioniert sind nur die Geräte, da Standard-Notebooks nicht förderbar sind. Aber sowohl die entsprechende Beratung, Software als auch die Umsetzung durch einen externen Partner wäre theoretisch möglich. Eine finale Zusage ist natürlich immer abhängig von der Detaillierung des Projektes, als auch dem zur Verfügung stehenden Fördertopf im Antragszeitraum.

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