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Unternehmens-Sanierung: „Was ist eine Bilanzoptimierung?“
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Sascha Leyendecker und Alexander Besser, HBplusJuS

Unternehmens-Sanierung: „Was ist eine Bilanzoptimierung?“

 Beraterpool_HBPLUSJUS
Rechtsanwalt Sascha Leyendecker (l.) und Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Alexander Besser. Foto: HBplusJuS

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: „Man liest im Zusammenhang mit Unternehmenssanierungen sehr oft das Stichwort  ‚Bilanzoptimierung‘. Was ist damit genau gemeint?“ Die Antwort auf diese Frage kennen unsere Experten für Existenzgründung, Rechtsanwalt Sascha Leyendecker sowie Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Alexander Besser.

Unternehmenssanierungen haben – neben einer Optimierung, Rationalisierung und Umstrukturierung innerer Abläufe – oftmals auch den Fokus auf die Außendarstellung, um dadurch Vertrauen bei Kunden, Lieferanten, Banken und evtl. Investoren zu erreichen. Ein Mittel hierzu ist der (veröffentlichte) Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.

Soll eine Bilanzoptimierung erzielt werden, so wird dies in der Regel dadurch erreicht, dass Wahlrechte die das Handelsrecht bietet möglichst optimal im Sinne der Gesellschaft genutzt werden. Hierbei wird auf die Handels- und nicht die Steuerbilanz abgestellt, da die Handelsbilanz nach Außen gegeben wird.

Eigenkapitalquote im Fokus

Im Fokus des Bilanzbetrachters steht – neben dem Jahresüberschuss – meist das Eigenkapital beziehungsweise die Eigenkapitalquote (Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme). Je höher die Eigenkapitalquote, desto „gesünder“ erscheint die Gesellschaft.Ziel ist es somit, handelsrechtlich –  neben einem verbesserten Jahresergebnis, das sich ebenfalls positiv auf die Eigenkapitalquote auswirkt –  sowohl das Eigenkapital zu erhöhen wie auch die Bilanzsumme zu senken.

Erhöhung des Jahresergebnisses 

Zu einer Erhöhung des Jahresergebnisses kann eine Gesellschaft, sofern die Kriterien gegeben sind, unter anderem durch Ausnutzung von Aktivierungswahlrechten wie für selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände und steuerlicher Verlustvorträge oder durch Abweichungen von steuerlich zugrunde gelegten Abschreibungsdauern gelangen.

Verminderung der Bilanzsumme

Zu einer Verminderung der Bilanzsumme gelangt eine Gesellschaft zum Beispiel durch Umfinanzierungen von bilanzierten Verbindlichkeiten hin zu nicht bilanzierungspflichtigen Leasingverbindlichkeiten oder durch zulässige Saldierungen wie die offene Absetzung von erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen vom Vorratsvermögen.

Durch bewusste Inanspruchnahme handelsrechtlich zulässiger Wahlrechte und eventuell Umfinanzierungenist es somit möglich ein Bilanzbilanz zulässig zu optimieren.

Sie haben Rückfragen an Sascha Leyendecker und Alexander Besser, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt gerne direkt Kontakt auf.

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